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·30 août 2025
Held, Redder und Co: Diese Sieger von 1966 erleben Trikot-Hommage des BVB noch

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·30 août 2025
Während das Trikot von Borussia Dortmund für die im Sommer gespielte Klub-WM ein hörbar geteiltes Echo fand, fällt das Urteil über das Design des neuen Pokaltrikots des BVB deutlich positiver aus. Dieses ist als Hommage an die Sieger des Europapokals der Pokalsieger 1966 konzipiert, von denen einige diese besondere Ehrung ihrer sportlichen Leistung noch erleben.
Das ist das Angenehme für die Gestalter der Trikots eines Proficlubs, wenn dieser bereits zahlreiche erfolgreiche Epochen erlebt. Das aktuelle Heimtrikot von Borussia Dortmund nimmt Anleihen bei den mit zwei Deutschen Meisterschaften herausragenden 1990er Jahren. Für das Pokaltrikot, welches im DFB-Pokal und in der Champions League – hier die acht Gegner des BVB in der Ligaphase – zum Einsatz kommen wird, konnte man sich fürs Pokaltrikot beim Design von gleich drei Dekaden früher Inspiration holen.
1966 waren die Europapokal noch jung. Der Europapokal der Landesmeister wurde erstmals 1956 ausgetragen, jener der Pokalsieger 1960. Bis zu jenem Finale von Glasgow, das Borussia Dortmund mit 2:1 n. V. gegen den favorisierten FC Liverpool für sich entschied, hatte noch keine deutsche Mannschaft einen der beiden Wettbewerbe gewonnen. Im Vorjahr stand zwar der TSV 1860 München im Finale, zog aber gegen West Ham United den Kürzeren.
Umso größer war der Jubel nicht nur bei den Anhängern des BVB, sondern in ganz Fußball-Deutschland, als die Dortmunder mit der Trophäe im Gepäck aus Schottland heimkehrten und dabei zum ersten deutschen Europapokalsieger geworden waren.
Photo by Christof Koepsel/Getty Images
Angesichts von inzwischen 59 Jahren, die seitdem vergangen sind, sind viele der Spieler von damals bereits verstorben. Darunter befinden sich mit Hans Tilkowski, Dieter „Hoppy“ Kurrat, Rudi Assauer, Alfred „Aki“ Schmidt oder Reinhard „Stan“ Libuda zahlreiche Größen der Vereinsgeschichte des BVB wie nicht zuletzt des Ruhrgebietsfußballs.
Einige Spieler aber erleben diese Hommage in Form einer Trikotgestaltung durch ihren damaligen Club noch. Allen voran Sigfried „Siggi“ Held. Der Torschütze zum 1:0 vom Hampden Park feierte erst kürzlich seinen 80. Geburtstag. Von den elf Spielern, die in Glasgow auf dem Platz standen, leben zudem noch Wolfgang Paul, der immer noch dann und wann beim BVB ins Stadion geht, und Theo Redder. Ebenfalls noch unter den Lebenden weilen die in jener Saison im Kader befindlichen Jürgen Weber und Reinhold Wosab. Sie werden die Hommage an ihren Erfolg von 1966 sicher genauso wahrgenommen haben wie die damals im Finale eingesetzten Spieler.
Nun spielen BVB-Akteure wie Serhou Guirassy, Julian Brandt oder demnächst auch Nico Schlotterbeck in einem Design, das deutliche Anleihen an jenem von 1966 nimmt.