Nur die Raute
·14 mars 2026
Defensiv top, mit Ball zu limitiert: Das Downs-Dilemma beim HSV

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·14 mars 2026

Schon seit mehreren Wochen sorgt die Personalie Damion Downs im Umfeld des HSV für zahlreiche hitzig geführte Diskussionen.
Der 21-Jährige, der bis zum Saisonende vom FC Southampton ausgeliehen ist, wartet noch immer auf seinen ersten Treffer für die Rothosen – obwohl er in fünf der acht möglichen Spiele in der Startelf stand. In weiten Teilen der Fanszene stößt das auf großes Unverständnis. Viele Anhänger wünschen sich stattdessen entweder den ehemaligen Zweitliga-Torschützenkönig Robert Glatzel oder den umtriebigen Youngster Otto Stange.
HSV-Trainer Merlin Polzin hat für seine regelmäßigen Entscheidungen pro Downs jedoch eine klare Erklärung. Für ihn zählt bei der Bewertung eines Stürmers deutlich mehr als nur die Torquote. „Damion deckt viele Dinge ab, mit denen wir nach 90 Minuten erfolgreich sein können“, betont Polzin. Vor allem gegen den Ball erfülle Downs wichtige Aufgaben mit hoher Sorgfalt.
Tatsächlich überzeugt der US-Nationalspieler in diesem Bereich. Sein Pressingverhalten und seine Laufbereitschaft gelten als große Stärken. „Wir bewerten den Spieler nicht nur daran, welche Lösungen er im Ballbesitz findet, sondern auch daran, was passiert, wenn er den Ball nicht hat. Das sind meistens deutlich mehr Minuten als andersherum“, erklärt Polzin. Gerade in Puncto Anlaufverhalten mache Downs viele Dinge „extrem gut“, so der HSV-Coach weiter. Mit cleveren Laufwegen öffne der Angreifer zudem Räume für seine Mitspieler auf den Flügelpositionen oder im offensiven Mittelfeld.

Foto: IMAGO
Das Problem: Mit dem Ball am eigenen Fuß blieb Downs bislang völlig blass. Weder im Abschluss noch im Kombinationsspiel konnte er sich entscheidend in Szene setzen. Fast noch enttäuschender sind seine Leistungen als Zielspieler. Die Leihgabe schafft es nur höchst selten, die hohen Zuspiele der Teamkollegen gewinnbringend zu verarbeiten. Grund dafür sind nicht zuletzt gravierende Schwächen in der Luft. Trotz eines Gardemaßes von 1,92m gewinnt der Rechtsfuß nur mickrige 17 Prozent seiner Kopfballduelle.
Genau daraus ergibt sich das aktuelle Dilemma. Downs ist defensiv extrem wertvoll, offensiv allerdings merklich limitiert. Vor dem Spiel gegen den 1. FC Köln (18.30 Uhr, Sky) könnte sich die Situation deshalb verändern. Durch personelle Verschiebungen im Offensivbereich droht ein Platz auf der Bank. Möglicherweise setzt Polzin aber auch auf einen emotionalen Faktor: Downs erzielte für Köln sein erstes Bundesliga-Tor und schoss die Mannschaft in der vergangenen Saison mit zehn Treffern zurück in die Bundesliga.


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