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·7 février 2026
Borussia im Negativtrend: Redet man sich am Niederrhein die Talfahrt schön?

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·7 février 2026

Den Start in das neue Jahr hätte man sich bei Borussia sicherlich anders vorgestellt. Es gab für Borussia Mönchengladbach aus den letzten 4 Spielen nur 2 Punkte. Im neuen Jahr holte man nur einen Sieg und auch gegen schwächere Teams wie z.B. Werder Bremen konnte man nicht siegreich sein. Nach dem Auswärtsspiel in Hamburg dürften die Fans froh gewesen sein, dass man am Ende überhaupt einen Punkt holen konnte. Zudem war man gegen formstarke und gute Teams wie Hoffenheim völlig chancenlos. Doch die Verantwortlichen wirken auf viele teils entspannt und einige Borussen sprechen davon, dass sie sich die Dinge schönreden.
Nach 20 Spieltagen steht die Elf vom Niederrhein auf Platz 12. Auf den ersten Blick sieht das nach einem Mittelfeldplatz aus. Allerdings hat man gerade einmal drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, den aktuell der FSV Mainz belegt. Außerdem hat der HSV, welcher einen Platz hinter Gladbach steht, noch ein Spiel weniger. Die obere Tabellenregion hat hingegen einen nicht geringen Abstand zu Borussia Mönchengladbach. Die formschwachen Frankfurter auf Platz acht haben 27 Punkte, während Borussia bei 21 Punkten steht. Das zeigt, dass Gladbach-Fans dieser Tage eher nach unten als nach oben schauen. Doch die zuletzt gezeigten Leistungen von manchen Teams unter Gladbach könnten durchaus Sorgen bereiten. So holte der HSV zuhause gegen den Spitzenreiter aus München einen verdienten Punkt und auch die Mainzer sendeten mit ihrem Sieg gegen RB Leipzig ein Ausrufezeichen. Zudem ist Bremen nach der Trainerentlassung gewillt, sich zu steigern. Ein möglicher Trainereffekt könnte den SVW aus der brenzligen Lage zumindest vorerst retten. Beim VfL hingegen kam zuletzt nicht das Gefühl auf, dass sich das Team im Gegensatz zu den vorhergehenden Partien verbessert. Nach einer enttäuschenden Leistung wird aber selten groß auf diese Entwicklung und den Negativtrend eingegangen. Stattdessen sagt Trainer Eugen Polanski Sätze wie: „Es war sicherlich kein fußballerischer Leckerbissen von beiden Mannschaften, aber in der Situation, in der beide Teams stecken, konnte man das vielleicht nicht erwarten.“ Die Fans dürften dennoch erwarten, dass man es schafft, gegen eine verunsicherte Mannschaft und einen offensiv schwachen Gegner eine Führung über die Zeit zu bringen. Zudem sollte man nach dem Spielende den Tatsachen meiner Meinung nach klar ins Auge sehen. Mit der gezeigten Leistung verspielte man es nämlich, den Abstand zu Bremen, einem direkten Konkurrenten, maßgeblich auszubauen. Einen Satz wie: „Wir sind in der ersten Halbzeit ordentlich ins Spiel gekommen, hatten Ballbesitz und ein, zwei Schusschancen.“ will ein Fan nach einem bitteren Unentschieden und einer verspielten Chance sicherlich nicht hören. Verantwortliche der Borussia neigen meines Erachtens dazu, oft aus schlechten Partien die wenigen positiven Dinge hervorzuheben. Bei einem vermeidbaren Unentschieden oder einer klaren Niederlage bringt es schließlich wenig, wenn man vermeintlich zeitweise gut gespielt hat. Das schön herausgespielte Tor von Haris Tabakovic überdeckte gegen Bremen offensichtlich die Schattenseiten. Denn offensiv war es an diesem Tag wenig, was Borussia zeigte. Da bringt es am Ende aus Sicht der Fans nichts, wenn Rocco Reitz aber die tolle Defensivarbeit hervorhebt. Aus heutiger Sicht ist nicht auszuschließen, dass Gladbach bei anhaltender Schwäche in den direkten Abstiegskampf gerät. Die Konkurrenz schläft nicht und Borussia sollte dies besser auch nicht tun und sich in den kommenden Partien deutlich steigern.
In Anbetracht der Lage, dass die kommenden Gegner Leverkusen, Frankfurt und Freiburg lauten, sind einige Anhänger nicht sonderlich zuversichtlich, dass sich die Tabellenkonstellation und die gefährliche Lage für Borussia ändern. Dennoch hat man mit Hugo Bolin eine Verstärkung im Offensivbereich bekommen. Der Schwede, welcher mit Kaufoption bis zum Sommer von Malmö FF geliehen ist, gilt als taktisch flexibel und kann verschiedene Rollen im Mittelfeld und Angriff übernehmen. Seine Hauptposition ist jedoch auf dem linken Flügel. Der wertvollste Spieler der schwedischen Liga ist eine Soforthilfe und nach Kota Takai und Alejo Sarco bereits der dritte Neuzugang. Dass er sich auf der großen Bühne präsentieren kann, hat er schon gezeigt. In der Europa League spielte er fünfzehnmal und ebenso absolvierte er bereits zwölf Champions-League-Qualifikationsspiele. Zusätzliche Hoffnung könnten die anstehenden Comebacks von Hoffnungsträgern machen. Spieler wie Robin Hack und Tim Kleindienst werden beim Team von Eugen Polanski vermisst. Eine Rückkehr der beiden könnte mehr Rotation in der Startformation verursachen. Zusammen mit den 3 Neuzugängen steigt der Konkurrenzkampf vermeintlich. Das bedeutet, jeder Spieler muss in den Partien Leistung bringen, um im kommenden Spiel nicht zusehen zu müssen. Obendrein gilt, dass nach den kommenden schweren Gegnern auch wieder Gegner aus dem Tabellenkeller wie St. Pauli oder Heidenheim warten. Wenn man in dieser Phase konstant punktet, kann man sich einen Vorsprung auf die Abstiegsplätze verschaffen. Allerdings muss man dafür zunächst an einigen Stellschrauben drehen und Problemen ins Auge sehen.
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🖊 Autor: Fohlenbotschaft
📷 Photo by Imago








































