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·20 janvier 2026
BVB-Niederlage bei kriselnden Spurs? – 3 Thesen zur Champions League

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·20 janvier 2026

Zwei Spieltage sind in der Ligaphase der Champions League noch zu spielen. Für einige Teams wird es langsam eng, die Frankfurter Eintracht braucht nach dem Toppmöller-Aus einen Sieg. Bei Real Madrid steht Neutrainer Alvaro Arbeloa schon nach zwei Spielen im Amt unter Druck. In Nordlondon trifft der BVB hingegen auf die Extremversion seiner eigenen Probleme.
Zum siebten Spieltag der Champions League formuliert Jakob Haffke drei mehr oder minder steile Thesen zu den anstehenden Partien und dem generellen Geschehen in der Königsklasse.
Am Dienstagabend gastiert der Zehnte der Ligatabelle der Champions League beim Tabellenelften, beide Teams trennt nur ein Punkt von den Top 8. Doch trotzdem könnte die Stimmung sowohl bei Borussia Dortmund, als auch insbesondere bei Tottenham Hotspur deutlich besser sein. Der BVB fragt sich Woche für Woche, wie man es immer wieder schafft Spiele zu gewinnen und mit sechs Punkten Vorsprung auf Platz zwei in der Bundesliga zu stehen. Am Wochenende brauchte die Mannschaft von Niko Kovac erneut eine gehörige Portion Glück und einen Last-Minute-Elfmeter gegen den FC St. Pauli für ein knappes 3:2. Die Spielweise der Schwarzgelben reißt selten vom Hocker, offensive Gefahr entsteht fast nur durch Einzelaktionen.
Wenig Kreativität? Langeweile auf dem Feld und Frustration auf den Rängen? Ergänze noch schlechte Ergebnisse und wir haben eine gute Lagebeschreibung der Tottenham Hotspur. In Nordlondon ist die Stimmung noch viel schlechter als in Dortmund. Nach einer letzten Saison zum Vergessen sollte unter Thomas Frank eigentlich alles besser werden. Doch nach 22 Spieltagen stehen die Nordlondoner schon wieder in der unteren Tabellenhälfte. Auf dem Platz sieht es allerdings phasenweise noch schlimmer aus, als es die Ergebnisse vermuten lassen. Franks Team tut sich enorm schwer den Ball überhaupt nach vorne zu spielen, geschweige denn Chancen zu kreieren. Ein enttäuschender Auftritt reiht sich an den nächsten, Tiefpunkt folgt auf Tiefpunkt. Am Wochenende verloren die Spurs dann sogar gegen das zuvor formschwächste Team der Liga West Ham United. Eine Entlassung von Frank scheint inzwischen nur noch eine Frage der Zeit zu sein.
In der Champions League stimmen die Ergebnisse für Tottenham allerdings bisher und mit einem Sieg gegen den BVB wären die Spurs sogar ein Kandidat für eine Top-8-Platzierung, am letzten Spieltag geht es zudem gegen Eintracht Frankfurt.
Meine These daher: Trotz aller Unruhe um Thomas Frank gewinnt Tottenham Zuhause gegen den BVB, der eher den Umweg über die Play-Offs nehmen muss.

Foto: Getty Images
Im ersten Spiel nach der Entlassung von Dino Toppmöller muss Eintracht Frankfurt am späten Mittwochnachmittag direkt in der Champions League ran. Die unangenehme und weite Reise nach Aserbaidschan ist eine alles andere als optimale Grundlage, um viel an den Abläufen zu ändern. Dabei bräuchte es schleunigst neue Ideen für ein verunsichertes Team, vor allem die instabile Defensive benötigt eigentlich viel Aufmerksamkeit. Zeit, die aktuell niemand in Frankfurt hat. Zwei englische Wochen warten auf die Eintracht und in der Champions League würde ein erneuter Punktverlust fast schon das sichere Aus bedeuten.
Gegner Qarabag Agdam wird es den Frankfurtern dabei nicht leicht machen. Mit sieben Punkten aus sechs Spielen übertreffen die Osteuropäer die Erwartungen bisher bei weitem und eine Qualifikation für die Play-Offs erscheint alles andere als unmöglich. Eine Reisedistanz von über 3500 Kilometern pro Weg in die Hauptstadt Aserbaidschans verkompliziert die Situation der trainerlosen Eintracht zusätzlich.
Meine These daher: Die Reise zu Qarabag Agdam wird für Eintracht Frankfurt keine angenehme, die Adlerträger holen maximal ein Unentschieden und sind damit praktisch ausgeschieden.
Die dritte These und es geht zum nächsten Krisenherd im europäischen Spitzenfußball: auch bei Real Madrid erlebten die Fans schon ruhigere Zeiten. Xabi Alonso ist auf der Trainerbank Geschichte, doch damit sind längst nicht alle Probleme gelöst. Unter Neutrainer Alvaro Arbeloa blamierte sich Real zunächst in der Copa del Rey bei Zweitligist Albacete. Am Wochenende gelang dann zwar ein 2:0 gegen Levante, doch die Fans buhten die eigenen Spieler aus. Im Anschluss drohte Florentino Perez im Despotenstil den eigenen Anhängern, die sich an weiteren Aktionen gegen das eigenen Team beteiligen, mit Sanktionen.

Foto: Getty Images
In diesem ganzen Madrider Chaos gastiert die AS Monaco am Dienstagabend im Estadio Santiago Bernabeu. Auch bei den Franzosen läuft es in dieser Saison gerade in der heimischen Ligue 1 wenig zufriedenstellend. Mit neun Punkten liegt das Team aus dem Fürstentum in der Champions League allerdings innerhalb der Play-Off-Ränge und könnte sich mit einem Überraschungscoup bei Real in eine gute Ausgangsposition bringen. Die Rolle als klarer Außenseiter liegt der Mannschaft von Sébastien Pocognoli. In der Königsklasse gab es bereits überraschende Punktgewinne gegen Manchester City und Tottenham Hotspur. In der Liga besiegte Monaco vor Weihnachten sogar Paris Saint-Germain mit einer starken Leistung mit 1:0.
Meine These daher: Monaco gießt noch mehr Öl ins Madrider Feuer und holt im Santiago Bernabeu mindestens einen Punkt.









































