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·20 février 2026
Barça-Präsidentschaftskandidat deutet Kane-Hammer an

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·20 février 2026

Am 15. März steht beim FC Barcelona eine wegweisende Entscheidung an. Dann wird der neue Kapitän der Blaugrana gewählt. Der aktuelle Amtsinhaber Joan Laporta ist Anfang Februar als Präsident zurückgetreten. Das allerdings nur, um Mitte März erneut als Kandidat antreten zu können und dann in seine dritte Amtszeit zu gehen. Die Statuten des Klubs machten diesen Schritt notwendig.
Laporta war schon einmal von 2003 bis 2010 Barça-Präsident, ehe er Anfang März 2021 in dieses Amt zurückkehrte. Fünf Jahre später hat der 63-Jährige einige Gegenkandidaten, gegen die er sich bei der Wahl durchsetzen muss. Der wohl bekannteste Name ist Victor Font. Der 53-Jährige landete bei den Wahlen 2021 auf dem zweiten Platz und will nun Laporta ablösen.Font hat bereits angekündigt, dass er Sportdirektor Deco ersetzen möchte, falls er zum neuen Barça-Präsidenten wird. Trainer Hansi Flick solle dagegen bleiben. Allerdings spricht sich der 60-jährige Deutsche wiederum für Deco aus und erwägt einen Abschied von den Katalanen, falls Laporta nicht wiedergewählt werden sollte.Laporta hatte Flick im Sommer 2024 überraschend als neuen Trainer verpflichtet. Die beiden sollen ein enges Verhältnis pflegen.
Font wiederum hat nun auf einer Wahlveranstaltung erklärt, wie seine sportliche Führung aussehen würde. "Wir wollen die Grundlagen legen, damit wir jeden April noch in allen Wettbewerben im Rennen sind. Das war eines von Johan Cruyffs Prinzipien. Und das muss unverhandelbar sein", erklärte er selbstbewusst - so wie es von den Präsidentschaftskandidaten auf diesen Veranstaltungen üblich ist."Heute machen wir eine Revolution, denn die Struktur, die wir vorstellen, ist keine Kommune. Anstatt bekanntzugeben, wer Sportdirektor wird, präsentieren wir ein Triumvirat. Das bestmögliche Triumvirat für Barça", so Font weiter. Gemeint sind damit Carles Planchart, Francesc Cos und Albert Puig die künftig die sportlichen Geschicke der Katalanen leiten sollen."Wir werden uns auf drei Top-Profis verlassen, um den Klub ein für alle Mal zu professionalisieren. Sie sind drei unterschiedliche Profile mit derselben DNA. Sie sind Katalanen und Barça-Fans, sie kennen den Klub, weil sie dort gearbeitet haben, und sie verfügen zudem über die Erfahrung, die Welt als Star-Schüler von Größen wie Pep Guardiola und Luis Enrique bereist zu haben", meinte Font.
Ein anderer Präsidentschaftskandidat ist Xavier Vilajoana Eduardo. Der 53-Jährige lief zwischen 1991 und 1994 als Stürmer für Barça auf. Jetzt sorgt er mit Aussagen zu Harry Kane für Aufsehen."Wir haben Kontakt zu Kanes Umfeld aufgenommen. Wir müssen umsichtig und professionell vorgehen. Wir prüfen verschiedene Profile, und Kane hat eines davon. Er ist ein Torjäger, ein Teamplayer und ein 'Killer' auf engem Raum, den Barca braucht", wird er vom kicker zitiert.
Wie konkret die Vilajoana-Seite tatsächlich in Kontakt zum aktuellen Bayern-Stürmer steht, bleibt offen. Solche Aussagen werden von möglichen neuen Präsidenten vor Wahlen gerne getätigt. Bei Barça hat es fast schon Tradition, dass der neue Präsident auch einen Statement-Transfer verspricht. Kane würde als Lewandowski-Nachfolger sicher in diese Kategorie fallen.
In der jüngeren Vergangenheit hatte der 32-Jährige Kontakt zu den Katalanen immer abgestritten. Der FC Bayern will den Vertrag mit dem Torjäger über 2027 hinaus verlängern. Gespräche darüber soll es bald geben. Kane selbst zeigt sich offen für einen längeren Verbleib in München.
Vilajoana will der legendären Barça-Akademie La Masia derweil eine "Schlüsselrolle" für die Zukunft zukommen lassen. Auch solche Aussagen hört man von Präsidentschaftskandidaten fast immer. "Zuerst schauen wir uns zu Hause um; wenn wir dort nicht finden, was wir brauchen, schauen wir uns außerhalb um. Jeder Neuzugang muss der beste für die Position sein und von mehreren Personen abgesegnet werden. Es reicht nicht, nur um der Neuverpflichtung willen zu verpflichten", bekräftigte er.
Einen Transfer von Julian Alvarez würde Vilajoana im kommenden Sommer dagegen wohl nicht angehen. Zuletzt hieß es, Barça will 70 Millionen Euro für den argentinischen Angreifer von Atletico bieten. "Ich würde im Moment keine 70 Millionen für Julian ausgeben. Man muss die tatsächliche Situation des Vereins analysieren", meinte Vilajoana.Der auch von Arsenal umworbene Alvarez wäre wohl ohnehin für diese Summe nicht zu bekommen. Mindestens 100 Millionen Euro müssten es wohl sein - vermutlich noch mehr. Bis zu 200 Millionen Euro geistern als Atletico-Preisschild durch die internationalen Medien.









































