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·27 février 2026

Einst jagte er Zidane – heute warnt er vor Diomande

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Manche Abende kleben an einem Spieler wie ein Tattoo – weil sie zu laut, zu wild, zu groß waren, um sie zu vergessen. Für Ingo Hertzsch ist der 13. September 2000 so ein Datum: HSV gegen Juventus Turin – mit Zidane, Del Piero, Inzaghi und Davids. Dazu ein 4:4, das bis heute nachhallt.

Unser ehemaliger Verteidiger und heutiger Mitarbeiter machte einst 177 Spiele für die Rothosen und war Publikumsliebling in der Hansestadt. Im Interview blickt er auf den Volkspark von heute – und erklärt, warum die Stimmung wieder zum Faktor werden kann und ihn ausgerechnet Yan Diomande an alte Duelle erinnert.


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„Jahrhundertspiel“ gegen Zidane und Co.

In der Vorrunde der Champions League empfing der Hamburger SV damals Juventus Turin – zu jener Zeit die vielleicht beste Mannschaft Europas.

Ingo spürte bereits beim Warmmachen, „dass etwas Besonderes passieren würde. Es war ein unbeschreibliches Gefühl. Die Stimmung war ganz anders. Die Fans auf den Rängen waren total aufgeregt.“

Auch er selbst spürte das Kribbeln, denn Ingo verteidigte damals in der Abwehr gegen ein Angriffstrio bestehend aus Zinedine Zidane, Alessandro del Piero und Filippo Inzaghi. Eine enorme Herausforderung, die für einen allein kaum zu bewältigen war. 

Einen Zidane kannst du nicht allein ausschalten. Wenn er mit dem Außenrist genau in die Schnittstelle spielt, kannst du das nicht verteidigen. Wir haben im Kollektiv versucht, ihn und die anderen aufzuhalten. Wie man am Ergebnis sieht, ist uns das nicht immer gelungen“, erinnert sich Ingo mit einem Lächeln.

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Besondere Stimmung in Hamburg

Die Partie endete 4:4, weil auch die Hamburger ihre Chancen eiskalt nutzten. Und so ging dieses unglaubliche Spiel in die Fußballgeschichtsbücher ein. 

Ein Faktor für den Hamburger Erfolg war damals das Publikum, das die Mannschaft lautstark unterstützte. Das ist heute nicht großartig anders. 

Für Ingo herrscht in Hamburg eine der besten Stimmungen der Bundesliga. „Wenn es eng wird, springt der Funke vom Publikum auf die Mannschaft über. Das kann schon extrem pushen.“

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Hertzsch lobt Diomande

Das zeigt sich an den Ergebnissen, insbesondere in den Topspielen. Weder Bayern (2:2) noch Dortmund (1:1) konnten in Hamburg gewinnen, Stuttgart wurde vom HSV sogar mit 2:1 besiegt

Ingo erklärt: „Sie sind extrem stabil in der Defensive und sie haben Geduld. Im Aufbau versuchen sie, spielerische Lösungen zu finden.“ Der ehemalige Verteidiger ergänzt: „Wenn wir gute Pressingsituationen bekommen, dann können wir sie im Umschaltspiel knacken.“

Wichtig dafür sind unsere schnellen Flügelspieler, wie Senkrechtstarter Yan Diomande. Ihn nennt Ingo einen Spieler, gegen den er selbst ungern verteidigt hätte. 

„Ich weiß nicht, ob ich ihn erwischen würde. Er ist schwer zu bespielen. Das ist auch ein Spieler, den du nicht alleine verteidigen kannst, das musst du im Kollektiv machen“, schmunzelt er.

Ganz wie einst bei Zidane.

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