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·30 mai 2026
Fußball heute Ergebnis: PSG holt Henkelpott gegen FC Arsenal im Elfmeterschießen

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Paris Saint-Germain hat seinen Champions-League-Titel erfolgreich verteidigt und den FC Arsenal im Endspiel von Budapest mit 4:3 im Elfmeterschießen bezwungen. Nach 90 Minuten hatte es 1:1 gestanden, nach der Verlängerung ebenso. Kai Havertz hatte die Londoner früh in Führung gebracht, doch PSG gewann das Elfmeterschießen und holte sich den Henkelpott zum zweiten Mal.

PSG-Spieler jubeln nach Desiré Doués Tor im Elfmeterschießen während des UEFA Champions-League-Finales 2026 gegen Arsenal FC in der Puskás-Arena. Das Finale fand am 30. Mai 2026 in Budapest, Ungarn statt. Lars Baron / Getty Images Europe via Getty Images
Vor 61.035 Zuschauern in der ausverkauften Puskas-Arena legte Arsenal furios los. Kaum hatte das Finale begonnen, nutzte Havertz in der 6. Minute die erste Gelegenheit des Spiels und jagte einen verunglückten Befreiungsschlag von PSG-Verteidiger Marquinhos aus spitzem Winkel wuchtig ins Netz. Für den DFB-Stürmer war es ein besonderer Treffer, denn als erster Deutscher traf er damit in zwei Champions-League-Endspielen.
Arsenal verteidigte anschließend tief und diszipliniert, oft stand Havertz nur wenige Meter vor dem eigenen Strafraum. Die Mannschaft von Mikel Arteta, die bis zum Finale ohne Niederlage und mit nur sechs Gegentoren durch den Wettbewerb marschiert war, überließ Paris viel Ballbesitz, konnte mit den rund 80 Prozent des Gegners aber zunächst wenig anfangen. Das von Katar finanzierte Milliardenprojekt PSG, das unter Luis Enrique zu einer echten Einheit gereift ist, fand lange keine Lücke.

Luis Enrique, Trainer von Paris Saint-Germain, reagiert emotional während des UEFA Champions-League-Finales 2026 gegen Arsenal FC in der Puskás-Arena. Das Finale fand am 30. Mai 2026 in Budapest, Ungarn statt. David Ramos / Getty Images Europe via Getty Images
Der deutsche Schiedsrichter Daniel Siebert ließ die Zweikämpfe zunächst mit internationaler Härte laufen, griff aber beim Zeitspiel der Gunners früh durch. Verteidiger Cristhian Mosquera sah in der 47. Minute Gelb. Wenig später brachte derselbe Mosquera Chwitscha Kwarazchelia im Strafraum zu Fall, Siebert zeigte entschlossen auf den Punkt, und Ousmane Dembélé verwandelte den Foulelfmeter in der 65. Minute cool links unten.
Danach übernahmen die Pariser zunehmend das Kommando. Kwarazchelia scheiterte in der 77. Minute am Pfosten, während Arsenal weiter auf Ordnung und Kompaktheit setzte. Auch die Verlängerung brachte zunächst keine Entscheidung. Havertz blieb dort bereits entkräftet auf der Bank, und die Partie blieb hart umkämpft.
In der 102. Minute forderte Arsenal bei Siebert vehement einen Strafstoß, als Noni Madueke zu Fall kam. Der Unparteiische ließ jedoch weiterspielen. Ein weiteres Tor fiel bis zum Ende der Verlängerung nicht, sodass das Finale vom Punkt entschieden werden musste.

Ousmane Dembélé von Paris Saint-Germain springt in Jubel nach seinem Elfmeter-Tor während des UEFA Champions-League-Finales 2026 gegen Arsenal FC in der Puskás-Arena. Das Tor fiel am 30. Mai 2026 in Budapest, Ungarn. Lars Baron / Getty Images Europe via Getty Images
Im Elfmeterschießen behielt PSG die Nerven, während Arsenal den bitteren Rückschlag hinnehmen musste. Gabriel schoss entscheidend über das Tor, danach brach bei den Franzosen grenzenloser Jubel aus. Paris verteidigte damit den Platz auf Europas Fußball-Thron und reihte sich als erst zweites Team nach Real Madrid ein, das den Titel in der Champions League in der Folgesaison erneut gewann.
Schon 2025 hatte PSG Inter Mailand mit 5:0 überrollt, nun ist in der Nähe des Eiffelturms für Sonntag eine große blau-rote Feier geplant. Havertz dagegen verpasste nach seinem Triumph 2021 mit dem FC Chelsea, als die Londoner Manchester City 1:0 bezwangen, den zweiten Henkelpott seiner Karriere. In London soll zwar ebenfalls gefeiert werden, allerdings nur wegen der Meisterschaft. Für Arsenal bleibt die Erkenntnis, wieder zur europäischen Spitze zu zählen, während der erste Titel in der Königsklasse weiter auf sich warten lässt. Schon 2006 hatte der Klub ein Finale in Paris gegen Barcelona mit 1:2 verloren.
Unter den Gästen der ausverkauften Arena befanden sich auch Größen wie Thierry Henry und FIFA-Präsident Gianni Infantino. Aus der Ferne drückten die WM-Fahrer der deutschen Nationalmannschaft ihrem Mitspieler Havertz die Daumen. Kapitän Joshua Kimmich sagte: „Ich hoffe, dass er mit einem Erfolgserlebnis hierherkommt und den Titel mitbringt. Und dann mit einer positiven Energie ins Turnier startet“. Die DFB-Auswahl verfolgte das Spiel gemeinsam im Frankfurter Teamhotel, während Havertz, der in dieser Saison wegen Verletzungen 35 Spiele verpasst hatte, auf das Vertrauen von Arteta in der Startelf antwortete und Arsenal zunächst auf Kurs brachte.
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