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·15 janvier 2026
Alles, was ihr zum 20. Spieltag wissen müsst

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Die Winterpause neigt sich dem Ende entgegen und der Rückrundenauftakt steht an. Stellt sich die Frage, welchem Spitzenteam es gelingt, die guten Leistungen der Hinrunde zu bestätigen? Und natürlich, welche Krisenkinder im neuen Jahr den Bock umstoßen können? Erste Antworten wird der 20. Spieltag liefern. Die Details zum Spieltag erfahrt ihr wie gewohnt in unserer Vorschau.
Von der türkischen oder spanischen Sonne zurück ins kalte Deutschland. Diese Herausforderung gilt es für elf Drittligisten zu bewältigen, die sich in einem Wintertrainingslager für die Rückrunde warmgeschwitzt haben. Die anderen neun Vertreter der 3. Liga (darunter unter anderem Osnabrück, Cottbus und Rostock) bevorzugten die heimischen Gefilde für die Vorbereitung – und dürften jetzt womöglich einen kleinen Vorteil haben, da sie besser mit den widrigen Bedingungen vertraut sind.
Ob dem wirklich so ist, wird sich ab Freitagabend zeigen. Den Auftakt macht das Donauderby zwischen Regensburg und Ingolstadt, ehe dann am Samstag das volle Programm ansteht. 1860 München empfängt Essen zum Drittliga-Schlager und Rostock Aue zum Ostderby. Krisenkind Saarbrücken hofft ausgerechnet gegen Herbstmeister Cottbus auf die Trendwende, während Ulm seine Aufholjagd mit einem Sieg gegen Wiesbaden einleiten will. Der Überraschungszweite aus Verl empfängt Mannheim. Am Sonntag steigt schließlich der ambitionierte Aufsteiger aus Duisburg mit einem Gastspiel bei Stuttgart II ins Geschehen ein.
Regensburg vs. Ingolstadt: Donauderby macht den Auftakt
Der Trend stimmt: Nach einem schwachen Saisonstart arbeitete sich Jahn Regensburg im Spätherbst ins Tabellenmittelfeld vor, sodass der Zweitliga-Absteiger als Dreizehnter – und damit einen Platz vor Ingolstadt – überwinterte. Die beiden bayerischen Rivalen eint der Wunsch, in der Rückrunde (weiter) Boden gut zu machen. Dafür legten beide auf dem Transfermarkt nach: Regensburg verpflichtete unter anderem John Posselt vom TSV Havelse, während die Schanzer Innenverteidiger Georgios Antzoulas und Stürmer Mason Toye an Land zogen.
Zum Jahresauftakt stehen sich Regensburg und Ingolstadt im direkten Duell gegenüber – es ist bereits das dritte Donauderby der Saison. Am ersten Spieltag führte der FCI bis in die Nachspielzeit, ehe Regensburg doch noch zum Ausgleich kam. Ein Problem, das sinnbildlich für die Ingolstädter Hinrunde steht: Die Schanzer verspielten nach Führung insgesamt 20 Punkte. Im Viertelfinale des bayerischen Landespokals jubelte am Ende ebenfalls der Jahn – über einen Erfolg im Elfmeterschießen. Geht im dritten Anlauf nun erstmals Ingolstadt als Sieger vom Platz?
1860 München vs. Essen: Verletzungssorgen gegen Aufstiegswünsche
1860 München gegen Rot-Weiss Essen! Das ist ohne Frage einer der großen Klassiker der 3. Liga. Nun treffen die beiden Altmeister zum Jahresauftakt aufeinander – und dabei geht es für beide Seiten darum, die Rückrunde, für die sich beide viel vorgenommen haben, mit einem Erfolgserlebnis einzuleiten. Während RWE nur das schlechtere Torverhältnis vom Relegationsplatz trennt, sind es bei den Löwen vier Punkte. Entsprechend wichtig ist es für die Sechzger, das Heimspiel gegen die Koschinat-Elf nicht verlieren.
Erschwerend kommt für die Löwen dazu, dass Trainer Markus Kauczinski gegen Essen aufgrund zahlreicher verletzungsbedingter Ausfälle auf bis zu zehn Spieler verzichten muss. Zudem fehlt Kapitän und Mittelfeldmotor Thore Jacobsen gesperrt. Hoffnung macht aus Sicht der Sechzger dafür der Blick in die Bilanz: Zehn der 19 Duelle konnte 1860 gewinnen, RWE nur zwei. Dazu beitragen, die Bilanz aus Essener Sicht zu verbessern, könnten möglicherweise die beiden Winterneuzugänge Danny Schmidt und Verteidiger Ben Hüning.
Saarbrücken vs. Cottbus: Herbstmeister gegen Krisenkind
Was war das für ein spannendes Hinspiel im LEAG Energie Stadion! Cottbus und Saarbrücken lieferten sich einen spektakulären Schlagabtausch, der durch ein Eigentor von Tim Campulka in der sechsten Minute der Nachspielzeit mit 3:3 endete. Die beiden Spitzenteams der Vorsaison starteten also mit einem Remis in die Saison. Ein halbes Jahr später sind die Vorzeichen ganz andere: In Cottbus herrscht ob der Herbstmeisterschaft eitel Sonnenschein, während Saarbrücken angesichts von zwölf sieglosen Spielen tief in der Krise steckt.
Keine Frage: Ein Erfolgserlebnis zum Rückrundenauftakt wäre für den FCS Gold wert. Schließlich sind die Saarländer mittlerweile bis auf Platz 15 abgerutscht und liegen nur noch einen Punkt vor der Abstiegszone. Die Truppe von Trainer Jürgen Luginger steht unter Zugzwang! Im Cottbuser Lager herrscht dagegen maximal positiver Druck. Der FCE möchte gerne an die positive Hinrunde anknüpfen. Durch den mutigen Verkauf des ehemaligen Publikumslieblings Elias Bethke ist im Übrigen auch die Frage der Nummer 1 geklärt: Der in der Hinrunde überzeugende Marius Funk wird weiterhin im Kasten bleiben.
Rostock vs. Aue: Traditionsreiches Ostderby im Ostseestadion
Es ist das Ostderby mit der weitesten Distanz: Ostsee-Vertreter Hansa Rostock gegen Erzgebirge Aue aus dem Süden Sachsens. Insgesamt standen sich die beiden Rivalen schon 82-mal gegenüber – oft mit dem besseren Ausgang für den dreifachen DDR-Meister aus Aue, der 34 Duelle gewinnen konnte. Rostock kommt auf 26 Siege. An diese positive Bilanz würden die Veilchen um Ex-Hansa Trainer Jens Härtel nun nur zu gerne anknüpfen, schließlich befindet sich der FCE angesichts von nur einem Punkt Vorsprung auf die Abstiegsplätze unter Zugzwang.
Mit Spannung darf beobachtet werden, wer bei den Veilchen am Samstag das Tor hüten wird. Kehrt Urgestein Martin Männel nach überstandener Verletzung zurück? Oder darf der in seiner Abwesenheit überzeugende Louis Lord erneut ran? Für Gastgeber Rostock gilt es, die starke zweite Hinrundenhälfte zu bestätigen, die den FCH bis auf zwei Punkte an die Aufstiegszone herangebracht hat. Die Mission für die Rückrunde ist klar: Am Saisonende soll ein Platz in den Top 3 zu Buche stehen.
Aachen vs. Osnabrück: Endet der Aachener Heimfluch?
Im Schnitt strömen rund 21.400 Zuschauer in den Aachener Tivoli, um ihre Lieblinge zu unterstützen. Und dennoch will es vor heimischem Publikum bisher allzu oft nicht funktionieren. In sieben der bisherigen neun Heimspiele schlichen die Schwarz-Gelben am Ende als Verlierer vom Platz – das macht Platz 19 in der Heimtabelle. Im neuen Jahr soll nun alles besser werden. Am besten gleich mit einem Heimsieg gegen den VfL Osnabrück – pünktlich zum 125-jährigen Vereinsjubiläum.
Hoffnung macht aus Aachener Sicht die Erinnerung an den vergangenen April, als der TSV zu Hause 1:0 gegen Osnabrück gewinnen konnte. Auch die Bilanz fällt mit 22 Siegen in 46 Duellen klar positiv aus, schließlich kommt der VfL nur auf 13 Erfolge. Doch nicht nur Aachen, sondern auch Osnabrück dürfte sich für den Rückrundenauftakt einiges vorgenommen haben. Die Lila-Weißen möchten an die über weite Strecken sehr erfolgreiche Hinrunde anknüpfen, die erst kurz vor Weihnachten mit drei Niederlagen aus vier Spielen einen kleinen Dämpfer erlitten. Große Hoffnungen ruhen bei den Niedersachsen auf Julian Kania, der im Winter per Leihe aus Bielefeld kam.









































