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·3 juin 2026
Frauenfußball heute: DFB-Frauen mit Sorgen ins Matchball-Spiel der WM Quali gegen Norwegen

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Für die DFB-Frauen steht gegen Norwegen am Freitag um 20.35 Uhr live in der ARD mehr als nur das vorletzte Gruppenspiel an. Mit einem Heimsieg in Köln-Müngersdorf soll das direkte WM-Ticket für Brasilien 2027 gelöst werden, andernfalls würde der Weg über die Playoffs drohen.

Sara Däbritz, Sjoeke Nüsken, Rebecca Knaak und Jule Brand bejubeln das 3:0, das durch ein Eigentor von Sarah Puntigam fiel. Im WM-Qualifikationsspiel am 14. April 2026 im Max-Morlock-Stadion in Nürnberg überrollten die DFB-Frauen Österreich mit 5:0. Foto: Adam Pretty / Getty Images
Ann-Katrin Berger tat im Kölner Sportpark Höhenberg alles dafür, rechtzeitig fit zu werden. Deutschlands Nummer eins trainierte mit einem aufgeklebten Schutzpolster am Oberkörper, obwohl ihre Bauchprellung weiter schmerzt. Die 35-Jährige biss sich durch, weil dieses Matchball-Spiel für die Fußballerinnen enorme Bedeutung hat.
„Wir wissen, dass wir gegen Norwegen jetzt den Sack zumachen und uns für die WM qualifizieren wollen“, sagte die Nationaltorhüterin vor der Partie. Nach dem peinlichen 0:0 in Österreich ist der Vorsprung auf die Norwegerinnen auf einen Punkt geschrumpft. Ein Sieg gegen den direkten Verfolger würde die Teilnahme an der Endrunde 2027 in Brasilien vorzeitig sichern.
Auch Linda Dallmann sprach offen über die angespannte Ausgangslage. „Die Situation ist jetzt ein bisschen schwieriger. Wir stehen ein Stück weit unter Druck“, sagte die Münchner Mittelfeldspielerin mit Blick auf die Tabelle. Gleichzeitig stellte sie klar: „Das beschäftigt uns aber nicht großartig.“
Vielleicht sei die zusätzliche Spannung sogar hilfreich, ergänzte Dallmann mit Blick auf die junge Mannschaft: „Vielleicht ist es sogar ganz gut, als relativ junge Mannschaft in so einer Situation zu sein.“ Das 4:0 aus dem Hinspiel macht Mut, doch die Personalsituation erschwert die Aufgabe deutlich.
Im deutschen Kader gibt es gleich mehrere Ausfälle auf Schlüsselpositionen. Berger ist nach ihrer vor zwei Wochen erlittenen Blessur bei einem Einsatz für ihren US-Klub Gotham FC noch nicht sicher dabei. Sollte sie passen müssen, kämen entweder die Münchnerin Ena Mahmutovic oder die Wolfsburgerin Stina Johannes zum Zug.
In der Abwehr muss Bundestrainer Christian Wück seine Stammformation nahezu komplett umbauen. Außen fehlen Kapitänin Giulia Gwinn und Franziska Kett, beide vom FC Bayern, verletzt. Innenverteidigerin Janina Minge vom VfL Wolfsburg sitzt wegen einer Rotsperre ausgerechnet gegen Norwegen auf der Tribüne.
„Wir haben das Glück, dass wir in solchen Fällen immer gute Spielerinnen haben, die dann auch sofort performen“, sagte Co-Trainerin Maren Meinert zu den Ausfällen an den neuralgischen Stellen. Neben der gesetzten Rebecca Knaak von Manchester City dürfte deshalb auch Kathrin Hendrich zum Einsatz kommen. Die 34 Jahre alte Rückkehrerin von Chicago Red Stars bringt mit 90 Länderspielen die meiste Erfahrung im aktuellen Aufgebot mit. Wück betonte bei ihrer Nominierung: Hendrich sei „ein wichtiger Teil ihrer Mannschaft“ in den USA. „Wir brauchen ihre Erfahrung, wenn Janina und Giulia wegbrechen“, sagte der Chefcoach.
Ganz ohne Probleme geht auch der Gegner nicht in das Duell. Norwegen muss ebenfalls mehrere namhafte Ausfälle verkraften. Vor allem im Angriff fehlt Kapitänin und frühere Weltfußballerin Ada Hegerberg. Außerdem fallen die Ex-Münchnerin Tuva Hansen und Frida Maanum aus.
Falls der Heimsieg vor mehr als 27.000 Fans nicht gelingt, wäre mindestens ein Remis Pflicht, damit das DFB-Team vier Tage später in Ljubljana um 18.00 Uhr gegen Slowenien weiter alles in der eigenen Hand behält. Wück zeigte sich dennoch zuversichtlich: „Wir sind positiv gestimmt“, sagte er mit Blick auf die Ausgangslage, „werden unseren Weg weiter gehen und nicht ins Zweifeln kommen.“







































