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·7 juin 2026

Hochrechnungen: Wahlsieg! Pérez bleibt Präsident von Real Madrid

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Florentino Pérez bleibt bei Real Madrid der Chef – Foto: Angel Martinez/Getty Images

Real Madrid: Pérez schlägt Riquelme

MADRID. Jetzt hatte er mal einen Herausforderer – aber auch diesmal setzt er sich durch: Florentino Pérez bleibt trotz der sportlichen Schieflage mit zwei Spielzeiten in Folge ohne bedeutenden Titel an der Spitze von Real Madrid. Der 79-Jährige hat am Sonntag bei der ersten richtigen Präsidentschaftswahl seit 2006 die Oberhand gegen Enrique Riquelme behalten.


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Die Mehrheit der Mitglieder wählte nicht den 37 Jahre alten Energie-Unternehmer, sondern den mit 37 Titeln erfolgreichsten Präsidenten der Vereinsgeschichte, der damit in seine insgesamt schon sechste Amtszeit geht. Sie läuft bis zum Sommer 2030. Pérez erhielt zwischen 60 und 65 Prozent der Stimmen, wie nach 20 Uhr die Hochrechnungen mehrerer Medienhäuser in Madrid übereinstimmend ergaben. Vom Klub ist das Ergebnis noch nicht offiziell verkündet.

Stimmberechtigt waren alle volljährigen und im Wählerverzeichnis Mitglieder des Klubs, insgesamt 75.214 Menschen. Auch Pérez und Riquelme durften in der Basketballhalle auf dem Real-Gelände in Valdebebas zur Urne schreiten.

Riquelme könnte später Präsident werden

Dass der mächtigere, bekanntere und besser vernetzte Pérez bei der Wahl als Gewinner hervorgeht, war im Vorfeld zu erwarten. Ein Erfolg von Riquelme wäre eine große Überraschung gewesen. Möglicherweise verschiebt sich dieser aber auch einfach nur in die Zukunft. Fakt ist: Pérez wird am 8. März 2027 80 Jahre alt, wird nicht mehr ewig das Oberhaupt der Königlichen bleiben. Bei einem nächsten Versuch könnte es für den jungen Geschäftsmann klappen. Auch ein Pérez war einst zunächst gescheitert. 1995 hatte er das Nachsehen gegenüber Ramón Mendoza, 2000 gewann er das Rennen dann gegen Lorenzo Sanz.

Riquelme hatte im Vorfeld zwar großspurig mit den Verpflichtungen von Erling Haaland und Rodrigo Hernández für sich geworben, dazu Raúl González Blanco als Sportdirektor angekündigt. Gleichzeitig kam aber ein Widerspruch auf, was die Besetzung des Trainerpostens angeht: Zunächst sprach der aus der Provinz Alicante stammende Spanier – geboren in Cox – davon, er würde mit seinem ausfindig gemachten Coach und Raúl bereits am Kader arbeiten, später kam jedoch heraus, dass Jürgen Klopp die erklärte Wunschlösung von Raúl an der Seitenlinie sei und er nach einem potentiellen Wahlsieg Kontakt zu ihm aufnehmen wolle.

150-Millionen-Angebot: Jetzt wird es spannend

Pérez hingegen war klar, kündigte die Rückkehr von José Mourinho an, sofern er die Mitglieder-Mehrheit erhält. Nachdem er sie bekommen hat, ist nun jederzeit mit der Verkündung der Verpflichtung des „Special Ones“ seitens des Klubs zu rechnen. Das gleiche gilt in den Fällen Ibrahima Konaté (kommt ablösefrei vom FC Liverpool) und Denzel Dumfries (kommt per Ausstiegsklausel für 20 Millionen Euro von Inter Mailand). Die Transfers beider Verteidiger bestätigte Pérez im Vorfeld der Wahl, die er am 12. Mai ausgerufen hatte, obwohl er erst Anfang 2025 abermals konkurrenzlos in seinem Amt bestätigt worden war.

Spannend wird es bei den Madrilenen nun aber vor allem rund um das Vorhaben des Bauunternehmers, einen Rekord-Einkauf zu tätigen. „Am Dienstag werde ich einem bedeutenden Champions-League-Klub ein Angebot für einen großen Spieler unterbreiten, der zum teuersten Einkauf in der Geschichte von Real Madrid werden würde. 150 Millionen Euro mindestens“, so Pérez am Donnerstag in der Sendung „Horizonte“ beim spanischen Fernsehsender CUATRO. Er verneinte jeden Namen, der ihm genannt wurde – auch den von Michael Olise. Angeblich hat er es aber auf den Rechtsaußen des FC Bayern München abgesehen. Zunächst waren die Spekulationen der Öffentlichkeit in Richtung Vitinha und João Neves von Paris Saint-Germain gegangen, da im Mittelfeld der Merengues Handlungsbedarf herrscht.

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