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·7 mai 2026

"Das Unterste vom Untersten": Wollitz legt mit Schiri-Kritik nach

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Auch vier Tage nach der 1:2-Niederlage im Topspiel beim MSV Duisburg ist der Ärger bei Energie-Coach Claus-Dieter Wollitz über die Leistung des Schiedsrichters nicht verraucht, sodass er bei der Spieltags-Pressekonferenz am Donnerstag nochmal nachlegte.

"Das ist das Unglaubliche"

Es waren gleich mehrere Szenen, in denen sich Wollitz am letzten Sonntag benachteiligt sah. "Wir hatten einen Begleiter, der nur eine Seite begleitet hat", spielte Wollitz auf Schiedsrichter Dr. Robert Kampka an. "Fragen Sie mal meine Spieler, wie er sie angesprochen hat. Das muss das Unterste vom Untersten gewesen sein. Mit mir hat er das auch gemacht und deswegen habe ich ja die obligatorische gelbe Karte bekommen." Auch Tolcay Cigerci und Axel Borgmann wurden im Laufe der Partie verwarnt – zum jeweils fünften Mal in dieser Saison, sodass sie am Samstag fehlen werden. Laut liga3-online.de-Experte Babak Rafati waren beide Karten aber regeltechnisch korrekt beziehungsweise vertretbar.


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Dass Duisburgs Rasim Bulic dagegen trotz einiger rustikaler Zweikämpfe ohne Verwarnung davon kam, war Wollitz ein Dorn im Auge. "Da wird ein Spieler gefeiert, der nur einen Sinn hatte. Weil er es durfte", schimpfte der Cottbuser Übungsleiter, nach dessen Einschätzung der 25-Jährige vom Platz hätte fliegen müssen. "Jeder objektive Zuschauer hat gesehen, dass irgendetwas nicht stimmt", meinte Wollitz. "Dass das eine gefeiert und das andere kritisiert wird, ist das Unglaubliche. Aber in dieser Gesellschaft bewegen wir uns. Das sind die Fakten."

"Traurig für die 3. Liga"

Schon in den letzten Wochen hatte der Energie-Coach eine ungleiche Behandlung der Teams durch die Schiedsrichter moniert. Zuletzt habe sich dieser Trend nach Ansicht des 60-Jährigen sogar noch zugespitzt. "Das ist traurig für die 3. Liga, denn eigentlich sollte es am Ende so sein, dass die Mannschaften das sportlich regeln. Diesbezüglich können wir festhalten, dass das bei uns nicht der Fall ist." Mit Ost oder West habe das Thema aber nichts zu tun, stellte Wollitz klar: "Kein Schiedsrichter dieser Welt ist gegen den Osten. Es ist einfach unglücklich und es hat sich summiert."

Zudem gehe es auch um die Art, wie man miteinander umgeht. "Wenn ein Schiedsrichter einen Fehler macht, bin ich der Erste, so wie gegen Mannheim, der sie beschützt", spielte der FCE-Trainer auf den nicht gegebenen Siegtreffer in der Nachspielzeit an. "So einen Fehler macht keiner extra, weil er damit dann mehr zu tun hat als mit dem Ergebnis." Wollitz hofft, dass Energie die Punkte am Ende nicht fehlen werden. "Weil das könnte eine große Enttäuschung und auch vielleicht einen Nachhall für die sportliche Zukunft des Klubs mit sich bringen. Und wenn du Themen ansprichst, die mit Fakten belegbar sind, wirst du trotzdem als schlechter Verlierer dargestellt."

12 Mal benachteiligt, 14 Mal profitiert

Doch was sagen die von Wollitz angesprochen Fakten? Nach Auswertung von Rafati wurde Energie in der laufenden Saison bislang zwölfmal benachteiligt, was im Liga-Vergleich den neunten Platz bedeutet. Auf der anderen Seite profitierten die Lausitzer allerdings bereits 14 Mal von einer Fehlentscheidungen und belegen damit Rang zwei. Im Duell mit Rot-Weiss Essen profitierte der FCE sogar gleich dreimal. So hätte es einen Elfmeter für Essen und die rote Karte gegen Nyamekye Awortwie-Grant geben müssen, zudem war der Freistoßpfiff vor dem 3:3 nach Rafatis Einschätzung eine Fehlentscheidung.

Auch in Duisburg war Energie im Glück, dass es nach 29 Minuten keinen Elfmeter für den MSV gab, nachdem Viet gegen Cvjetinovic zu Fall gekommen war. Darauf ging Wollitz bei der Pressekonferenz jedoch nicht ein, stattdessen betonte er, dass die Mannschaft durch die Entscheidungen gegen Energie jetzt noch mehr Druck habe und damit umgehen müsse.

Wollitz hofft auf Antwort seiner Mannschaft

"Ich hoffe und wünsche mir, dass meine Mannschaft genau diese Antwort gibt. Wir brauchen die 100-prozentige Intensität. Dann bekommen wir Wucht und kommen zu Torchancen." Zudem forderte Wollitz die "maximale Überzeugung", aber auch Risiko. "Die Mannschaft muss sich davon frei machen, dass sie etwas verlieren kann. Denn wir können etwas unfassbares Großes gewinnen." Es gelte nun, die Spieler zu finden, "die in der Situation eine außerwgöhnliche Leistung bringen können."

Dass Energie zum vierten Mal in Folge (zweimal in der Regionalliga, zweimal in der 3. Liga) um den Aufstieg mitspielt, stufte Wollitz als bemerkenswert ein – und hofft, "dass wir uns den großen Traum erfüllen". Mit einem Sieg vor ausverkauftem Haus gegen Wiesbaden können die Lausitzer einen großen Schritt dahin machen – "trotz dieser Rückrunde mit schwer nachvollziehbaren Entscheidungen":

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