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·19 avril 2026
Endrick & Co. legen Traumstart hin: Enttäuschendes PSG unterliegt Lyon

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·19 avril 2026

Am 30. Spieltag der Ligue 1 traf Paris Saint-Germain auf Olympique Lyon. Der Serienmeister aus der Hauptstadt würde zwar unabhängig vom Ausgang der Partie an der Tabellenspitze bleiben, bei einer Niederlage allerdings nur einen Punkt Vorsprung auf Verfolger Lens haben. Für PSG stand nach dem erfolgreichen Einzug ins Champions-League-Halbfinale dementsprechend die nächste wichtige Aufgabe an.
Luis Enrique tauschte im Sinne der Belastungssteuerung kräftig durch und verzichtete in der Startelf unter anderem auf Ousmane Dembélé, Joao Neves und Marquinhos. Lyon dagegen startete ausgeruht ins Topspiel, das Team von Trainer Paulo Fonseca ging mit drei Punkten Rückstand auf die Champions-League-Plätze in die Partie und wollte ein Statement im Saisonendspurt setzen.
Das gelang OL zu Beginn exzellent. Eine starke Anfangsphase krönte Endrick nach mustergültiger Vorarbeit von Afonso Moreira mit dem Führungstreffer. Die Leihgabe von Real Madrid verwertete einen Steckpass mithilfe des linken Innenpfostens und erwischte PSG eiskalt (6.).
Lyon hatte Blut geleckt. Wieder war Endrick beteiligt, der Brasilianer setzte Abner Vinicius in Szene, dessen Seitfallzieher gerade noch so von PSG-Keeper Matvei Safonov über die Latte gelenkt werden konnte (12.). Verwunderte Blicke im Prinzenpark, Lyon trat couragiert und selbstbewusst auf, dem Heimteam fehlte der Zugriff. Lucas Beraldo sorgte in der Folge immerhin für den ersten Torschuss seines Teams, der wuchtige Versuch aus der Distanz wurde allerdings von Dominik Greif im Tor von OL entschärft (17.).
Praktisch im Gegenzug fiel das 0:2. Im Anschluss an eine PSG-Ecke schickte Endrick seinen Sturmpartner Moreira auf die Reise. Schneller als die gesamte PSG-Verteidigung lief der Portugiese auf Safonov zu und vollstreckte eiskalt (18.). Lyons Führung war zu diesem Zeitpunkt mehr als verdient.

Foto: IMAGO
Die Hauptstädter fingen sich um die 25. Minute. Eine Doppelchance von Ramos und Bradley Barcola wurde von Clinton Mata und Ainsley Maitland-Niles stark vereitelt, der Druck nahm aber zu (28.). Die größte Chance auf den Anschlusstreffer bot sich wenige Minuten später per Elfmeter. Maitland-Niles hatte Ex-Münchner Lucas Hernández im Sechzehner zu Fall gebracht. Es passte aber ins Bild des Pariser Abends, dass Goncalo Ramos den fälligen Strafstoß viel zu schwach und zentral ansetzte. Greif parierte, das aufgebaute Momentum wurde zurück auf Null gesetzt (33.). Zu allem Überfluss musste auch noch Mittelfeldchef Vitinha kurz darauf verletzt runter, Warren Zaire-Emery ersetzte ihn Eins-zu-Eins. Es war eine Halbzeit zum Vergessen für den Ligaprimus, Lyon war zur Pause auf Kurs Auswärtssieg.
Enrique reagierte, brachte zur Pause mehr Offensivqualität in Person von Dembélé und Khvicha Kvaratskhelia ins Spiel. PSG wurde besser, die ersten Gelegenheiten boten sich aber erneut den Gästen. Bei Moreiras Schlenzer war bei Safonov Endstation (52.), auch gegen Endrick aus spitzem Winkel war der Russe auf dem Posten (62.).
Nichtsdestotrotz nahm der Pariser Druck jetzt zu. Khalis Merahs Fehler rief Kvaratskhelia auf den Plan, von halblinks kam der Georgier aber nicht an Greif vorbei (63.). Dembélé traf aus der Distanz die Latte, die Zeit tickte allerdings für OL (75.).
Lyon schaffte es weiterhin dem Druck der Gastgeber standzuhalten. PSG erzielte zwar durch Kvaratskhelia den späten Anschlusstreffer in der Nachspielzeit, kassierte am Ende dennoch die fünfte Saisonniederlage. Mit einem Spiel in der Hinterhand könnte man den Vorsprung auf Verfolger Lens zwar wieder auf vier Punkte ausbauen, die Meisterschaft in der Ligue 1 ist aber alles andere als Formsache. Lyon setzte ein dickes Ausrufezeichen und streicht drei wichtige Punkte im Kampf um die Königsklasse ein.
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