Jahmai Simpson-Pusey im Exklusiv-Interview: „Jeder möchte irgendwann in seiner Karriere dorthin gelangen“ – Teil 2 | OneFootball

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·7 avril 2026

Jahmai Simpson-Pusey im Exklusiv-Interview: „Jeder möchte irgendwann in seiner Karriere dorthin gelangen“ – Teil 2

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Jahmai Simpson-Pusey im Exklusiv-Interview: „Jeder möchte irgendwann in seiner Karriere dorthin gelangen“ – Teil 2

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Simon Bartsch

7 April, 2026

Der Engländer wechselte im Winter leihweise an den Rhein. Mit come-on-fc.com spricht der 20-Jährige über die Zeit bei Manchester City, seine Karriereziele und seine Zukunft beim 1. FC Köln: Jahmai Simpson-Pusey im Exklusiv-Interview – Teil 2

Der 20-Jährige kam im Winter aus England und wurde von Manchester City bis zum Sommer an den 1. FC Köln ausgeliehen. Wie es für den Innenverteidiger weitergeht, ist bislang noch offen. Im ersten vereinsexternen Exklusiv-Interview sprach der Engländer mit come-on-fc.com über seine Karriereziele, die Zukunft beim FC und die Zeit bei Manchester City. Jahmai Simpson-Pusey im Interview – Teil 2.

Jahmai Simpson-Pusey im Exklusiv-Interview mit come-on-fc

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Das Gespräch führte come-on-fc.com

In den Spielen für den FC haben Sie absolut überzeugt. Und das mit 20 Jahren. Ganz Köln fragt sich, wieso hat so ein Innenverteidiger mit dieser Klasse genau ein Spiel für Celtic gemacht. Was waren die Gründe, dass es nicht funktioniert hat?

Jahmai Simpson-Pusey: Es lief einfach nicht wie geplant. Ich hatte schon die Hoffnung, auf Einsatzminuten zu kommen. Im  Grunde habe ich alles gemacht, was von mir verlangt wurde und irgendwann kam ich einfach nicht mehr zum Einsatz. Dann kam ein neuer Trainer und auch unter ihm spielte ich keine Rolle. Ich hatte schon das Gefühl, dass ich mich ganz gut geschlagen habe. Auch, weil ich nicht auf meiner Stammposition gespielt habe. Letztendlich hat es zwischen mir und Celtic einfach nicht gepasst.

Sie beschreiben die Zeit in Schottland dennoch als sehr wichtig…

Jahmai Simpson-Pusey: Das war sie definitiv. Viele Spieler machen eine solche Erfahrung mit 23, 24 oder 25 Jahren und lernen, mental damit umgehen. Für 18- oder 19-Jährige ist es hart, keine Spielzeit zu bekommen, nicht im Kader zu stehen und mit der Jugendmannschaft trainieren zu müssen. Das kann ziemlich demoralisierend sein. Ich bin die ganze Zeit ruhig geblieben. Irgendwann bekommt man seine Chance. Es gibt diese Redewendung: Bevor du ganz oben ankommen kannst, musst du immer erst einmal unten gewesen sein. Diese Erfahrung war für mich wichtig. Das bringt mir einiges für die Zukunft.

Sie sind 20 Jahre alt und strahlen eine beeindruckende Ruhe am Ball aus, lösen Druck-Situationen spielerisch. Woher kommt diese Ruhe? Ist das die Schule von ManCity?

Jahmai Simpson-Pusey: Ja, definitiv. Diese Spielweise gehört zur Philosophie bei der Ausbildung in Manchester. Ich war aber auch nicht immer Innenverteidiger und denke, dass ich am Ball wahrscheinlich etwas besser bin als der durchschnittliche Innenverteidiger. Vielleicht hilft es, dass ich schon zahlreiche andere Positionen gespielt habe, im zentralen Mittelfeld oder als Kind im Sturm. Ich habe das Gefühl, dass Dribblings und der Druck von anderen Spielern mich nicht so sehr aus der Ruhe bringen.

Dann ist dies eine Ihrer Stärken, wo liegen Ihre Schwächen?

Jahmai Simpson-Pusey: Gerade in der Phase, in der ich nicht gespielt habe, gab es einige Themen. Ich habe aber das Gefühl, dass ich jetzt wieder an mein altes Niveau anknüpfen kann. Aber natürlich gibt es auch noch Themen, an denen ich arbeite.

„Im Moment haben wir noch sehr gute Chancen, in der Liga zu bleiben“

Gibt es bei Pep Dinge, die Sie von ihm gelernt haben, die Sie der Mannschaft weitergeben können?

Jahmai Simpson-Pusey: Er hat mir sehr viel mit auf den Weg gegeben. Als Innenverteidiger sagte er mir immer, dass es die kleinen, einfachen Dinge sind, die einen zum Top-Spieler machen. Den Gedanken lasse ich in mein Spiel einfließen, auch wenn ich wahrscheinlich riskanter spiele als andere. Aber es sind immer die einfachen Dinge, die die Defensive zusammenhalten. Die Abwehrreihe ist quasi das Herzstück des Teams.

Sie haben Ihre Ausbildung bei einem der besten Vereine der Welt erlebt. Sie standen für ManCity schon einige Male auf dem Platz, haben Champions League gespielt. Und das unter einem der besten Trainer der Welt. Stellt die Ausbildung die Weichen für Karriereziele?

Jahmai Simpson-Pusey:  Ich habe mit den besten Spielern und dem besten Trainer auf höchstem Niveau gespielt, da bekommt man einen Einblick in deren Arbeitsweise. Jeder möchte irgendwann in seiner Karriere dorthin gelangen. Ich würde sagen, dass diese Erfahrung eine gute Voraussetzung ist, um auf Top-Niveau anzukommen. Aber ich lasse die Dinge einfach auf mich zukommen.

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Was sind denn Ihre langfristigen Karriereziele?

Jahmai Simpson-Pusey: Das ist nicht ganz einfach zu beantworten, weil man daran später auch gemessen wird. Ich will einfach mein Bestes geben und dann schauen wir, wohin das führt.  

Und kurzfristig? Wie stehen die Chancen aus Ihrer Sicht, dass wir Sie nächste Saison in Köln sehen werden? Der FC hat eine Kaufoption…

Jahmai Simpson-Pusey: Dazu kann ich aktuell nicht viel sagen. Ich weiß es selbst noch nicht. Es liegt ja auch nicht alles in meiner Hand. Im Fußball kann so viel passieren. Es macht keinen Sinn, Dinge zu versprechen, die dann doch anders kommen.

Der Weg mit ManCity ist zwangsläufig ein erfolgreicher. Bei Celtic ging es auch um Titel. Nun stecken Sie das erste Mal mit einer Mannschaft im Abstiegskampf. Wie erleben Sie das mental?

Jahmai Simpson-Pusey: Ich denke da eigentlich nicht drüber nach. Ich spiele einfach die Spiele und versuche, immer mein Bestes für die Mannschaft zu geben. Ich glaube, meine Mitspieler machen das genauso. Deshalb beunruhigt mich die Situation im Moment auch nicht. Es sind ja noch ein paar Spiele zu gehen. Ich bin mir sicher, dass wir weiterhin gut performen werden. Im Moment haben wir noch sehr gute Chancen, in der Liga zu bleiben.

Wer ist fußballerisch Ihr Vorbild? Welche Eigenschaften hätten Sie gerne von ihm?

Jahmai Simpson-Pusey: Was die Qualitäten auf dem Platz angeht, ist es John Stones. Ich mag seine Spielweise sehr, besonders die der letzten Saison. Er spielt genauso, wie ich selbst gerne spielen würde. Seine Rolle auf dem Platz ist mit viel Verantwortung verbunden. Über die gesamte Saison hinweg war er ein herausragender Spieler.

Sie kennen Erling Haaland von ManCity, haben gegen Harry Kane gespielt. Wer ist der unangenehmere Stürmer? Und wie unangenehm ist es gegen „Mr Fallrückzieher“ Ragnar Ache im Training zu spielen?

Jahmai Simpson-Pusey: Persönlich würde ich sagen, Erling Haaland ist definitiv schwerer zu bespielen. Weil er eher ein Stürmer ist, der sich in deinem Rücken immer wieder davonstehlen kann. Er ist super athletisch, springt einfach über dich hinweg, um zu köpfen. Und Kane – Kane ist ein wahnsinnig guter Spieler, aber er spielt eigentlich nie gegen die letzte Abwehrkette. Er lässt sich immer zurückfallen und holt sich den Ball. Er ist eher ein Spielmacher im Sturm. Die beiden spielen sehr unterschiedlich. Ragy ist einfach eine Bestie, ein Top-Spieler und ein sehr aufgeschlossener Typ. Er ist immer bereit, an Dingen zu arbeiten, von denen er denkt, er könne da besser werden. Da habe ich größten Respekt vor.


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