GazeteFutbol.de
·31 mars 2026
Calhanoglu vor dem Kosovo-Finale emotional wie nie: „Das ist mein Karrierespiel“

In partnership with
Yahoo sportsGazeteFutbol.de
·31 mars 2026

Hakan Calhanoglu hat vor dem Playoff-Finale gegen Kosovo noch einmal die Bedeutung dieses Spiels hervorgehoben. Für den Kapitän der türkischen Nationalmannschaft ist es nicht nur ein weiterer Abend im roten Trikot, sondern ein Moment mit historischem Gewicht. Der Mittelfeldspieler sprach auf der Pressekonferenz vor dem Kosovo-Spiel über Druck, Zusammenhalt und den Traum von der Weltmeisterschaft 2026.
Auf die Frage, ob bestimmte öffentliche Aussagen vor dem Endspiel zusätzlichen Druck erzeugen, reagierte Calhanoglu ruhig und abgeklärt. Er machte deutlich, dass jeder das Recht auf eine eigene Sichtweise habe, er selbst das Ganze aber aus der Perspektive eines Fußballers betrachte und keinen Gegner unterschätze. Damit schob der Kapitän jede überhebliche Deutung vor diesem Finale entschieden beiseite.
Gerade vor einem Spiel dieser Größenordnung setzt Calhanoglu offenkundig auf Konzentration statt auf große Worte. Für ihn zählt allein, wie die Mannschaft auf dem Platz auftritt und wie klar sie die Aufgabe gegen Kosovo annimmt.
Werbung – Eigener WhatsApp-Kanal von GazeteFutbol
Besonders emotional sprach der Routinier über seine Rolle als Anführer dieser Generation. „Mein einziges Ziel als Kapitän und mein Wunsch ist es, meine Brüder wiederzusehen, die 2002 gespielt haben. Yildiray Abi, Alpay Abi, Ilhan Abi, Bülent Abi. Ich will mit ihnen nach Amerika.“ Damit schlug Calhanoglu eine direkte Brücke zur letzten großen WM-Mannschaft der Türkei.
Er ergänzte: „Ich denke, wenn wir eins sind, wird sich ein besseres Bild ergeben. Ich hoffe, wenn meine Stimme gehört wird, möchte ich sie unter uns sehen. Weil wir ihre Erfahrung brauchen.“ Diese Worte zeigen, wie sehr er den historischen Moment nicht nur sportlich, sondern auch emotional mit der Vergangenheit des türkischen Fußballs verbinden will.
Deutlich wurde Calhanoglu auch beim Thema Unruhe von außen. Er erklärte, dass die Motivation innerhalb der Mannschaft vorhanden sei, es aber immer wieder Menschen gebe, die versuchten, Unruhe hineinzutragen. Entscheidend sei jedoch, dass dies innerhalb des Teams nie den gewünschten Effekt gehabt habe, weil der Zusammenhalt stabil geblieben sei.
Dann formulierte er seine Botschaft unmissverständlich: „Die Motivation des Teams ist vorhanden. Manchmal gibt es Leute, die versuchen, es zu provozieren, aber es ist nie passiert. Unser einziges Ziel ist es im Moment, zur Weltmeisterschaft zu gehen. Wir gehen einander mit Liebe an. Diejenigen, die versuchen, uns zu brechen, werden es nie schaffen.“
Mit diesen Worten machte Calhanoglu auch klar, wie tief dieses Endspiel ihn persönlich berührt. Für den Kapitän ist das Duell mit Kosovo ein Spiel, das weit über normale sportliche Bedeutung hinausgeht. Er erklärte, dass er diese Träume schon in dem Moment gehabt habe, als er sich für die Türkei entschieden habe, und dass die Mannschaft sich diesen Punkt mit harter Arbeit erkämpft habe.
Seine direkte Aussage dazu war besonders kraftvoll: „Das ist mein Karrierespiel. Als ich mich für die Nationalmannschaft entschied, hatte ich diese Träume. Wir haben hart gearbeitet, wir haben uns alles hart erarbeitet und erkämpft. Wir haben noch ein letztes Spiel vor uns. Wir wollen unser Land bestmöglich vertreten. Ich denke, wir haben es verdient.“
Neben dem Finale selbst sprach Calhanoglu auch ein Thema an, das ihn über das Tagesgeschäft hinaus bewegt. Der in Deutschland geborene Mittelfeldspieler wünscht sich, dass sich mehr türkischstämmige Talente im Ausland bewusst für die türkische Nationalmannschaft entscheiden. Dabei machte er deutlich, dass er jede Meinung respektiere, am Ende aber das Herz den Ausschlag geben solle.
„Ich bin in Deutschland geboren und aufgewachsen. Vielen Dank an meine Vereine, dank ihnen wurde ich Hakan Calhanoglu. Ich respektiere die Meinung aller, aber höre auf dein Herz. Ich hoffe, dass türkische Talente im Ausland sich für die Türkei entscheiden werden.“ Danach verwies er auch auf Beispiele wie Kenan Yildiz, Orkun Kökcü und Can Uzun und betonte, dass die Türkei ein riesiges Talentpotenzial habe, das weiter wachsen könne.









































