"Dann können wir aufhören": Schultz appelliert an die Fans | OneFootball

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·22 février 2026

"Dann können wir aufhören": Schultz appelliert an die Fans

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Nach der deutlichen Niederlage in Osnabrück hat RWE-Kapitän Michael Schultz eine emotionale Brandrede gehalten – und zum Zusammenhalt aufgerufen. 

"Man muss zusammenstehen"

Sie mussten sich nach Spielende von den mitgereisten Fans einiges anhören, die Spieler von Rot-Weiss Essen. Nach der ersten Niederlage seit November waren die Anhänger mächtig sauer, was sie der Mannschaft deutlich zu verstehen gaben. An mangelndem Einsatz habe aber nicht gelegen, stellte Kapitän Michael Schultz gegenüber dem "RevierSport" klar: "Es geht von unserer Seite darum, dass wir zusammenhalten. Wenn mir jemand etwas anderes sagt, bin ich damit nicht einverstanden", stellte er. Die Mannschaft habe "gezeigt, dass wir alles für diesen Verein geben". Fehler gehörten dazu: "Wir machen Fehler – genau wie andere." Das müssten die Fans "ein Stück weit honorieren".


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Zwar habe man "in einem Duell auf tabellarischer Augenhöhe auf die Fresse bekommen", weshalb die Unzufriedenheit verständlich sei. "Doch in dieser Situation geht es um Zusammenhalt. Sonst können wir den Laden gleich zumachen und brauchen nicht mehr weiterspielen." Mit 43 Punkten könne man sagen, "wir steigen nicht mehr ab, dann können wir aufhören". Wenn man jedoch "ein großes Ziel erreichen" wolle, müsse man "zusammenstehen".

Trotz Niederlage "in einer geilen Situation"

Schultz betonte, dass die Mannschaft Kritik aushalten könne. "Wir sind keine Mannschaft, die weich ist, denen man nicht ins Gesicht sagen kann, dass das scheiße war." Es gehe ihm nicht darum, Reaktionen zu verbieten. Vielmehr sei es "in Ordnung", "uns für heute auszupfeifen". Entscheidend sei aber, was danach passiere: "Dann geht es darum, das abzuhaken und nicht nach Hause zu gehen, um uns im Internet alle fertigzumachen, als wären wir Jungs, die keinen Bock auf Rot-Weiss Essen haben." Diesen Vorwurf lasse er nicht gelten: "Da geht es um Zusammenhalt und nicht darum, Situationen zu suchen, um zu sagen, dass der und der schlecht ist."

Zugleich verwies Schultz auf die Entwicklung des Vereins. "Man muss sehen, woher der Verein kam. Lange war man in der Regionalliga, in der 3. Liga dann im Vollabstiegskampf und mal halb oben mit dabei." Aktuell befinde man sich "in einer geilen Situation", auch wenn "die Momentaufnahme scheiße ist und tut weh". Es stünden "noch einige Spiele" an, "in denen wir alles raushauen können". Für ihn ist klar: "Wenn wir da nicht zusammenhalten, können wir es lassen. Tun wir das, ist alles möglich."

"Dann soll man Bayern gucken gehen"

Mit einem Vergleich machte er zudem deutlich, dass man keine Weltstars im Kader habe. "Ich bin nicht Upamecano und wir haben auch nicht Musiala." Wer Hochglanz-Fußball sehen wolle, müsse woanders schauen: "Dann soll man Bayern gucken gehen. Da kann man Upamecano sehen, der rennt halt 38 km/h. Das laufe ich halt nicht – tut mir leid." Ein großes Ziel könne "nur gemeinsam erreicht werden." Schon nach dem Sieg gegen Jahn Regensburg vor einer Woche hatte sich Trainer Uwe Koschinat an die Fans gewandt und zum Zusammenhalt aufgerufen. Damit die Unruhe rund um die Hafenstraße nicht noch größer wird, muss nächsten Samstag beim Auswärtsspiel in Rostock unbedingt ein Sieg her."

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