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·14 avril 2026
Ein Sieg für den 1. FC Köln, ein Sieg für René Wagner

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Simon Bartsch
14 April, 2026
Den Kölnern ist am Sonntag im Duell gegen Werder Bremen der erhoffte Befreiungsschlag im direkten Duell gelungen. Der Sieg war wichtig für die Tabelle, aber auch für den Trainer. René Wagner betonte erneut, dass es nicht um seine Person gehe.
René Wagner jubelt über seinen ersten Sieg als Cheftrainer des 1. FC Köln
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Es war eine kurze, aber eine innige Umarmung von René Wagner und Geschäftsführer Thomas Kessler, die sich die beiden sportlich Verantwortlichen am Rande des Spielfelds unmittelbar nach dem Schlusspfiff gönnten. Der 3:1-Erfolg über Werder Bremen hat zweifelsfrei einige Lasten von den Kölner Schultern genommen. Seit dem knappen Erfolg über den VfL Wolfsburg Ende Januar haben die Geißböcke also wieder einen Dreier eingefahren. „Ich freue mich jetzt für den Staff, für die Mannschaft und für alle anderen. Ich habe es ja schon mal gesagt, wenn ich Erfolg haben möchte, dann müssen alle um mich herum auch Erfolg haben – das war heute der Fall“, sagte Wagner. „Es haben sich alle reingehauen. Ich bin überglücklich für die Spieler, die einfach nur eine gute Leistung gebracht haben. So geht es in meiner Welt, so möchte ich gerne arbeiten.“
Der Trainer betonte einmal mehr, dass es dabei gar nicht um seine Person ginge, sondern nur um das Wohl des Vereins, in diesem Fall also um den Klassenerhalt. Aus rein sportlicher Sicht mag das stimmen. Doch geht es am Ende des Tages für Wagner dann eben doch auch um die eigene Zukunft. Der 37-Jährige war nach der Entlassung von Lukas Kwasniok vom Assistenten zum Cheftrainer befördert worden. Allerdings mit dem Zusatz „interimsmäßig“. „Wir haben jetzt erst mal volles Vertrauen in René“, erklärte Thomas Kessler kurz nach dem Personalwechsel. „Wir schauen uns jetzt die Spiele an und werden ihn maximal unterstützen.“ Und nach dem 3:1-Erfolg über Werder Bremen ist eine neue Trainerdiskussion erst einmal in weitere Ferne gerückt. Der FC hat durch den Erfolg fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz (St. Pauli), neun auf den direkten Abstiegsplatz (Wolfsburg) und das bei noch 15 Zählern, die für die Teams noch zu vergeben sind.
Ein gesundes Polster also. Eins mit einem beeindruckenden Torverhältnis, das am Ende eigentlich einen weiteren Punkt wert sein sollte. Zudem treffen Wolfsburg und St. Pauli am letzten Spieltag auch noch im direkten Duell aufeinander, nehmen sich die Zähler also gegenseitig ab. Sollte Köln am Freitag am Millerntor gewinnen, dürfte die Vorentscheidung gefallen sein. Denn dann betrüge der Abstand acht Zähler zu Rang 16 – bei nur noch zwölf zu vergebenden – eben inklusive gutem Torverhältnis. Die Planungen werden ohnehin zweigleisig laufen, die für die erste Liga könnten eventuell ab Freitag intensiviert werden. Auch die mit René Wagner? Selbst im Falle des Klassenerhalts ist nicht gesagt, dass der gebürtige Dresdener auch in der kommenden Spielzeit noch Cheftrainer ist. Allerdings würden die Chancen für den 37-Jährigen deutlich steigen.
Die vier Zähler aus den vergangenen beiden Spielen dürften zumindest Pluspunkte bei den Bewerbungsunterlagen des Trainers für mehr sein. Allerdings gehört zur Wahrheit natürlich auch, dass nicht gesagt ist, dass Lukas Kwasniok nicht die gleiche Anzahl an Zählern geholt hätte. Der 44-Jährige hatte immer wieder betont, dass das Spielglück nicht auf Seiten der Geißböcke sei, gerade die 50:50-Entscheidungen der Schiedsrichter und des VARs oft gegen die Kölner ausgefallen wären. Das hat sich am Sonntag sicher geändert. Sowohl der Elfmeter als auch die Rote Karte waren absolut berechtigt – genauso wie auf der anderen Seite der von Ragnar Ache verursachte Strafstoß. Doch blieb die Pfeife bei ähnlichen Aktionen auch gerne mal stumm. Zudem kann Wagner pünktlich zum Saisonendspurt nahezu aus dem Vollen schöpfen. Ausgerechnet auf der Zielgeraden stehen dem Coach so viele Spieler zur Verfügung wie seit Spieltag elf nicht mehr.
Und auch das nötige Quäntchen Glück spielte dem FC in die Karten. Spielerisch war der 3:1-Erfolg sicher kein Glanzstück. Gerade in der Offensive ließen die Kölner zahlreiche Chancen liegen, die sie sich aber immerhin erspielten. Fakt ist: Ähnlich wie bei Lukas Kwasniok sollte bei einer Bewertung auch für René Wagner am Ende des Tages die Punkteausbeute ein Faktor sein. Und da hat Wagner in den zwei bisherigen Spielen bereits einen mehr geholt als sein Vorgänger in den sieben Partien zuvor. Mit einem Erfolg am Freitag würde sich die Verhandlungsgrundlage sicherlich noch einmal verbessern.









































