liga3-online.de
·2 mai 2026
"Eine Schande für Stadt und Verein": Ulm erlebt Horrorabsturz

In partnership with
Yahoo sportsliga3-online.de
·2 mai 2026

Auf den Durchmarsch in die 2. Bundesliga folgte der brutale Absturz: Der SSV Ulm ist zum zweiten Mal in Folge abgestiegen. Das 0:2 in Köln besiegelte das Schicksal der Spatzen zwar rechnerisch, war aus Sicht der Verantwortlichen jedoch nicht der Hauptgrund für den sportlichen Niedergang. Cheftrainer Pavel Dotchev hat dazu zwar eine klare Meinung.
Es zählte nur ein Sieg gegen Viktoria Köln, um die Mini-Hoffnung auf den Klassenerhalt am Leben zu halten – gelungen ist dieser nicht, blieben die Spatzen doch offensiv viel zu harmlos. Auch insgesamt war die Leistung – auch aufgrund einiger Ausfälle – erschreckend schwach. Dennoch war das 0:2 gegen Viktoria Köln aus Sicht von Dennis Dressel bei "MagentaSport" nicht der ausschlaggebende Faktor für den Abstieg: "Es hat sich die ganze Saison über hochgeschaukelt, da kamen viele Dinge zusammen", sagte er bei "MagentaSport". Der Abstieg sei "das Schlimmste, was es gibt, weil man die ganze Saison in gewisser Art und Weise versagt hat. Der Moment ist schon brutal".
Gegen Köln habe man zwar phasenweise gut verteidigt, "es stand lange 0:0, deshalb haben wir auf einen Lucky Punch gehofft, der aber nicht mehr gelungen ist". Direkt nach Abpfiff herrschte Stille am Stadion, vereinzelt waren Pfiffe zu hören. Bereits vor Spielende hatten die Ultras eine schwarze Rauchbombe gezündet und Gegenstände auf den Platz geworfen, ansonsten blieb es aber friedlich. Auf einem Banner vor der Fankurve stand: "Kein Kampf, kein Wille, eine Schande für Stadt und Verein."
Für Cheftrainer Pavel Dotchev war die Leistung seiner Mannschaft "nicht das Gelbe vom Ei": "Es gab zu wenig Entlastung, und das Aufbäumen hat gefehlt. Das war viel zu harmlos." Gleichzeitig habe man über weite Strecken gut verteidigt, "doch nach dem Gurkentor zum 0:1 ist alles zusammengebrochen. Beim zweiten Treffer konnte man vom Flugzeug aus sehen, dass der zweite Pfosten komplett frei war." Insgesamt daher eine "verdiente Niederlage, aber wir sind nicht heute abgestiegen, denn es gab in den letzten Wochen genug Möglichkeiten, die Punkte zu holen. Das tut richtig weh und fühlt sich sehr schlecht und richtig beschissen an".
Zu den Ursachen des Abstiegs sagte Dotchev: "Ich habe meine Meinung, aber die sage ich nicht öffentlich." Wichtig sei nun, die letzten beiden Partien "sauber zu Ende zu bringen". Wie es für den Deutsch-Bulgaren weitergeht, ist offen. Seine Zeit in Ulm endet im Sommer, ein Karriereende steht jedoch nicht im Raum: "Ich fühle mich noch zu jung und habe den Wunsch, meine Karriere mit einem Aufstieg zu beenden. Jetzt bin ich abgestiegen." Zum ersten Mal in seiner langen Karriere. "Das kann ich nicht so stehen lassen."
Direct


Direct


Direct



































