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·5 avril 2026

Besondere Abende im Bernabéu: El Clasico de Campeones

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Am 7. April gastiert der FC Bayern zum Hinspiel des Champions League-Viertelfinals im legendären Estadio Santiago Bernabéu. Hier haben sich die Münchner mit Real Madrid einige der größten Europapokal-Duelle der Fußballgeschichte geliefert. Ein Rückblick, der vor dem erneuten Aufeinandertreffen viel verspricht.

31.03.1976: Real Madrid – FC Bayern, 1:1 | Halbfinale

Eines der wichtigsten Tore in der Bayern-Geschichte wurde nicht auf Film festgehalten. In der 43. Spielminute vergab der Madrilene Martinez eine Torchance, die Kamera hielt noch seine Verzweiflung fest, während der Münchner Konter lief und Gerd Müller einen Querpass von „Bulle“ Roth einschob. Mit diesem heimlichen Tor glichen die Münchner zum 1:1 aus und brachen ganz lässig den Willen der bis dahin überlegenen Königlichen. Die Münchner hatten in den beiden Jahren zuvor den Europapokal der Landesmeister geholt, nichts konnte sie aus der Ruhe bringen. Nach dem Schlusspfiff streckte ein Madrid-Fan Müller mit einem Faustschlag nieder. Der klagte nicht, revanchierte sich aber im Rückspiel mit einem Doppelpack zum 2:0-Sieg. Im Finale holte der FCB den Cup zum dritten Mal in Folge.


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22.04.1987: Real Madrid – FC Bayern, 1:0 | Halbfinale

Im Prinzip konnte nichts mehr schiefgehen. Aber was heißt das schon, wenn es gegen Real Madrid geht, gegen 100.000 Zuschauer? Das Hinspiel im Olympiastadion hatten die Münchner mit 4:1 gewonnen, auch weil der Madrider Juanito in der ersten Halbzeit Rot sah für eines der brutalsten Fouls der Fußballgeschichte: Er trat Lothar Matthäus mit Wucht auf den Kopf. Im Rückspiel erlebten die Münchner einen Sturmlauf der Königlichen. Klaus Augenthaler traf ins eigene Netz, sah in der 30. Minute Rot und verzweifelte in der Kabine: „Ich habe ein paarmal geduscht, ich habe eine geraucht.“ In Überzahl hätte Real nur noch zwei Tore erzielen müssen, die Chancen dazu gab es. Aber im Tor machte Jean-Marie Pfaff das Spiel seines Lebens. Die Münchner zogen ins Finale gegen Porto ein (das sie unglücklich verloren). Und in der spanischen Presse setzte sich für den FCB ein neuer Name durch: „Bestia Negra“.

01.05.2001: Real Madrid – FC Bayern, 0:1 | Halbfinale

Selten ist der FC Bayern mit so viel Überzeugung durch Europa gezogen wie im Frühjahr 2001. Die Mannschaft war an der grausamen Niederlage im Champions League-Finale 1999 nicht zerbrochen. Sie war daran gewachsen, hatte ihren disziplinierten, kontrollierten Spielstil immer weiter perfektioniert. Madrid hatte die besseren Einzelspieler. Madrid war feldüberlegen. Madrid hatte keine Chance. Hinten war Oliver Kahn unüberwindbar. Vorne lauerte der einzige Stürmer: Giovane Élber. In der 55. Minute beförderte die Münchner Verteidigung einen Madrider Befreiungsschlag direkt zurück in Reals Hälfte. Aus 25 Metern zog Élber aus der Drehung sofort ab – und traf! Später sagte Élber, er habe gar nicht genau gewusst, wo sich das Tor befand. Die Münchner hatten eben blindes Vertrauen in sich selbst. Klar, dass sie das Rückspiel mit 2:1 gewannen und auch das CL-Finale gegen Valencia für sich entschieden.

25.04.2012: Real Madrid – FC Bayern, 3:4 n.E. | Halbfinale

Einmal hat der FC Bayern sogar den großen José Mourinho kleingekriegt. Auf Knien verfolgte der „Special One“ das Ende eines der spannendsten Europapokal-Spiele aller Zeiten. Das Hinspiel hatte der FC Bayern mit 2:1 gewonnen. Im Rückspiel lagen die Bayern aber schon nach 15 Minuten mit zwei Toren zurück. Ein Debakel drohte. Die Mannschaft kämpfte sich mit einem von Arjen Robben verwandelten Strafstoß zurück und rettete sich in Verlängerung und Elfmeterschießen. Dort vergaben Cristiano Ronaldo, Kaká und Sergio Ramos. Aber auch den Münchnern flatterten die Nerven. Als letzter Schütze trat der aus einer längeren Verletzungspause zurückgekehrte Bastian Schweinsteiger an, schaffte entkräftet kaum den Weg bis vors Tor – und verwandelte sicher. Der FC Bayern stand im „Finale dahoam“. Und Mourinho ging in die Bayern-Kabine und gratulierte jedem Spieler einzeln.

01.05.2018: Real Madrid – FC Bayern, 2:2 | Halbfinale

Es war wie ein Fluch: Zum fünften Mal in fünf Jahren trafen die Münchner in der K.-o.-Runde der Champions League auf eine spanische Mannschaft. Die vier Jahre zuvor war der FCB ausgeschieden. Und nun? Das Hinspiel in der Allianz Arena hatten die Bayern mit viel Pech 1:2 verloren. Im Rückspiel im Bernabéu fehlte die halbe Stammelf: Manuel Neuer, Jérôme Boateng, Arturo Vidal, Arjen Robben, Kingsley Coman. Die Münchner erzielten durch Joshua Kimmich ein schnelles Tor, spielten dominant wie nie im Bernabéu. Aber Karim Benzema erzielte zwei Tore, beide wie aus dem Nichts. Die Münchner glichen zum 2:2 aus. Doch der entscheidende dritte Treffer wollte nicht gelingen, es war wie verhext. Die Bayern verließen das Stadion trotzdem erhobenen Hauptes. 2020 überwanden wir dann endlich den spanischen Fluch, besiegten im Viertelfinale den FC Barcelona und holten den Titel.

08.05.2024 Real Madrid – FC Bayern, 2:1 I Halbfinale

Brutaler geht es kaum! Nach einem 2:2 im Hinspiel in der heimischen Allianz Arena lieferten die Bayern den Königlichen im alles entscheidenden Halbfinal-Rückspiel im Bernabéu einen fulminanten Fight. Alphonso Davies schoss die Münchner in der 68. Minute in Führung und ließ die Fans von der Neuauflage des deutsch-deutschen Endspiels von 2013 gegen Borussia Dortmund in Wembley träumen. Doch Real schlug in der Schlussphase eiskalt zu. Zunächst glich Joselu in der 88. Minute aus und erzielte drei Minuten später sogar den Siegtreffer für die Madrilenen. Ein Tor von Matthijs de Ligt in der Nachspielzeit zählte nicht, weil der Schiedsrichter zuvor wegen einer vermeintlichen Abseitsposition bereits abgepfiffen hatte. So schieden die Bayern trotz einer aufopferungsvollen Leistung denkbar knapp aus und verpassten das Finale.

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