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·7 février 2026

Ein Vabanque-Spiel für den 1. FC Köln und Said El Mala

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Ein Vabanque-Spiel für den 1. FC Köln und Said El Mala

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Simon Bartsch

7 Februar, 2026

Zuletzt lief es für Said El Mala beim FC nicht mehr so richtig rund. Der Offensivspieler befindet sich in einer kleinen Formdelle. Normal für einen 19-jährigen Shootingstar. Und dennoch wird man sich viele Gedanken um den Youngster machen müssen beim 1. FC Köln: Die Gratwanderung mit Said El Mala.

Said El Mala ist der große Gewinner der aktuellen Saison. Bislang der Kölner Topscorer, zahlreiche Verein sind interessiert und am Ende des Horizonts winkt vielleicht sogar die WM. Und das, obwohl es sportlich gerade nicht so richtig rund läuft. Und mitten in diesem Gemisch befindet sich der FC und muss sich Gedanken machen, wie es mit dem Youngster weitergehen soll.

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So wirklich rund will es dieser Tage für Said El Mala beim FC nicht laufen. Der Offensivspieler befindet sich zum ersten Mal in seiner noch jungen Profikarriere in einer Art Formdelle. Bei Viktoria Köln mischte El Mala in der vergangenen Spielzeit die 3. Liga auf, in der Bundesliga ging es bekanntlich auch lange bergauf. Profidebüt, das erste Bundesliga-Tor, mittlerweile Topscorer der Geißböcke und dadurch auch im Dunstkreis der Nationalmannschaft, sogar der WM im Sommer. Dazu der Hype um den 19-Jährigen und das Interesse diverser internationaler Clubs. Die Vereine lesen sich wie das Who-is-Who des europäischen Fußballs. Von Bayern München über Manchester City bis hin zum FC Barcelona – angeblich haben alle mindestens ein Auge auf den Kölner Youngster geworfen.

Ein großer Coup

Zweifelsohne ist Thomas Kessler ein ganz großer Coup gelungen. Und das nicht (nur) durch die Verpflichtung des Talents, die wohl zu einem großen Anteil eher mit Christian Keller und dem Tipp eines „Freundes“ zusammenhängt. Vielmehr hat Kessler durch eine geschickte Vertragsverlängerung die Zügel bei El Mala in der Hand. Der Youngster hat bekanntlich – gemeinsam mit seinem Bruder Malek – einen langfristigen Vertrag unterschrieben und den – ebenfalls bekannt – ohne Ausstiegsklausel – wohl eher eine Seltenheit im internationalen Fußball und mit einem Talent dieser Größenordnung. Und so befindet sich Kessler in der sehr guten Position, erst einmal abwarten zu können, welche Angebote denn da so in den Briefkasten am Geißbockheim hereinflattern.

Im vergangenen Sommer hatte mit Brighton & Hove Albion ein Club bereits ein konkretes Angebot unterbreitet, dieses später noch einmal deutlich angepasst, um nun im Winter den nächsten Versuch zu starten. Thomas Kessler und Co. können sich die gebotenen Summen zufrieden anschauen und in aller Ruhe entscheiden, wie es mit dem Youngster weitergeht. Laut der „Sport Bild“ haben die Seagulls 25 bis 30 Millionen Euro für den Kölner Shootingstar geboten. Und da sich der potenzielle Abnehmer in der lukrativen Premier League herumschlägt, dort bekanntlich höhere Ablösen bezahlt werden als im Rest Europas und das Online-Portal transfermarkt.de den Marktwert auf 40 Millionen Euro einschätzt, erscheint es nicht verwunderlich, dass der FC dem englischen Club den nächsten Korb überreicht hat.

Zahlreiche Abwägungen

Sollte es wirklich diese große Schar an Schwergewichten geben, die El Mala im Sommer verpflichten wollen, dann dürften 30 Millionen Euro bei Kessler nur ein müdes Lächeln hervorzaubern. Vielmehr könnte man in Köln auf ein Wettbieten bauen. Doch gerade befindet sich El Mala eben in diesem kleinen Formtief und deutet an, wie fragil dieses Fußballgeschäft sein kann. Und es ist mit zahlreichen Abwägungen verbunden. Zum Beispiel, ob der Shootingstar weiterhin seine Einsatzzeit bekommt, obwohl er aktuell nicht so richtig performt, andere vielleicht besser sind. Auf der anderen Seite wird man sich in Köln die Frage stellen, ob man auf einen Highlight-Spieler wie El Mala verzichten kann. Eröffnen die Geißböcke dem Youngster mit einem Stammplatz die WM-Chance oder wird der Dribbel-König der Kölner zum Einsatz kommen, wenn der Gegner müde gespielt ist?

Performt El Mala weiterhin eher mäßig oder wird nicht eingesetzt, könnte auch der Marktwert wieder fallen. Möglicherweise würde das Gefühl eines stagnierenden Potenzials wachsen. Erst recht, wenn es am Ende dann tatsächlich nicht für die WM reicht. Im Sommer wird das Thema erneut eins werden. Bleibt er, geht er? Wenn ja, wohin? Für wie viel? Und warum gibt Köln überhaupt ein so großes Talent ab?, könnten die Fragen lauten. Auch da werden die Kölner einen kühlen Kopf bewahren müssen. Auch da ist es ein riskanter Weg. Ein Abwägen aus den eigenen sportlichen Zielen, dem wirtschaftlichen Ertrag und einem antizipierenden Blick in die Zukunft. Hat der FC am Ende mehr von einer Millionensumme, die gewinnbringend investiert wird oder erhöht der Offensivspieler die Wahrscheinlichkeit, dass man einem Abstieg entgeht, der wiederum Millionen im deutlichen zweistelligen Bereich kosten würde.

Alles Gedanken, die sich die Kölner Führung in den kommenden Monaten wohl machen muss. Allerdings mit einem eher mäßigen Puls. Denn zum einen ist bei der bisherigen Leistungsexplosion nicht davon auszugehen, dass sich El Mala nicht aus der kleinen Krise befreit, zum anderen hat Kessler die Zügel in der Hand. Und das ist einer der größten Erfolge bislang mit Said El Mala.


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