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·29 juin 2026

Deutschland aufgepasst: Das macht Paraguay so gefährlich

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Im Sechzehntelfinale der WM 2026 wartet auf Deutschland ein Gegner, der sich nicht mit Ballbesitz aufhält, sondern mit Kampfgeist und taktischer Disziplin überzeugt.

Paraguay hat die Gruppenphase als Dritter der Gruppe D abgeschlossen. Das 1:4 zum Auftakt gegen die USA zeigte, dass die Defensive durchaus zu knacken ist. Das 1:0 gegen die Türkei war in langer Unterzahl leidenschaftlich erkämpft, aber sehr glücklich. Und das abschließende 0:0 gegen Australien war schwere Kost, reichte letztlich aber, um als einer der besten acht Gruppendritten ins Sechzehntelfinale einzuziehen. Auf dem Papier klingt das unspektakulär. Wer Paraguay aber nur am Ergebnis misst, unterschätzt die Gefahr.


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Paraguay spielt kompakt, tief und unbequem

Das Fundament von Paraguay steht hinten. Die Albirroja verteidigt diszipliniert, steht tief und lässt sich selten weit herausziehen. In der südamerikanischen Qualifikation kassierte sie unter Trainer Gustavo Alfaro nur eine Pflichtspielniederlage, dazu kamen Heimsiege gegen die Weltmeister Argentinien und Brasilien – mit 23 und 29 Prozent Ballbesitz. Wer das Pressing versteht: Paraguay überlässt dem Gegner gerne den Ball und wartet auf den Moment, um zuzuschlagen.

Gegen die Türkei hatte Paraguay nur 19 Prozent Ballbesitz – und gewann trotzdem 1:0. Die Türkei rannte fast 90 Minuten an. Dabei halfen auch die enorm vielen Fernschüsse nicht, die allesamt keine große Gefahr bewirkten. Paraguay ließ die Türkei anrennen, verteidigte zweikampfstark und hielt den knappen Sieg sauber. Mit einem Mann weniger. Das ist beeindruckend.

Paraguay wird sicher eine Schwäche des DFB-Teams angreifen, die auch Nagelsmann ausgemacht hat: mangelnde körperliche Robustheit. Das DFB-Team muss sich auf intensive Zweikämpfe einstellen, in denen Paraguay kein Mittel scheut.

Paraguay spielt unberechenbar

Blitzstarts gehören zum Repertoire von Paraguay. Schon nach 65 Sekunden sorgte Matías Galarza für die Führung gegen die Türkei: Er schloss aus über 20 Metern flach ab, Cakir machte sich vergeblich lang. Solche Momente entstehen nicht durch aufwendiges Kombinationsspiel. Paraguay trifft durch mutige Distanzschüsse, früh getimte Vorstöße und Standards. In der Qualifikation fielen acht der 14 paraguayischen Tore nach einer Flanke. Auf diese werden Jonathan Tah und Antonio Rüdiger aufpassen müssen.

Auf diese Spieler muss Deutschland aufpassen

Julio Enciso ist der kreativste Kopf in diesem Team. Der leichtfüßige Dribbler lässt sich meist fallen, um aus der Tiefe zu Dribblings anzusetzen und sucht die Lücke zwischen den Linien. Enciso ist der Spieler, dem ein Einzelaktion reicht, um ein Spiel zu kippen.

Miguel Almirón kehrt nach seiner Rotsperre zurück. Almirón bringt Tempo und internationale Erfahrung mit und treibt die Konter auf dem rechten Flügel an. Zusammen mit Enciso bildet er das Duo, das Deutschland auf Trab halten wird.

Im Mittelfeld verdient Matías Galarza besondere Aufmerksamkeit. Den 24-Jährigen zeichnen Laufbereitschaft und ein starker linker Fuß aus. Sein Tor gegen die Türkei war kein Glückstreffer, sondern eine selbstbewusste technische Aktion aus 20 Metern

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