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·22 mars 2026

Die Ruhe vor dem Sturm: FC Bayern zeigt sich „bereit“

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Joshua Kimmich konnte es nicht glauben. „Ernsthaft?!“, rief der Kapitän des FC Bayern, seine Kinder im Schlepptau, durch die Interviewzone der Allianz Arena. Ja, wirklich, die Münchner waren gerade erstmals seit Anfang November in der Bundesliga zuhause ohne Gegentor geblieben. „Das“, betonte Kimmich nach dem 4:0 (2:0) gegen Union Berlin, „ist ja erschreckend“. Aber ja eigentlich auch: egal?

Selbst Kimmich, der sonst bei jedem noch so kleinen Kratzer gern den Finger in die Wunde legt, nahm die ihm soeben bekannt gewordene Statistik recht gelassen hin. Ja, da müsse sich die Mannschaft noch „verbessern“, sagte er. Kritischer wurden die Stimmen vonseiten des Rekordmeisters an diesem Samstag nicht. Vielmehr war spürbar: Die Bayern strotzen vor Selbstvertrauen – und sind bereit für ihre „Crunchtime“.


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Die unbändige Offensive, der komfortable Vorsprung in der Liga, die vergleichsweise geringen Verletzungssorgen – viel spricht vor der entscheidenden Saisonphase für die Münchner. So viel, dass sich schon am Samstag, über zwei Wochen vorher, alles nur noch um ein Thema zu drehen schien: das Giganten-Duell in der Champions League mit Real Madrid. „Wir“, betonte Stürmerstar Harry Kane bereits angriffslustig, „sind bereit für diese Herausforderung.“

Bayern will sich sehr gut vorbereiten

Die Partien gegen Real (7. und 15. April) sind für die Bayern der vorläufige Höhepunkt der Saison, hinzu kommt eine Woche später das Halbfinale im DFB-Pokal bei Bayer Leverkusen. Weil sie in der Liga weiter mit komfortablen neun Punkten Vorsprung an der Spitze liegen, können sich die Münchner eigentlich voll und ganz auf diese großen Aufgaben konzentrieren. Wenn, ja, wenn da nicht die Länderspielpause wäre.

Und damit die Sorge um Verletzungen. Man hoffe natürlich, sagte Christoph Freund, dass die zahlreichen Nationalspieler anders als in den vergangenen Jahren „gesund zurückkommen, dass sie auch von der Belastung nicht zu viel bekommen“. Die Bayern, das ist klar, wünschen sich nichts sehnlicher als Ruhe vor dem Sturm. Erste positive Nachrichten gab es bereits.

Kane etwa bekommt von Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel zunächst eine Pause, zudem rechnet der Verein im April mit der endgültigen Rückkehr von Manuel Neuer, Jamal Musiala und Alphonso Davies. Einziges Fragezeichen bleibt damit aktuell Aleksandar Pavlovic: Ob der Mittelfeldspieler, der wegen Hüftbeschwerden gegen Union ausfiel, zur Nationalmannschaft reist, war am Samstag noch fraglich.

Gegen Union lief es jedenfalls auch ohne den 21-Jährigen glänzend. Vor allem, weil die Münchner Offensive einmal mehr zu Höchstform auflief. Es sei „tatsächlich verrückt“, staunte Kimmich, dass die Bayern mit unglaublichen 97 Toren nach gerade einmal 27 Spieltagen nur noch vier Treffer von ihrem Liga-Rekord aus der Saison 1971/72 entfernt sind.

Zumal es ja schon gegen Union „ein paar mehr“ Treffer hätten sein können als jene von Michael Olise (43.), Serge Gnabry (45.+1, 67.) und Kane (49.). Dass es dann hin und wieder mal ein Gegentor gibt? Eigentlich egal.

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