Eklat und Unterbrechung bei Ostderby: Aue-Fans stürmen Platz | OneFootball

Eklat und Unterbrechung bei Ostderby: Aue-Fans stürmen Platz | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: liga3-online.de

liga3-online.de

·22 février 2026

Eklat und Unterbrechung bei Ostderby: Aue-Fans stürmen Platz

Image de l'article :Eklat und Unterbrechung bei Ostderby: Aue-Fans stürmen Platz

Beim brisanten Ostderby zwischen Erzgebirge Aue und Energie Cottbus (1:2) ist es am Sonntagnachmittag zu einem Eklat gekommen. Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit hatten rund 40 Aue-Fans den Platz gestürmt und damit für eine 15-minütige Spielunterbrechung gesorgt.

Energie-Fans provozieren mit Spruchband und Gesängen

50 Minuten waren im Erzgebirgsstadion gespielt, als die mitgereisten Energie-Fans ein provokantes Spruchband in Richtung der Auer Anhänger präsentierten: "Cottbus grüßt alle fahnenlosen Schachter auf der Suche nach ihrer Identität" stand auf dem Banner. Zudem skandierten sie: "Wo sind Eure Fahnen hin"? Eine Anspielung darauf, dass die aktive Fanszene des FC Erzgebirge im vergangenen November bei einem Überfall mehrere Zaunfahnen verloren hatte. Wer die Täter sind, konnte bislang nicht geklärt werden.


Vidéos OneFootball


Image de l'article :Eklat und Unterbrechung bei Ostderby: Aue-Fans stürmen Platz

imago images

Nachdem das Spruchband gezeigt worden war, kam es zunächst an der Grenze zwischen Gästeblock und Heimbereich zu einigen Auseinandersetzungen, ehe rund 40 teilweise vermummte Auer Anhänger von der gegenüberliegenden Tribünenseite und der Gegengerade den Platz stürmten und in Richtung Gästeblock liefen. Weit kamen die Fans allerdings nicht, da sich die Polizei inzwischen vor dem Gästeblock positioniert hatte. Entsprechend traten die Aue-Fans den schnellen Rückzug an. Dabei detonierte ein Böller auf dem Rasen, der aus dem Fanblock der Heimfans geworfen worden war.

Benen schickt Mannschaften in die Kabine

Währenddessen schickte Schiedsrichter Lukas Benen die Mannschaften in die Kabinen. Bei den Hausherren blieben Kapitän Martin Männel und Marvin Stefaniak aber noch auf dem Platz, gingen in Richtung der Auer Fankurve und suchten dort das Gespräch mit den eigenen Anhängern, um diese zu beruhigen – mit Erfolg. Auch auf der Gegenseite blieb es anschließend ruhig, sodass sich auch die Polizei zurückziehen konnte. Stadionsprecher Mario Dörfler appellierte kurz danach an beide Fanlager, sich nicht gegenseitig zu provozieren.

Wenig später kehrten auch die Mannschaften zurück, nach 15-minütiger Unterbrechung konnte die Partie ab Minute 51:30 schließlich fortgesetzt werden. Zu weiteren Vorfällen kam es anschließend nicht, lediglich kurz vor Abpfiff flog erneut Pyrotechnik aus dem Auer Fanblock auf das Spielfeld. Ein 17-jähriger Tatverdächtiger konnte nach Polizeiangaben ausfindig gemacht werden. Auch die Abreisephase sei "geordnet" und aus polizeilicher Sicht "nahezu ohne relevante Vorkommnisse" verlaufen, heißt es.

Platzsturm war befürchtet worden

Das Derby war bereits im Vorfeld als Hochrisikospiel eingestuft worden, sodass ein Großaufgebot der Polizei vor Ort war. In einer Allgemeinverfügung des Erzgebirgskreises war zudem explizit vor einem Platzsturm gewarnt worden. Am Ende waren die Befürchtungen tatsächlich eingetreten. Beide Klubs müssen nun mit einer Geldstrafe des DFB rechnen.

À propos de Publisher