DFB-Frauen
·7 juillet 2026
1:0 gegen Österreich: U 19-Frauen im EM-Finale gegen Spanien

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·7 juillet 2026

Die U 19-Nationalmannschaft der Frauen steht im EM-Finale. Nach einer überzeugenden Gruppenphase hat sich das Team um DFB-Trainerin Melanie Behringer im Halbfinale nach Verlängerung mit 1:0 (0:0, 0:0) gegen Österreich durchgesetzt und trifft im EM-Finale am Freitag (ab 18 Uhr, live auf DFB.TV und RTL+) auf Spanien. Auch 2023 hieß der Gegner im EM-Finale Spanien, damals unterlag die U 19 erst im Elfmeterschießen mit 3:4. Tessa Zimmermann sorgte in der Verlängerung für die deutsche Führung (109.).
Deutschland sorgte im Stadion Grbavica in Sarajevo sofort für Gefahr vor dem österreichischen Tor: Felicia Strässers Schuss wurde aber ins Toraus abgeblockt. Nach der anschließenden Ecke kam Kapitänin Maj Schneider am Fünfer an den Ball, doch Vivien Grabenhofer im österreichischen Tor schnappte sich das Spielgerät, bevor die Freiburgerin zum Abschluss kommen konnte (3.). Das DFB-Team musste aufgrund einer Gelbsperre auf die Verteidigerin Luzie Zähringer verzichten. Doch auch mit Lina Száraz blieb die Dreierkette kompakt und konnte in der Anfangsphase alle österreichischen Bemühungen im Keim ersticken.
Strässer hatte dann plötzlich die Chance zur Führung: Börner wurde auf der linken Seite tief geschickt, stürmte auf dem Weg zum Tor an zwei Österreicherinnen vorbei und bediente Strässer, die auf Höhe des Elfmeterpunkts völlig frei stand. Doch die Bremerin setzte den Ball übers Tor (32.). Vor dem Halbzeitpfiff wurde Deutschland offensiv immer zwingender. Strässer versuchte es mit einer Flanke aus dem Halbfeld auf Emma Memminger, die Ronja Leidler überraschte, als sie von hinten anrauschte und zum gut platzierten Kopfball aufstieg. Vivien Grabenhofer im österreichischen Tor kam aber gerade noch so an den Ball und verhinderte die deutsche Führung (43.). Begleitet von lauten Sprechchören der deutschen Fans ertönte kurz darauf der Halbzeitpfiff.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich ein ähnliches Bild. Österreich stand tief, verteidigte die deutschen Angriffe effektiv und lauerte auf Konter. Deutschland fuhr noch hochfrequentiertere gefährliche Angriffe, vor allem über Strässer und Memminger, und verzweifelte mitunter an den hartnäckigen Österreicherinnen. Memminger, sehenswert durch die österreichische Abwehrkette bedient, musste an der linken Fünferkante nur noch einschieben, wartete aber einen Augenblick zu lange und wurde dann von Maja Keckeis geblockt – bis zu diesem Zeitpunkt die beste Chance für Deutschland (46.).
Österreich wurde dann auch einmal gefährlich: Valentina Pötzl dribbelte sich auf Höhe des Sechzehners frei, schoss dann aber deutlich über das deutsche Gehäuse. Deutschland wurde derweil immer zwingender. Mit einem kurzen Pass beim Freistoß aus aussichtsreicher Position überraschte Laila Portella die österreichische Verteidigung, doch ein österreichisches Bein war wieder dazwischen (52.). Kurz darauf war Portella wieder glücklos, ihr Kopfball nach Eckball rauschte am Tor vorbei (54.) – die Führung hätte sich die deutsche Mannschaft zu diesem Zeitpunkt längst verdient gehabt.
Für mehr Offensiv-Power sollte dann Leonie Köpp sorgen, die für Paula Rintzner in die Partie kam. Doch die Partie flachte im weiteren Spielverlauf etwas ab, viele intensive Zweikämpfe prägten das Mittelfeld, und die Österreicherinnen, die die Räume noch enger machten, erschwerten es dem DFB-Team, sein offensives Potenzial voll auszuschöpfen. Für die Österreicherinnen versuchte es dann Valentina Pötzl noch einmal, ihr Distanzschuss flog aber am Tor vorbei (84.), und Memmingers Schuss aus 20 Metern streifte kurz darauf die Latte des österreichischen Tors (88.). Auch die dreiminütige Nachspielzeit brachte keine Entscheidung – Verlängerung!
Neben zwei Eckbällen und zahllosen wirkungslosen Flanken aus dem Halbfeld der deutschen Mannschaft war es nur Köpp, die in der Anfangsphase der Verlängerung für Torgefahr sorgte, doch ihr Schlenzer aus 18 Metern verfehlte abermals das Tor (94.). Viele Spielunterbrechungen und kleinere Fouls ließen keinen wirklichen Spielfluss zu, man merkte beiden Mannschaften an, dass sie schon 90 Minuten in den Beinen hatten. Deutschland kämpfte, war aber vor dem Tor nicht zielstrebig genug.
Und dann endlich der Führungstreffer: Tessa Zimmermann lauerte nach einer weiteren Ecke am langen Pfosten und köpfte den Ball wuchtig ins österreichische Tor zum 1:0 (109.). Nach zahllosen Chancen war Vivien Grabenhofer im österreichischen Tor endlich geschlagen – emotionales Feuerwerk auf der deutschen Bank. Doch noch musste das DFB-Team elf Minuten über die Zeit bringen, und diese gestalteten sich kämpferisch. Österreich drängte nun nach vorne, doch mit vereinten Kräften verteidigten die U 19-Frauen die Führung.







































