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·7 avril 2026

Abstieg besiegelt: Schweinfurt geht nach nur einem Jahr wieder runter

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Schon seit einigen Wochen steht der Abstieg des 1. FC Schweinfurt so gut wie fest, nun ist dieser auch rechnerisch besiegelt. Nach der 1:3-Niederlage gegen Rot-Weiss Essen am Dienstagabend liegen die Schnüdel vor den letzten sechs Partien weiterhin 19 Punkte hinter den Nicht-Abstiegsrängen, was in den verbleibenden sechs Partien nicht mehr aufzuholen ist. Die Unterfranken sind damit der erste Absteiger der laufenden Saison.

Kader nicht drittligatauglich

23 Jahre lang hat der 1. FC Schweinfurt nach dem Abstieg aus der 2. Liga im Jahr 2002 gebraucht, um in den bezahlten Profifußball zurückzukehren. Nun endet das Abenteuer 3. Liga nach nur einer Saison schon wieder. Abgezeichnet hatte sich der Abstieg bereits während der Hinrunde, in der die Schnüdel gerade mal sechs Punkte holten und damit einen Negativrekord in der Historie der 3. Liga aufstellten.


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Die Rückrunde verlief angesichts von elf Zählern aus den bisherigen 13 Partien zwar etwas besser, reichte aber bei weitem nicht aus, um noch Chancen auf den Klassenerhalt zu haben. Insgesamt verloren die Unterfranken 25 ihrer 31 Partien und stellen sowohl den schwächsten Angriff (nur 30 Tore) als auch die anfälligste Defensive (76 Gegentore). Wenig überraschend belegt der F05 zudem in der Heim- und Auswärtstabelle jeweils den letzten Platz. Auch der Trainerwechsel von Victor Kleinhenz hin zu Jermaine Jones sorgte nicht mehr für die Wende. Lediglich zweimal gingen die Schnüdel in den acht Partien unter der Leitung des früheren Bundesliga-Spielers als Sieger vom Platz.

Letztlich muss konstatiert werden, dass der Kader nicht drittligatauglich ist. Ausschlagend bei der Suche nach Verstärkung war vor der Saison vor allem die Regionalität. Dabei sei das Team aus Sicht von Geschäftsführer Markus Wolf "fußballerisch nicht zu schlecht für diese Liga", wie er Ende Februar in einem Interview mit der "Main Post" sagte. Allerdings sei es eine "falsche Einschätzung" gewesen, die Liga nur mit guten Fußballern halten zu können. "Im Nachhinein hätten ein paar mehr Spieler, die ihre Stärken in der Mentalität und Athletik haben, dem Gefüge sicherlich gutgetan." Gerade zu Beginn der Spielzeit zahlten die Schnüdel viel Lehrgeld und verloren zwölf der ersten 13 Partien.

Direkter Wiederaufstieg als Ziel

Nach dem direkten Wiederabstieg soll es nun allerdings nicht wieder 23 Jahre bis zur Rückkehr in den Profifußball dauern. Wolf sprach zuletzt davon, dass die Regionalliga nur eine "Ehrenrunde" sein soll. "Demnach heißen die Ziele: Profibedingungen und Wiederaufstieg. Sonst können wir es auch sein lassen." Personelle und infrastrukturelle Komponenten sollen "weitgehend" erhalten bleiben, wenn auch in etwas kleinerem Rahmen.

Für den direkten Wiederaufstieg plant der FC05 mit einem Kader aus maximal 25 Spielern. "Qualität statt Quantität", soll die Maßgabe lauten. "Und mehr darauf achten, dass das Team vom Tempo, der Schnelligkeit und Robustheit her ausgewogener ist." Derzeit sei das Team "etwas zu weich", so Wolf. "Manchmal habe ich das Gefühl, da spielt David gegen Goliath. Wir werden oft körperlich aus dem Spiel genommen." Ob es mit Trainer Jermaine Jones in der Regionalliga weitergeht, ist noch offen. Der Vertrag des früheren Bundesliga-Spielers läuft nur bis zum Ende der Saison, und ein Bekenntnis für einen Verbleib hat er bislang nicht abgegeben.

Bevor die Schnüdel in der kommenden Saison wieder in die Regionalliga spielen, wird es im Endspurt aber noch darum gehen, nicht der schlechteste Absteiger der Drittliga-Geschichte zu werden. Das ist momentan noch die U23 des SV Werder Bremen, die in der Saison 2011/12 nur 22 Punkte holte. Mindestens sechs Zähler brauchen die Schweinfurter aus den verbleibenden sechs Partien somit noch. Mit nur einer weiteren Niederlage wäre Schweinfurt zudem das Team, das am häufigsten in einer Saison verloren. Auch den Gegentor-Rekord von Carl Zeiss Jena (85) aus der Spielzeit 2019/20 könnte Schweinfurt noch knacken.

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