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·27 janvier 2026
Die Yokota -Reaktion: Hannovers Sieg für die Seele

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·27 janvier 2026

Die Verunsicherung aus zuletzt vier sieglosen Spielen war sichtbar. Umso großartiger war es zu sehen, wie am Ende ein Rückkehrer (Maik Nawrocki), ein Neuer (Elias Saad) und ein fast Vergessener (Franz Roggow) Hannover wieder aufleben ließen. Und wie stark uns Daisuke Yokota, Kolja Oudenne und Benji Källman an einem guten Tag machen können. Besonders der kleine, quirlige Japaner zeigte eine starke Reaktion auf die blasse Vorwoche und drehte auf Rechtsaußen gnadenlos auf. Yokota stand stellvertretend für eine ganze Mannschaft, die wusste, dass sie etwas wiedergutzumachen hatte.
Aber auch der Coach verdiente sich ein Lob für vernünftige Personalentscheidungen. Hatten wir in der Woche zuvor in Kaiserslautern noch das seitenverkehrte Auflaufen wichtiger Stützen wie Maurice Neubauer und Virgil Ghita bemängelt, fand man beide diesmal deutlich stabiler auf ihren starken Positionen wieder. Dadurch rückte unser Allrounder Kolja Oudenne ins rechte Mittelfeld und harmonierte hervorragend mit Yokota – wie das blitzschnelle 1:0 in der 4. Minute bewies. Hier dürfte sich eine stabile Schiene für die nächsten Wochen gefunden haben.
Entgegen der berechtigten Kritik am wieder genesenen Mustapha Bundu, dem in 45 Minuten kaum etwas gelang, war dieses Comeback wichtig für den Sturmtank aus Sierra Leone, um wieder ins Laufen zu kommen. Linksaußen liegt dem Rechtsfuß halt nicht – surprise, surprise. Auch hier sollten wir die Revitalisierung der gesamten Mannschaft in den Vordergrund stellen, anstatt einzelne Spieler herauszupicken. Gleiches gilt vor allem in der Causa Tomiak, zu der unser Trainer bereits auf der anschließenden Pressekonferenz alles angedeutet hatte. Man darf hier wohl auf einen neuen Elfmeterschützen gespannt sein.
Die Optionen, die Christian Titz mit diesem breiten Kader in der Rückrunde hat, sind enorm. Es ist brutal, dass man zur zweiten Halbzeit einfach jemanden wie Elias Saad bringen kann, der sofort eine butterweiche Vorlage zum wichtigen 2:0 liefert.
Mit den beiden Toren von Daisuke Yokota und Benjamin Källman ist 96 zurück auf der von Trainer, Fans und Manager erhofften Ergebnisspur. Zwar gab es am Ende – nicht nur aufgrund der derben Temperaturen – das große Zittern, doch dieser Stresstest gehörte endlich auch mal zum Lerneffekt dazu, um in Zukunft keine Punkte mehr auf der Ziellinie einzubüßen. Da lag es fast in der Natur der Sache, dass sich die ab der 57. Minute in Unterzahl spielenden Fortunen gegen elf Rote unglaublich schwer taten – aus Angst, die Kiste doch noch zu verlieren.
Aber wie sagt man so schön: Knappe und dreckige Siege sind manchmal die besten Siege.
96 fährt momentan mit leichter Schieflage durch die Liga, ist aber weit davon entfernt, baden zu gehen. Am Wochenende ließen wieder alle Topteams ihre Punkte liegen, sodass es da oben mit uns richtig kuschelig wird. Zu Buche steht nun eine weitere Trainingswoche mit (fast) voller Kapelle, in der unsere neuen Mannschaftskollegen weiter an das Spielsystem herangeführt werden.
Am Freitag in Magdeburg liegt der Druck ohnehin bei den Gastgebern, die zuletzt das Ostduell gegen Dresden verloren haben und vor heimischer Kulisse unter Zugzwang stehen.









































