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·7 juillet 2026

Fußball heute Ergebnisse: Balogun wirkungslos: Belgien stoppt die USA mit 1:4

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USA - Belgien1/8

Di 07.07. · 02:00 Uhr · ARD


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Belgien hat die USA im Achtelfinale von Los Angeles klar mit 4:1 (1:0) bezwungen und damit den Traum der Gastgeber vom Turnier-Ausbau jäh beendet. Folarin Balogun, um dessen aufgehobene Sperre im Vorfeld so viel Wirbel entstanden war, blieb dabei nahezu wirkungslos. Statt der erhofften Soccer-Party steht für die Amerikaner nun das bittere Aus, während die Belgier im Viertelfinale auf Europameister Spanien treffen.

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SEATTLE, WASHINGTON – 6. JULI: Romelu Lukaku (#9) aus Belgien feiert das vierte Tor seiner Mannschaft, während Matt Freese (#24) aus den Vereinigten Staaten reagiert – während des Achtelfinalspiels der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 zwischen den USA und Belgien im Seattle Stadium am 6. Juli 2026 in Seattle, Washington. (Foto: David Ramos/Getty Images)

Balogun im Fokus, das US-Team ohne Zugriff

Der begnadigte Angreifer der USA fand gegen die eiskalten „Roten Teufel“ kaum statt. Beim 1:4 wurde der 25 Jahre alte Mittelstürmer von seinen zu oft indisponierten Kollegen ebenso ausgehebelt wie von einer belgischen Mannschaft, die defensiv stabil stand und vorne konsequent zuschlug. Für die USA war es die schlechteste Leistung des Turniers ausgerechnet im wichtigsten Spiel der jüngeren Verbandsgeschichte.

Nationaltrainer Mauricio Pochettino brachte die Enttäuschung offen auf den Punkt. „Es war nicht unser Tag. Wir hatten von Beginn an keinen Bezug zum Spiel. Gratulation an Belgien, sie waren besser als wir“, sagte er. Zugleich stellte er klar: „Wir brauchen nicht nach Ausreden suchen, wir sind nicht so aufgetreten, wie wir sonst auftreten.“

Belgische Effizienz zerstört die Hoffnungen

Charles De Ketelaere traf in der 9. und 33. Minute doppelt, Hans Vanaken erhöhte in der 57. Minute, Romelu Lukaku setzte in der Nachspielzeit mit dem 4:1 den Schlusspunkt. Damit zog Belgien zum vierten Mal in der Geschichte in ein WM-Viertelfinale ein. In Los Angeles war die Mannschaft von Rudi Garcia auch ohne Kevin De Bruyne und Jérémy Doku, beide zunächst auf der Bank, über weite Strecken der ersten Halbzeit klar überlegen.

Die viel kritisierte Aufhebung der FIFA-Sperre für Balogun dürfte den Verband weiter beschäftigen. Ein Viertelfinaleinzug der USA hätte dem Fall zusätzlich Brisanz verliehen, doch dazu kam es nicht. Stattdessen endete die Reise der Amerikaner nach Kanada und Mexiko als dritter Co-Gastgeber bereits im Achtelfinale. Eine schwache Abwehrleistung machte auch den zwischenzeitlichen Ausgleich von Leverkusens Malik Tillman in der 31. Minute wertlos.

Politik, Proteste und ein Spiel mit aufgeheizter Atmosphäre

Schon vor dem Anpfiff hatte die Partie wegen Baloguns von der FIFA aufgehobenen Sperre kaum noch rein sportlichen Charakter. Vorausgegangen war ein Anruf von US-Präsident Donald Trump bei FIFA-Präsident Gianni Infantino. Trump erklärte später, er habe lediglich um eine Überprüfung von Baloguns Roter Karte aus dem Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina gebeten, das die USA 2:0 gewonnen hatten. Infantino und die FIFA wiesen jedes Fehlverhalten zurück.

Für Unmut sorgte die Entscheidung dennoch, auch bei den Belgiern. Der Verband RBFA versuchte, die Aufhebung der Sperre anzufechten, scheiterte aber vor der Berufungskommission der FIFA mit dem Hinweis, der Einspruch sei unbegründet. Die Belgier kündigten Konsequenzen an, sollte Balogun in Seattle auf dem Spielberichtsbogen des Schiedsrichters stehen. Genau so kam es.

Als der 25-Jährige rund 45 Minuten vor dem Spiel den Rasen betrat, wurde er von den Fans mit „U-S-A, U-S-A!“-Rufen empfangen. Auch bei der Verkündung der Startaufstellungen fiel sein Name besonders laut auf. Auf der Tribüne verfolgte Infantino die Partie an der Seite von Belgiens Verbandspräsidentin Pascale Van Damme.

Belgien kontrolliert, die USA brechen ein

Rudi Garcia hatte vorab betont, seine Mannschaft werde in Seattle „nicht die Nationalmannschaft oder den Verband“ verteidigen, sondern „den Fußball mit seiner Ethik und Integrität“. Auf dem Platz wirkte diese Botschaft sofort. Die Belgier hielten die USA in der ersten Hälfte weitgehend unter Kontrolle, während die US-Defensive vor allem um Kapitän Tim Ream beim ersten Treffer von De Ketelaere viel zu schläfrig agierte.

Balogun hing im Sturmzentrum lange völlig in der Luft, ehe er nach etwa einer halben Stunde einen Freistoß herausholte. Diesen verwandelte Tillman zum zwischenzeitlichen 1:1, wobei Vanaken den Ball für Thibaut Courtois unhaltbar abfälschte. Doch die Freude auf den Rängen hielt nur 116 Sekunden. Dann verschlief die amerikanische Hintermannschaft erneut, und wieder schlug De Ketelaere zu.

Pochettino reagierte verärgert und trat an der Seitenlinie gegen einen Getränketräger. Auf den Tribünen machte sich Ernüchterung breit. Belgien verteidigte weiter diszipliniert und profitierte vorne von einem weiteren US-Fehler, als Torhüter Matt Freese den Ball weit vor seinem Strafraum viel zu lange am Fuß hielt. De Ketelaere stibitzte ihm die Kugel, Vanaken schob aus der Distanz ein.

Der arg frustrierte Pochettino nahm unter anderem Christian Pulisic vom Feld. Der US-Star schaute dann mit an, wie seine Mitspieler noch einmal alles nach vorne warfen, aber auch in dieser Phase von den Belgiern immer wieder abgekocht wurden.

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