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·27 mars 2026

„Ein weiterer finanzieller Einschnitt“ – So reagiert der 1. FC Köln auf die aktuelle Pyro-Strafe

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„Ein weiterer finanzieller Einschnitt“ – So reagiert der 1. FC Köln auf die aktuelle Pyro-Strafe

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Simon Bartsch

27 März, 2026

Mehr als eine halbe Millionen Euro muss der FC in dieser Spielzeit bereits für das Abbrennen von Pyrotechnik bezahlen. Der DFB setzt weiterhin auf Strafen, die offenbar aber nicht die ganz große Wirkung erzielen. So reagiert der 1. FC Köln auf die aktuelle Pyro-Strafe.

Mehr als 200.000 Euro kostete die Geißböcke der Pyro-Einsatz ihrer Fans im Heimspiel gegen die Bayern. Gegenüber come-on-fc äußerte sich Geschäftsführer Philipp Türoff.

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Pyrotechnik während des Spiels der Kölner gegen die Bayern

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Erstaunlich gut legten die Kölner gegen den FC Bayern München im Januar dieses Jahres los, die Anfangsphase gehörte jedenfalls dem Gastgeber. Doch schon bald folgte der Bruch – und zumindest nach der Meinung einiger Fans trugen die eigenen Anhänger dazu bei. Denn im Kölner Block brannte es lichterloh. Mehr als 100 Pyrotechnik-Objekte wurden abgebrannt und führten schließlich sogar zur Spielunterbrechung. Knapp zehn Minuten wurde die Begegnung der Geißböcke gestoppt, weil Rauchschwaden das Weiterspielen schwierig machten. Nach der Unterbrechung drehten die Bayern auf. Zwar gingen die Kölner durch Linton Maina in Führung, aber Serge Gnabry, Minjae Kim und Lennart Karl drehten die Partie.

110 pyrotechnische Gegenstände

Für Enttäuschung sorgte aber nicht nur der Spielverlauf nach der Unterbrechung bei vielen Fans, vielmehr war schon zu diesem Zeitpunkt klar, dass der FC wieder einmal tief in die Tasche würde greifen müssen. Und tatsächlich: 220.000 Euro müssen die Geißböcke nur für die Begegnung gegen den FCB berappen. „Den massiven Einsatz von Pyrotechnik im Spiel gegen Bayern München hatte ich bereits unmittelbar nach dem Spiel kritisch kommentiert“, sagte Philipp Türoff auf Anfrage von come-on-fc.com. „Die nun erfolgte Strafe war leider zu erwarten. Sie ist ein weiterer finanzieller Einschnitt.“ Und das ein horrender. Der FC kommt in dieser Spielzeit nun bereits auf mehr als eine halbe Millionen Euro, die als Strafe für Pyrotechnik Richtung DFB fließen.

„Dieses Geld hätten wir lieber in den Sport, unsere Infrastruktur oder Fan-Projekte investiert“, so der Kölner Geschäftsführer weiter. In der vergangenen Spielzeit kratzten die Geißböcke knapp an der Millionen-Grenze. Alleine für Pyro beim Pokalspiel gegen Hertha BSC wurden knapp 300.000 Euro fällig. Ein teures Unterfangen. Und eins, das polarisiert. Auf der einen Seite die Fans, die von den Emotionen, der Atmosphäre schwärmen, das Abbrennen von Pyro als Teil der Fankultur verstehen. Auf der anderen Seite ein genanntes Sicherheitsrisiko, die Sorge vor Verletzungen und vor allem Richtlinien. Denn in deutschen Stadien ist Pyro nun mal verboten. Ob aber der Strafenkatalog des DFB das Allheilmittel ist, darf mindestens hinterfragt werden.

Es fehlt die erhoffte Wirkung

Tatsächlich werden die einzelnen Pyrogegenstände im Nachhinein gezählt und die Summe addiert. Pro abgebranntem Objekt werden 1000 Euro fällig, wird das Spiel länger als fünf Minuten unterbrochen, verdoppelt sich die Strafe. Die harten Sanktionen gehen zunächst an den Verein und sie haben ganz offensichtlich nicht die ganz große Wirkung. Der DFB berichtete gegenüber dem „rbb“, dass in der Saison 2024/25 Strafen in Höhe von rund 12 Millionen Euro ausgesprochen wurden. Vier Mal so viel wie noch vor sieben Jahren. FC-Präsident Jörn Stobbe betonte im Sommer vor seiner Wahl gegenüber come-on-fc, dass die bisherigen Straf-System „versagt“ hätten. „Die generelle Debatte über die Wirksamkeit des aktuellen Sanktionierungssystems hat für uns Bestand, weshalb wir nach wie vor lösungsorientiert an einer Weiterentwicklung arbeiten“, erklärte Türoff nun.

Bereits nach dem Bayern-Spiel hatte der Geschäftsführer erklärt, dass man hinter den Kulissen an Lösungen arbeite. Um weitere hohe Strafen zu vermeiden, scheinen diese auch bitter nötig. „Wir erleben, dass sich der Pyro-Einsatz durch die Basta-Politik des DFB verselbstständigt hat und zu einem Symbol geworden ist, das von den Fans eingesetzt wird, um zu zeigen: Ihr könnt uns nicht gängeln. Wir machen, was wir wollen“, sagte Harald Lange, Sportwissenschaftler und Professor für Fan- und Fußballforschung an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg gegenüber dem rbb. „Und weil das jetzt auf dieser symbolischen Ebene angesiedelt ist, sehe ich keine Chance, Pyrotechnik mit Hilfe von Strafen je aus den Stadien zu verbannen.“ Vorerst werden die Kölner wohl auch weiterhin zur Kasse gebeten.

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