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·10 avril 2026
"2. Liga gegen 3. Liga": Wollitz stichelt vor Topspiel gegen den VfL

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Nach zwei Siegen in Folge ist Energie Cottbus als Tabellendritter wieder ganz dick im Aufstiegsrennen – und reist nun zu Tabellenführer VfL Osnabrück (Sonntag, 13:30 Uhr). Im Vorfeld der Partie ließ es sich Trainer Claus-Dieter Wollitz nicht nehmen, ein wenig gegen seinen Ex-Verein zu sticheln.
Erster gegen Dritter: Es ist das Topspiel des 33. Spieltages. Nachdem die Lila-Weißen unter der Woche in Duisburg verloren haben, könnte Energie mit einem Sieg bis auf einen Zähler an den VfL heranrücken. "Ich kann nur sagen: Wir sind bereit", sagte Wollitz am Dienstagabend nach dem Heimsieg gegen 1860 München – und stichelte in Richtung des VfL Osnabrück, für den er einst als Spieler und Trainer tätig war: "Die haben ja schon die 2. Liga in der Schublade, wie deren sportlicher Leiter gesagt hat. Wir haben nichts zu verlieren, wir können nur gewinnen. 2. Liga gegen 3. Liga, Favorit gegen Außenseiter, wird doch ein schönes Spiel."
Der 60-Jährige spielte damit auf Aussagen von Joe Enochs an, der nach dem Heimsieg gegen Schweinfurt am letzten Samstag darüber gesprochen hatte, dass im Hintergrund die Planungen für die 2. Liga laufen und bereits "sehr weit fortgeschritten" seien. Dass ein Klub, der um den Aufstieg mitspielt, zweigleisig plant, ist zu diesem Zeitpunkt allerdings völlig normal – und dürfte bei Energie Cottbus nicht anders sein. Entsprechend stellt sich die Frage, warum Wollitz explizit darauf eingeht. Vermutlich, um den Druck von seiner Mannschaft zu nehmen. Allerdings hatte Enochs noch betont, dass es noch nichts zu feiern gebe und alle Beteiligten auf dem Teppich bleiben sollen. Das erwähnte der Energie-Coach jedoch nicht.
Bei der Spieltags-Pressekonferenz am Freitag blieben neuerliche Sticheleien aus, stattdessen betonte Wollitz, "dass wir bei uns bleiben müssen". Es gelte, den Schwung und das Momentum aus den beiden 3:0-Siegen gegen Havelse und 1860 mitzunehmen. "Dafür brauchen wir Wucht, müssen mutig sein und wollen attackieren." Das Ziel ist klar: "Wir wollen das beste Spiel der Saison machen."
Neben einer starken Leistung seiner Mannschaft hofft Wollitz zudem auf eine gute Schiedsrichter-Leistung. In den letzten Wochen und Monaten seien den Unparteiischen in der 3. Liga – nicht nur bei den Spielen von Energie Cottbus, sondern insgesamt – zu viele Fehler unterlaufen, "die nicht passieren dürfen". Wollitz vermisst eine "einheitliche Linie" und berichtete aus eigentlich vertraulichen Gesprächen mit Trainerkollegen, dass diese in Bezug auf die Schiedsrichter oft von einer "Kirmes-Liga" sprechen würden. Zumindest auf dem Papier ist für Sonntag aber eine gute Leistung der Unparteiischen zu erwarten, pfeift mit Patrick Ittrich doch ein Bundesliga-Schiedsrichter. Wie Wollitz betonte, spreche die Ansetzung für sich.
Besondere Gefühle aufgrund der Tatsache, an seine alte Wirkungsstätte zurückzukehren, verspürt er indes nicht: "Ich glaube nicht, dass man zwei Vereine lieben kann." Er freue sich einfach, mit Energie wieder um den Aufstieg spielen zu können. Alles andere spiele keine Rolle. Personell kann der 60-Jährige aus dem Vollen schöpfen, wenngleich die Partie für die zuletzt angeschlagenen Jonas Hofmann (nach Muskelverletzung), Leon Guwara (nach Oberschenkelverletzung) und Tolga Cigerci (nach Muskelfaserriss) noch zu früh komme. 1.500 Fans werden Energie am Sonntag begleiten – ob sie den dritten Sieg in Folge bejubeln dürfen? Es wäre ein Statement im Aufstiegsrennen.









































