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·29 mars 2026
Der 1. FC Köln im Krisenmodus aufgrund von Verletzungen? Die Zahlen sprechen eine andere Sprache

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Simon Bartsch
29 März, 2026
Nach wie vor fallen beim FC einige Spieler aus. Auch René Wagner wird bei seiner Teamzusammenstellung wohl improvisieren müssen. Das Verletzungspech setzt den Geißböcken zu, doch im quantitativen Vergleich gibt es Teams, die noch mehr gebeutelt sind.

Joel Schmied verletzt am Boden
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Jammern wollte Lukas Kwasniok wahrlich nicht. Der Trainer kämpfte bis zuletzt um seinen Job, hielt in den letzten Tagen beim FC eine Brandrede nach der nächsten. Das anhaltende Kölner Verletzungspech machte der 44-Jährige in seiner Amtszeit bei den Geißböcken so gut wie nie zum Thema. Dabei zog es sich von Beginn an wie ein roter Faden durch die Spielzeit. Ab dem vierten Spieltag war neben dem Dauerverletzten Luca Kilian, der sich im Sommer zum dritten Mal das Kreuzband gerissen hatte, immer mindestens ein weiterer Innenverteidiger verletzt. Ab dem zwölften Spieltag waren es bis zum 23. Spieltag immer drei (!), sonst zwei. Kwasniok war alleine aufgrund der Verletzungen zu zahlreichen Rotationen gezwungen, musste oft, vielleicht zu oft, improvisieren.
Von Außen wurde das Verletzungspech als einer der externen Faktoren wahrgenommen, die den FC in die Krise manövriert haben. Kein Wunder, die Kölner verloren in der Hinrunde unter anderem ihren Abwehrchef Timo Hübers, der in dieser Spielzeit auch nicht mehr zum Einsatz kommen wird. Daneben wurden auch die 50:50-Entscheidungen gegen die Kölner als Grund ausgemacht. Tatsächlich hat der FC allerdings bei weitem nicht das größte Verletzungspech in dieser Spielzeit. Die Geißböcke haben durch ihre Blessuren insgesamt 109 Spiele verpasst. Damit liegen die Kölner sogar drei Spiele unter dem Schnitt. Allerdings ist immer die Frage, welche Spieler in die Statistik mit einfließen. Malek El Mala wird zwar im Kader der Profis geführt, ist aber Teil der U21 und daher in den 109 Spielen nicht mitgezählt. Genauso sind natürlich Qualität und Rolle der ausfallenden Spieler ein entscheidender Faktor.
Dennoch: Selbst in der Abwehr ist der FC nicht Spitzenreiter. Die Bremer Hintermannschaft verpasste 109 Spiele, die des VfL Wolfsburg 95 und die Kölner 82. Überhaupt sind die beiden Kellerkinder am ärgsten gebeutelt. Wolfsburgs Spieler verpassten fast 200 Pflichtspiele verletzungsbedingt, Bremen mehr als 180. Dagegen ist der FC Augsburg diesbezüglich recht gut durch die Saison gekommen. Verletzte Fuggerstädter verpassten 60 Spiele, die vom BVB 80. Und auch bei den Langzeitverletzten liegen die Kölner im Mittelfeld. Bei den Spielern, die zehn oder mehr Begegnungen verpasst haben, kommen die Geißböcke auf vier, Bremen und Wolfsburg auf acht. Dass die Kölner gerade in der Hintermannschaft schwer gebeutelt sind, steht außer Frage. Allerdings ist das ein Schicksal, das eben nicht nur den FC ereilt hat.








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