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·1 août 2026

„Das ist viel zu wenig!“: Bayern-Boss kritisiert die Bundesliga scharf

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Der FC Bayern gehört seit Jahren zu den Vorreitern bei der internationalen Vermarktung der Bundesliga. Mit der bevorstehenden Asien-Tour setzen die Münchner diesen Weg konsequent fort. Marketing-Vorstand Rouven Kasper findet jedoch klare Worte für die Konkurrenz – und fordert deutlich mehr Engagement der übrigen Bundesligisten.

Am heutigen Samstag reist der deutsche Rekordmeister zur Audi Summer Tour nach Südkorea und Hongkong. Dort stehen nicht nur Testspiele gegen Jeju SK FC und Aston Villa auf dem Programm, sondern auch zahlreiche Marketing- und Fan-Events.


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Für Kasper sind solche Reisen längst unverzichtbar, um den FC Bayern und die Bundesliga international sichtbar zu halten. Im Gespräch mit dem Münchner Merkur/tz kritisierte der 44-Jährige deshalb die geringe Aktivität vieler deutscher Klubs.

„Die Bundesligisten müssen weitsichtiger denken“

„Nach der Saison war Leipzig auf Reisen, außer uns ist in diesem Sommer nur Dortmund unterwegs, im September fliegt Paderborn in die USA. Das ist viel zu wenig! Die Bundesligisten müssen weitsichtiger denken“, erklärte Kasper.

Der Marketing-Vorstand verwies dabei auf die internationale Konkurrenz, die den deutschen Vereinen in Sachen Vermarktung voraus sei. „Die Engländer gehen raus in die Welt – das heißt auch für die deutschen Klubs, dass sie aktiv sein müssen. Man kann nicht zuhause bleiben und sich dann beschweren, dass die Einnahmen sinken. Wenn du nichts machst, dann kommt halt auch nichts.“

Aus Sicht des Bayern-Funktionärs braucht der deutsche Fußball deutlich mehr internationale Präsenz: „Der deutsche Fußball braucht mehr Sichtbarkeit. Deshalb müssen wir Grenzen immer weiter verschieben.“

Bayern fordert gemeinsame Strategie

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Foto: IMAGO

Kasper machte zugleich deutlich, dass der FC Bayern die Aufgabe nicht allein lösen könne. „Es ist leider Fakt, dass die Medienerlöse beispielsweise in den USA und Japan aktuell rückläufig sind – aber umso mehr muss die Liga eben mit uns gemeinsam strategische Mechanismen finden, um Aktivitäten zu pushen. Bayern München kann nicht überall hinreisen.“

Tatsächlich stagniert die internationale Vermarktung der Bundesliga seit Jahren. Während die englische Premier League und auch La Liga weltweit enorme Erlöse erzielen, fällt die Bundesliga im internationalen Vergleich deutlich zurück.

Der FC Bayern möchte deshalb seine Aktivitäten im Ausland weiter ausbauen. Neben Nord- und Mittelamerika rücken künftig auch Südamerika sowie zahlreiche asiatische Märkte stärker in den Fokus.

„Unsere Zielmärkte sind klar definiert. In Amerika hatten wir bisher den Fokus auf Nord- und Mittelamerika, Südamerika aber wird immer spannender. Asien ist ebenso klar, auch auf Indien, Indonesien, Thailand sollte man schauen. Wir müssen da auch punktuell Neues ausprobieren“, betonte Kasper.

Mit seiner Kritik sendet der Bayern-Vorstand eine klare Botschaft an die Bundesliga: Nur wenn mehr Vereine den internationalen Markt aktiv bearbeiten, kann die Liga langfristig mit den finanzstarken Topligen Europas Schritt halten.

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