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·7 février 2026

18 Tore in zwei Spielen gegen Magdeburg: 20-Minuten-Blackout offenbart das Problem bei Greuther Fürth

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Die SpVgg Greuther Fürth verliert trotz Aufholjagd 4:5 gegen den 1. FC Magdeburg. Trainer Vogel spricht von einem totalen Blackout nach dem Einbruch.

Fünf Gegentore in 24 Minuten. Man muss diese Zahl einen Moment wirken lassen, um zu verstehen, was am Freitagabend im Ronhof passiert ist. Die SpVgg Greuther Fürth führte nach acht Minuten gegen den 1. FC Magdeburg und lag eine Viertelstunde später mit 1:5 hinten. Was dazwischen geschah, entzieht sich jeder rationalen Erklärung.


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Trainer Heiko Vogel fand nach dem Abpfiff deutliche Worte: totaler Blackout, haarsträubend, ein No-Go. Es sind Begriffe, die man normalerweise vermeidet, weil sie nach Ausrede klingen. In diesem Fall treffen sie den Kern. Zwanzig Minuten, die er so noch nie erlebt habe, sagte Vogel. Wer die Szenen gesehen hat, versteht, was er meint. Eine Mannschaft, die sich in ihre Einzelteile zerlegen ließ, ohne dass der Gegner dafür Außergewöhnliches hätte leisten müssen.

Das Bittere für Fürth: Die Aufholjagd in der zweiten Halbzeit bewies, dass diese Mannschaft Fußball spielen kann. Drei Tore holten die Franken noch auf, in der Schlussphase fehlte nicht viel zum Ausgleich, man verlor 4:5. Doch genau das macht die Sache noch schlimmer. Wer so zurückkommt, hätte niemals so einbrechen dürfen. Die Qualität ist da, die Stabilität fehlt.

Schon das Hinspiel war irre

Schon das Hinspiel endete 5:4, damals für Fürth - durch ein Tor in der neunten Minute der Nachspielzeit. Neun Tore damals, neun Tore jetzt: Beide Vereine haben seit dem vierten Spieltag den Trainer gewechselt, beide stecken im Abstiegskampf. Doch während Magdeburg unter Petrik Sander ruhigeren Ufern entgegensteuert, droht Fürth den Anschluss zu verlieren.

Der Tabellenletzte kann sich solche Aussetzer nicht leisten. Nicht in dieser Liga, nicht in dieser Situation. Die Zweite Liga verzeiht keine Blackouts, schon gar nicht über zwanzig Minuten. Jeder Punkt zählt, jedes Gegentor kann am Ende der Saison den Unterschied zwischen Klassenerhalt und Abstieg bedeuten.

Vogel sagte, es tue ihm leid für alle, die im Stadion waren. Das ist ehrlich, aber es reicht nicht. Die Fans im Ronhof haben eine Erklärung verdient, wie so etwas passieren konnte. Und sie haben eine Mannschaft verdient, die in entscheidenden Momenten nicht kollabiert.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Fürth aus diesem Abend lernt oder ob er symptomatisch für die Saison steht. Die Qualität im Kader gibt Hoffnung. Die mentale Fragilität gibt Anlass zur Sorge. Beides gleichzeitig – das ist das Problem der SpVgg Greuther Fürth.

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