BVB wartet auf neue Transfers – Wer kommt, wer geht? | OneFootball

BVB wartet auf neue Transfers – Wer kommt, wer geht? | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: Fussballnationalmannschaft.net

Fussballnationalmannschaft.net

·14 juillet 2026

BVB wartet auf neue Transfers – Wer kommt, wer geht?

Image de l'article :BVB wartet auf neue Transfers – Wer kommt, wer geht?

Bei Borussia Dortmund beginnt der nächste personelle Umbau, doch die ganz großen Namen sind bislang nicht in Sicht. Sportdirektor Ole Book muss in seiner ersten Saison vor allem Abgänge auffangen, während die Anhänger auf neue Verstärkungen warten.

Image de l'article :BVB wartet auf neue Transfers – Wer kommt, wer geht?

Felix Nmecha von Borussia Dortmund beim Bundesliga-Auswärtsspiel gegen Werder Bremen am 16. Mai 2026 im Bremer Weserstadion. (Pau Barrena / Getty Images Europe via Getty Images)


Vidéos OneFootball


Lars Ricken musste zum Trainingsauftakt in Brackel zunächst über jene sprechen, die nicht mehr da sind. Karim Adeyemi und Julian Brandt seien „leider nicht mehr die Unterschiedsspieler“ gewesen, sagte der Geschäftsführer des BVB. Der Richtungswechsel ist gewollt, doch er sorgt auch für Unruhe, weil die Nachfolger bisher fehlen.

Ungeduld auf den Rängen, Vorsicht in der Planung

Ricken zeigte Verständnis für die wachsende Nervosität im Umfeld. „Ich kann eine gewisse Ungeduld verstehen“, sagte er. Zugleich betonte er, dass Dortmund keine Zugänge aus bloßem Aktionismus hole, nur um „kurzfristigen Applaus“ zu bekommen. Statt schneller Lösungen soll die Kaderplanung sauber greifen.

Offen bleibt damit auch, wie ehrgeizig der BVB in der neuen Saison auftreten will. Ricken sprach davon, dass die Mannschaft den nächsten Schritt machen solle. „Von hinten ist ordentlich Dampf drauf, nach oben wollen wir ein angriffslustiger Herausforderer sein, ohne direkt die Meisterschaft auszurufen“, sagte er. Damit bleibt Dortmund in der bekannten Zwickmühle zwischen Anspruch und Realität.

Zwischen Platz zwei und dem BVB-Paradox

Im Klub kennt man dieses Dilemma seit Jahren. Beim FC Bayern ist die Meisterschaft nahezu eingeplant, beim BVB müsste Platz zwei eigentlich als Erfolg reichen. Mehr ist angesichts der Kräfteverhältnisse im deutschen Fußball kaum realistisch, weniger wiederum schwer zu akzeptieren. Genau dieses Paradox prägt die Erwartungen rund um Schwarz-Gelb.

Deshalb rückt nun auch der Spielstil wieder stärker in den Mittelpunkt. Mit Niko Kovac als Stabilisator war zunächst mehr Ergebnispragmatismus eingezogen, künftig soll aber wieder mehr vom alten BVB-Gedanken auf dem Platz zu sehen sein. „Unser Anspruch ist, unsere Fans zu begeistern“, versicherte Ricken.

Book setzt auf Talente, doch Geld für große Namen fehlt

Die Hauptaufgabe liegt dabei beim neuen Sportdirektor Ole Book. Dem 40-Jährigen erschwert allerdings das blamable Aus in der Champions League gegen Atalanta Bergamo die Arbeit, denn dem BVB fehlt das Geld für Transfers mit großem Namen. Gleichzeitig ist noch nicht abschließend geklärt, was aus Felix Nmecha und Serhou Guirassy wird. Beide sollen einem Wechsel nicht abgeneigt sein.

Ricken kündigte dennoch Bewegung an. „Ein, zwei, drei Transfers“, werde es bestimmt geben. Ob darunter spektakuläre Namen sind, ist allerdings offen. Book wurde vor allem wegen seines Rufes als Perlentaucher aus Elversberg verpflichtet. Während der BVB früher als Durchlauferhitzer für europäische Supertalente galt, setzte sein Vorgänger Sebastian Kehl eher auf gestandene Profis. Der Klub wollte erwachsener werden, wirkte zuletzt aber insgesamt biederer. Vorbei waren die Zeiten von Sancho, Dembélé, Haaland und Jude Bellingham.

Nun deutet sich die Rückkehr zu einer jüngeren Strategie an. Mit den bereits verpflichteten Joane Gadou (19), Justin Lerma (18) und Kaua Prates (17) betreibt Dortmund wieder „Jugend forscht“. Doch ausgerechnet in Niko Kovac trifft diese Linie auf einen Coach, der in seiner Dortmunder Zeit bislang nur bedingt als Entwickler von Talenten aufgefallen ist. Deshalb wird im Klub und im Umfeld durchaus diskutiert, wie kompatibel Trainer und Sportdirektor wirklich sind und ob das frühere Erfolgsmodell erneut trägt.

Viele Fans hatten nach wenig überzeugenden Siegen in der Vorsaison bereits das Gefühl, emotional auf Distanz zur Mannschaft gegangen zu sein. Jetzt liegt es an Kovac, die Tristesse aus dem Team zu holen und das Profil des BVB wieder klarer herauszuarbeiten.

À propos de Publisher