liga3-online.de
·11 mai 2026
"Da war irgendwie alles dabei": Hanraths feiert Comeback

In partnership with
Yahoo sportsliga3-online.de
·11 mai 2026

Alemannia Aachen holte bei Viktoria Köln den zwölften Sieg in der Rückrunde. Stehende Ovationen gab es nach Abpfiff von den mitgereisten Fans für Cheftrainer Mersad Selimbegovic, der vor den TV-Kameras sein eigenes Wort kaum verstand. Nur der Jubel beim Comeback von Kapitän Mika Hanraths war größer.
Faton Ademi eröffnete das Spiel früh (8.), bevor Lars Gindorf seinen sechsten Doppelpack bei der Alemannia schnürte (21./38.). Keine Lärmschutzmaßnahme konnte die Aachener Fans an diesem Tag im Sportpark Höhenberg aufhalten. Erst recht nicht, als sich Kapitän Mika Hanraths für seine Einwechslung bereit machte. Der Innenverteidiger, der die komplette Saison wegen eines Muskelbündelrisses verpasste, feierte in der 73. Spielminute sein Comeback. "Da war irgendwie alles dabei. Pure Freude, aber auch direkt der Tunnelblick. Ich musste so viele Sachen im Kopf verarbeiten, aber ich habe das genossen", freute sich der 26-Jährige bei "Magenta Sport".
Direkt vor dem skandierenden Gästeblock durfte sich Hanraths die TV-Bilder zu seiner Rückkehr nach langer Leidenszeit angucken. "Ich habe mir ehrlicherweise gar nichts ausgemalt, wie es sein wird. Aber ich wusste immer, dass es, egal wo und egal wann, einfach schön werden wird", so der Alemannia-Kapitän. So kam der 26-Jährige in der Schlussphase in die Partie und hielt mit seiner Mannschaft die Null.
Hanraths, der die Saison aus der Zuschauerrolle verfolgte, war froh über die sportliche Entwicklung der Aachener: "Was hängen bleibt, ist, was wir für eine starke Lernkurve hatten und wie gut wir eigentlich sind." Doch der Umbruch im Sommer wird folgen. Cheftrainer Mersad Selimbegovic versicherte, dass die Verantwortlichen um Sport-Geschäftsführer Rachid Azzouzi alles versuchen, um Spieler aus dem aktuellen Kader zusammen zu halten. "Das wäre natürlich ein Traum, aber es ist nicht möglich", beugte sich der 44-Jährige aber auch der Realität. Eine Bedingung für die Zusammenstellung des Kaders hatte er trotzdem: "Wichtig ist, dass die Leute Lust auf diese Alemannia haben."
Denn dann, so Selimbegovic, kann der Erfolg auch mit einem neuen Team weiter wachsen. Die 'Standing Ovations' der Fans, bei denen der Cheftrainer kaum sein eigenes Wort im Interview verstand, machten ihn zuversichtlich. "Dafür machen wir das. Und wir haben noch was vor am nächsten Samstag", versprach Selimbegovic. Im letzten Spiel der Saison wird Aachen den TSV Havelse im eigenen Stadion empfangen. Eine stimmungsvolle Atmosphäre ist schon garantiert. "Man kann es jetzt auch endlich mal genießen", fügte Selimbegovic hinzu, dass Aachen sorglos ins Finale gehen kann. Und Hanraths ahnte, worauf es danach ankommen wird: "Wir sind zu richtig viel in der Lage in dieser Liga. Das müssen wir in die nächste Saison mitnehmen." Dann auch möglichst wieder vollständig mit dem Kapitän.




Direct



































