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·15 mars 2026
Aufschwung an der Weser: Die Thioune-Tricks bei Werder

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·15 mars 2026

Für seine bescheidenen Verhältnisse konnte Werder Bremen eine beinahe schon beeindruckende Siegesserie von zwei Dreiern am Stück hinlegen. Das war dem Kultklub von der Weser im bisherigen Saisonverlauf der Bundesliga noch gar nicht gelungen. Die Siege über den 1. FC Heidenheim und Union Berlin gaben nun nicht nur wichtige Punkte im engen Abstiegskampf, sondern auch neuen Mut und ein etwas breiteres Kreuz vor der heißen Saisonphase der Spielzeit 2025/26. Die Stimmung in Bremen geht spürbar bergauf – und das hat seine Gründe.
Mit der Neubesetzung des Trainerpostens durch Daniel Thioune, der den eher erfolglosen Vorgänger Horst Steffen ablöste, konnte Werder einen Effekt erzeugen, der etwas Anlaufzeit benötigte, nun aber erste Früchte trägt. "Das zarte Pflänzchen müssen wir weiter pflegen“, sagte Thioune nun vor dem nächsten Abstiegskrimi gegen Mainz 05 am heutigen Sonntag (Anstoß 15:30 Uhr). Der Aufschwung liegt wohl vor allem auch daran, dass die Herangehensweise des früheren Düsseldorf-Trainers eine gänzlich andere zu sein scheint als die von Ex-Coach Horst Steffen.

Thiounes Vorgänger Horst Steffen hatte die Mannschaft zunehmend verloren | Christian Verheyen/GettyImages
Nach Angaben derBild bringt sich Daniel Thioune deutlich mehr ein als sein Vorgänger Horst Steffen, der eher im Hintergrund agierte und die Leitung der Trainingseinheiten seinem Co-Trainer Duarte überließ. Thioune steht nun selbst im Mittelpunkt der Trainingssteuerung und -leitung und gibt den Ton an. Mit diesem Ton scheint der 51-jährige Cheftrainer auch die Ohren seiner Spieler zu treffen. Das zeigen vor allem die Statistiken. Unter Thioune laufen die Werderaner im Schnitt zwei Kilometer mehr pro Partie und konnten auch in Sachen Sprints und schnelle Läufe ordentlich zulegen. Die Überzeugung an der Weser scheint unter Thioune also wieder angestiegen zu sein und vorherige Kritikpunkte aus dem Inneren der Mannschaft verblassen allmählich. Werder-Kapitän Marco Friedl kritisierte im bisherigen Saisonverlauf schließlich bereits: "Es gab vorher Phasen, da hatte ich nicht das Gefühl, dass wir alles probiert haben.“ Das scheint sich geändert zu haben und die Bremer haben den Kampf um den Klassenerhalt unter Thioune endlich angenommen.

Daniel Thioune beim Werder-Training | picture alliance/GettyImages
Während Horst Steffen im Saisonverlauf zunehmend den Rückhalt der Mannschaft verloren haben soll, scheint Daniel Thioune aktuell den vollen Support zu haben und an Rückhalt dazu zu gewinnen. Das liegt wohl vor allem daran, dass der Trainer als Speerspitze vorangeht und dennoch den Draht zu seinen Spielern nicht aus der Hand gibt. "Ich führe viele Gespräche. Es tut den Spielern gut, gesehen zu werden. Ich gebe ihnen Wertschätzung, zeige ihnen, was noch möglich ist, und setze sie da ein, wo sie am besten sind“, so Thioune, der sicherlich darauf hoffen dürfte, dass die Erfolgsserie auch gegen Mainz noch nicht reißt.
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