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·21 avril 2026

„Hat nichts mit Fankultur zu tun“: Bremer CDU will HSV zahlen lassen

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Nach den Ausschreitungen rund um das Nordderby zwischen Werder Bremen und dem HSV verschärft sich die politische Debatte über Konsequenzen für gewaltbereite Fans.

Besonders die Bremer CDU fordert nun, den HSV finanziell stärker in die Verantwortung zu nehmen. Auslöser dieses Aufrufs sind mehrere Zwischenfälle im Weserstadion, darunter das Abbrennen einer Toilettenanlage sowie der Einsatz von Pyrotechnik, die gezielt in Richtung von Menschen geschossen wurde.


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Für Marco Lübke, innen- und sportpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, ist klar: „Gewalt hat in unseren Stadien nichts zu suchen. Wenn Pyrotechnik gezielt auf Menschen geschossen wird, Toiletten brennen und Fans randalieren, hat das mit Fankultur nichts mehr zu tun.“

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Foto: Getty Images

HSV verurteilt Verhalten der eigenen Fans

Die CDU verlangt deshalb, dass die entstandenen Schäden nicht allein beim Heimverein hängen bleiben. Gerade bei sogenannten Hochrisikospielen müsse auch der Gastverein stärker eingebunden werden. Unterstützung kommt dabei indirekt von der Gewerkschaft der Polizei, die ebenfalls eine „gerechte und verbindliche Kostenverteilung“ fordert.

Auch Bremens Innensenatorin Eva Högl unterstreicht die Brisanz der Lage. „Nur weil hunderte Polizistinnen und Polizisten im Einsatz waren, ist der Tag ohne schwere Ausschreitungen geblieben“, erklärte die SPD-Politikerin. Die Polizei ermittelt inzwischen und hat mehrere Anzeigen aufgenommen.

Auch beim HSV stößt das Verhalten der eigenen Anhänger auf scharfe Kritik. Cornelius Göbel, Direktor für die Bereiche Fans, Kultur und Nachhaltigkeit, sprach im Nachgang von einer „deutlichen Eskalation“ und betont: „In dem Moment, in dem sie gezielt in Richtung von Menschen eingesetzt wird, sprechen wir nicht mehr über Fankultur, sondern über konkrete Gefährdung. Das ist eine klare Grenzüberschreitung.“

Auch der aktuelle Alleinvorstand Eric Huwer sprach von „einem absoluten No-Go“. Da müsse man „keine Wortklaubereien bemühen“. Sein Versprechen lautete daher: „Wir werden den Bremer Kollegen und Behörden behilflich sein, die Verursacher dessen zu identifizieren.“

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