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·8 janvier 2026
Auftakt 2026: Schlüsselspiele für den 1. FC Köln im Kampf um den Klassenerhalt

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Hendrik Broschart
8 Januar, 2026
Nach dem enttäuschenden Jahresabschluss gilt es für die Geißböcke nach der Winterpause, die ganz große Krise abzuwenden: Das ist das Auftaktprogramm des 1. FC Köln im Januar.

Der 1. FC Köln steht vor einem richtungsweisendem Jahresauftakt. (Photo by Lars Baron/Getty Images)
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Der 1. FC Köln hat seine Wintervorbereitung im spanischen La Nucia nahezu abgeschlossen und sich mit einem 2:1-Testspielsieg gegen den Schweizer Erstligisten FC Lugano für den Rückrundenstart warmgespielt. Nach den letzten beiden geheimen Einheiten am Donnerstag reist die Mannschaft am Freitag weiter. Cheftrainer Lukas Kwasniok nutzte die Woche in Spanien, um sein Team auf das wichtige Ligaspiel am kommenden Samstag gegen den 1. FC Heidenheim einzustellen. Nach der Rückkehr aus Spanien wartet auf die Kölner ein wegweisendes Auftaktprogramm im neuen Jahr.
Fünf Spiele innerhalb von drei Wochen werden richtungsweisend sein, ob es Entspannung oder nervenaufreibender Abstiegskampf bei den Geißböcken heißen wird. Drei dieser Partien sind direkte Duelle mit Konkurrenten um den Klassenerhalt, dazwischen wartet mit dem FC Bayern der obligatorische Tabellenführer.
Den Bundesliga-Jahresauftakt bestreitet der 1. FC Köln am Samstag um 15:30 Uhr beim 1. FC Heidenheim. Das Team von Frank Schmidt steht nach 15 Spieltagen auf dem 17. Tabellenplatz und befindet sich damit auf einem direkten Abstiegsplatz. Nach der dramatischen Last-Minute-Rettung gegen die SV Elversberg in der Relegation in der Vorsaison gerieten sie in der neuen Spielzeit direkt ins Hintertreffen. Zehn Niederlagen schlagen bereits zu Buche, so viele wie bei keinem anderen Bundesligisten. Mit 34 Gegentoren kassierte Heidenheim zudem mehr Treffer als jedes andere Team der Liga und stellt gleichzeitig den schwächsten Angriff.
Dennoch besteht Hoffnung auf der Ostalb: Mit nur elf gesammelten Punkten liegt Heidenheim lediglich einen Zähler hinter dem Relegationsrang und drei Punkte hinter Platz 15. „Es kommen die Spiele gegen Mannschaften, die näher an uns dran sind. Obwohl wir wenig Punkte haben, ist der Abstand nicht so groß, dass man keine Fantasie haben könnte, dass wir nicht noch ein, zwei, drei Plätze nach vorne rutschen könnten“, erklärte Trainer Frank Schmidt gegenüber dem SWR. An die Partie gegen Köln knüpft er klare Erwartungen: „Wir werden uns schon Gedanken machen, was wir zu tun haben, damit wir am 10. Januar zu Hause gegen Köln einen Schritt weiter sind“, kündigte Schmidt am ARD-Mikrofon an.
Nach Heidenheim folgt am 14. Januar um 20:30 Uhr die wohl größte Herausforderung zum Jahresbeginn: Der FC Bayern München ist zu Gast im RheinEnergieStadion. Die Erinnerungen an die Pokalpartie Ende Oktober dürften bei den Kölnern noch frisch sein. Damals gelang es dem FC, den Rekordmeister erstmals in dieser Saison in Rückstand zu bringen, als Ragnar Ache nach einer Hereingabe von Isak Johannesson per Kopf die verdiente Führung lieferte. Zwar glich Bayerns Luis Díaz den Rückstand bereits nach drei Minuten aus, bemerkenswert war jedoch, wie sehr es dem FC gelang, die Bayern tief in ihre Hälfte zu drängen und sie am eigenen Strafraum einzuschnüren.
Kwasnioks Erfolgsrezept für die ersten zehn Minuten, eine Mischung aus leidenschaftlichem Kampf und der Unterstützung aus der Kurve, hatte die Mannschaft von FCB-Trainer Vincent Kompany zumindest zeitweise aus dem Spiel genommen. Einen Sieg gegen die Übermacht von der Isar hat in dieser Saison bislang noch kein Bundesligist geschafft. Am nächsten dran war der 1. FSV Mainz 05 am 14. Spieltag, als es dem Tabellenführer nur mit viel Fortune gelang, durch einen späten Treffer vom Elfmeterpunkt durch Stürmer Harry Kane eine überraschende Niederlage abzuwenden. Die Standardschwäche wäre den Bayern gegen Mainz fast zum Verhängnis geworden.
Ohne Zweifel wird das Aufeinandertreffen Mitte Januar an einem guten Tag wie schon im Pokal zugunsten des Ligaprimus ausgehen. Doch die jüngsten Auftritte der Münchner zeigen: Überraschen lassen sich auch die Bayern. Für den FC geht es darum, das Momentum aus einem möglichen Sieg in Heidenheim mitzunehmen und den Bayern vor heimischer Kulisse ein Bein zu stellen.
Für den 1. FC Köln endet die englische Woche mit einer weiteren Partie gegen einen Konkurrenten um den Klassenerhalt. Nur drei Tage nach dem Spiel gegen die Bayern gastiert der 1. FSV Mainz 05 in Köln (17. Januar, 15:30 Uhr). Mit acht Punkten nach 15 Spieltagen stehen die Rheinhessen auf dem letzten Tabellenplatz. Seit der Verpflichtung des Schweizer Trainers Urs Fischer hat Mainz zwar noch kein Spiel verloren, wartet aber auch noch auf den ersten Sieg unter dem neuen Coach. Mit nur 13 Treffern vor dem Wiedereinstieg in den Ligabetrieb stellt Mainz zudem den schwächsten Angriff der Liga.
Neuzugang Philipp Tietz soll dabei helfen, die Sturmflaute zu beenden. Der 1,90 Meter große Mittelstürmer kommt vom FC Augsburg, wo es für den 28-Jährigen in der laufenden Saison bisher nicht rund lief. Stand jetzt kam er nur auf einen Saisontreffer. Dennoch erhält Fischer mit Tietz mehr Optionen und Variabilität im bislang allzu statischen Offensivspiel der Mainzer. Zudem könnte der Stürmer seinen Teamkollegen durch seine Körperlichkeit neues Leben einhauchen, sollte es zu einer Aufholjagd kommen. Zusätzlich gelang es, Silas Katompa Mvumpa zu verpflichten. Er soll der Mannschaft mit seiner enormen Geschwindigkeit weiterhelfen.
Trotz der Transferbemühungen der Mainzer bleibt festzuhalten: Zusammen mit der Partie in Heidenheim ist dies das Spiel, von dem man sich am Geißbockheim im Kampf um den Klassenerhalt wohl die meisten Punkte verspricht. Nach der kräftezehrenden englischen Woche wird es darauf ankommen, ob der FC noch genügend Körner hat, um den Tabellenletzten zu bezwingen.
Nach zwei Heimspielen in Folge steht für den 1. FC Köln die nächste Auswärtsfahrt an (25. Januar, 17:30 Uhr). Ziel ist das Europa-Park-Stadion, in dem der SC Freiburg nach einer durchwachsenen ersten Saisonhälfte aktuell den neunten Platz in der Bundesligatabelle belegt. Den schmerzhaften Niederlagen, wie etwa gegen den FC am zweiten Spieltag (4:1) oder gegen die Bayern (6:2) Ende November, stehen Torfestivals in Bremen (3:0) und Mainz (4:0) gegenüber, bei denen die Elf von Trainer Julian Schuster jeweils als Sieger vom Platz ging.
Licht und Schatten lagen bei den Freiburgern vielleicht nie so nah beieinander wie am vergangenen Spieltag beim Schlagabtausch mit dem VfL Wolfsburg. Das wilde 4:3 steht sinnbildlich für das Spiel der Freiburger: Die Defensive um Matthias Ginter, Christian Günter und Co. ist zuweilen ein Flickenteppich, gleichzeitig strahlen sie im Angriff enorme Gefahr aus. Kwasniok muss sich überlegen, wie er die Offensive der Freiburger mit Johan Manzambi und Vincenzo Grifo stoppen kann. Für den FC könnte die Unberechenbarkeit der Freiburger Fluch und Segen zugleich sein. Während die defensive Anfälligkeit der Breisgauer Chancen bietet, kann ein Freiburger Sahnetag schnell zu einer deutlichen Niederlage führen. Nach der englischen Woche wird es darauf ankommen, ob die Kölner wieder frische Kräfte mobilisieren können.
Nach der Auswärtspartie in Freiburg kehrt der 1. FC Köln ins RheinEnergieStadion zurück. Am 30. Januar um 20:30 Uhr ist der VfL Wolfsburg zu Gast. Für den U21-Nationalspieler Dzenan Pejcinović platzte gegen Freiburg zwar der Knoten. Dem deutsch-montenegrinischen Angreifer gelang nach 14 torlosen Spielen in Folge ein Hattrick. Dennoch stand am Ende eine Niederlage für die Wölfe. Es war der nächste herbe Rückschlag für die Wölfe. In der Autostadt herrscht Unzufriedenheit über den bisherigen Saisonverlauf, denn nur drei Punkte trennen die Wölfe derzeit vom Relegationsplatz. Das ist zu wenig für eine Mannschaft, in der sich große Namen wie Christian Eriksen oder hoch veranlagte Spieler wie Pejcinović tummeln.
Positive Nachrichten gab es für den VfL vor der Partie gegen die Freiburger: Der Klub beförderte Interimstrainer Dennis Bauer zum Chefcoach. Der bisherige U19-Trainer erhielt einen Vertrag bis 2027 bei den Niedersachsen. Bauer hatte den Trainerjob beim VfL Mitte November für den entlassenen Paul Simonis übernommen und nach einer Niederlage und einem Unentschieden zuletzt zwei Siege in Folge gefeiert. Es bleibt abzuwarten, ob Jakub Kaminski gegen seinen ehemaligen Verein ähnlich aufblühen kann wie schon beim spektakulären Hinspiel im September.
Die Domstädter stehen in der Bundesliga vor richtungsweisenden Wochen. Bereits am Samstag wird sich zeigen, ob die Geißböcke die Winterpause genutzt haben, um die eine oder andere Problemzone im Spiel des 1. FC Köln zu bearbeiten. Mit Jahmai Simpson-Pusey holte Thomas Kessler während des Trainingslagers einen talentierten Innenverteidiger, der mittelfristig die Lücke schließen soll, die die Ausfälle von Timo Hübers und Luca Kilian im FC-Kader hinterlassen haben. Dem Vernehmen nach arbeitet man darüber hinaus noch mit Hochdruck an weiteren Neuzugängen für den Winter.









































