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·15 mai 2026
8-Millionen-Flop? Machino kämpft um seine Gladbach-Zukunft

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·15 mai 2026

Borussia Mönchengladbach investierte im vergangenen Sommer rund acht Millionen Euro in Shuto Machino. Der japanische Nationalspieler wurde als variable Offensivwaffe verpflichtet und sollte hinter beziehungsweise neben Tim Kleindienst agieren. Besonders bei Holstein Kiel wich Machino immer wieder auf die Flügel aus, um Räume zu schaffen und Lücken in gegnerischen Defensivreihen zu reißen. Am 26.04.2025 spielte Kiel zuhause gegen Borussia Mönchengladbach und der 26-Jährige überzeugte mit zwei Treffern beim spektakulären 4:3-Erfolg gegen die Fohlen.
Der damalige Gladbach-Sportchef Roland Virkus machte sich vor Ort selbst ein Bild von Machino und entschied sich anschließend dazu, den Offensivspieler für rund acht Millionen Euro zu verpflichten. Bislang hat sich der Transfer allerdings nicht ausgezahlt. Machino verpasste die komplette Sommervorbereitung unter Gerardo Seoane und als er gerade wieder fit war, folgte bereits der Trainerwechsel. Borussia entließ Seoane und beförderte Eugen Polanski zunächst zum Interims- und später zum Cheftrainer.

Zweite Chance für Machino in Gladbach? Photo by Fabio Deinert/Getty Images
Insgesamt kommt Machino zwar auf 31 Einsätze, stand allerdings lediglich neunmal in der Startelf und erzielte dabei nur drei Tore sowie eine Vorlage. Cheftrainer Eugen Polanski bekommt den flexiblen Angreifer bislang nicht wirklich in seine defensive Grundausrichtung integriert. Auch deshalb kommt der 14-fache japanische Nationalspieler bei den Fohlen kaum richtig zur Entfaltung.
Auf der Pressekonferenz vor dem letzten Bundesligaspiel gegen die TSG Hoffenheim wurde die Personalie intensiv diskutiert. Polanski deutete dabei zumindest ein mögliches Einstellungs- beziehungsweise Mentalitätsproblem an. Während andere Spieler aktiv das Gespräch suchen würden, wenn sie nicht spielen, nehme Machino seine Rolle auf der Bank eher stillschweigend hin. Polanski verwies dabei auf die japanische Kultur und deutete an, dass dies möglicherweise ein Grund für Machinos zurückhaltendes Auftreten sei.
Auch Sportchef Rouven Schröder äußerte sich zur Situation des Japaners und ließ einen möglichen Abschied im Sommer zumindest offen. Schröder erklärte, dass man sich bereits mit der Spielerseite austausche und gemeinsam schauen müsse, was der Spieler möchte und welche Vorstellungen Borussia habe. Gleichzeitig betonte Schröder, dass Machino in seiner Karriere oftmals im zweiten Jahr deutlich stärker gewesen sei.
Statistisch lässt sich diese Aussage allerdings nur bedingt belegen. Bereits nach seinem Wechsel von Japan zu Holstein Kiel kam Machino in seiner ersten Zweitliga-Saison direkt auf 31 Einsätze, fünf Tore und sechs Vorlagen und war maßgeblich am Aufstieg der Kieler beteiligt. Auch bei seinen vorherigen Stationen innerhalb Japans funktionierte der Angreifer bereits im ersten Jahr durchaus gut.

Schröders verwirrende Aussage zu Machino – IMAGO / Revierfoto
Sollte Borussia im Sommer ein Angebot für Machino erhalten, dürfte man deshalb zumindest gesprächsbereit sein. Problematisch bleibt allerdings die hohe Ablösesumme. Laut Transfermarkt.de könnte sich die ursprünglich vereinbarte Ablöse durch Bonuszahlungen sogar auf bis zu zehn Millionen Euro erhöhen. Ein Verkauf im kommenden Sommer würde daher vermutlich mit einem deutlichen finanziellen Verlust einhergehen.
Grundsätzlich könnte Machino in einem anderen System beispielsweise in einem 4-3-3 oder 3-4-3 als Flügelstürmer durchaus eine wichtige Rolle spielen. Die aktuelle defensive Ausrichtung unter Eugen Polanski kommt dem Japaner allerdings kaum entgegen. Gleichzeitig muss Machino selbst an seiner Einstellung und Einsatzbereitschaft auf dem Platz arbeiten, um sich langfristig bei Borussia Mönchengladbach durchsetzen zu können.
Glaubt ihr, dass es mit Shuto Machino bei Borussia Mönchengladbach weitergeht? Schreibt es in die Kommentare!
🖊 Autor: Jan David Busch
📷 Photo by Lars Baron/Getty Images







































