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·4 février 2026

Ex-Real-Star kritisiert: „Mbappe ist kein Anführer“

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Bei Real Madrid ist die Lage aktuell prekär. Nach schwankenden Auftritten in La Liga, dem frühen Aus im spanischen Supercup und dem Umweg über die Champions-League-Playoffs richtet sich der Blick plötzlich auch auf Kylian Mbappe. Und die Kritik kommt ausgerechnet aus den eigenen Reihen.

Nach der 2:4-Niederlage bei Benfica hatte der französische Superstar deutliche Worte gefunden. Real fehle es an Konstanz, betonte Mbappe. „Wir können nicht an einem Tag überzeugen und am nächsten nicht. So spielt keine Mannschaft, die Titel gewinnen will“, erklärte er nach dem Spiel und nahm das Team insgesamt in die Pflicht.


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Mijatovic sieht fehlende Führungsfigur

Kurz darauf meldete sich ein ehemaliger Real-Profi zu Wort und widersprach indirekt. Predrag Mijatovic, Champions-League-Sieger mit den Königlichen, analysierte die Situation bei Cadena SER aus einer anderen Perspektive. Seiner Meinung nach liegt das Hauptproblem weniger im taktischen Bereich, sondern in der internen Struktur der Mannschaft.

„Ich glaube, Real Madrid fehlt vor allem eine echte Führungsfigur“, sagte Mijatovic. Namen wie Sergio Ramos, Luka Modric, Karim Benzema oder Fernando Hierro seien in der Vergangenheit genau diese Spieler gewesen, die in kritischen Phasen Verantwortung übernommen hätten.

Ob der Franzose diese Rolle ausfüllen könne, beantwortete Mijatovic sehr eindeutig. „Mbappe ist kein Anführer“, stellte er klar. Tore und individuelle Brillanz allein reichten dafür nicht aus. „Anführer zu sein bedeutet mehr als Leistung. Es geht um Persönlichkeit, Charakter und darum, Mitspieler auf dem Platz mitzunehmen.“

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Foto: Getty Images

Zur Einordnung zog der frühere Stürmer einen prominenten Vergleich heran: Auch Zinedine Zidane sei in der französischen Nationalmannschaft nie der klassische Anführer gewesen. „Er war der beste Spieler, aber die Führung lag bei anderen, bei Deschamps oder Blanc.“

Mijatovic nahm zudem die Mannschaft insgesamt in die Verantwortung. Es sei zu einfach, die Ursachen allein beim Trainer zu suchen. „Man muss sich fragen, ob ein Trainerwechsel alle Probleme lösen kann“, sagte er. Präsident Florentino Perez treffe keine Schuld. Stattdessen liege es nun an den Spielern selbst, einen Schritt nach vorne zu machen.

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