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·20 mai 2026
Jetzt wird`s skurril: Löwen-Ultras wollen Sabotage-Banner vom FC Bayern zurück

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·20 mai 2026

VON OLIVER GRISS UND FOTO (BR)
Die Rivalität zwischen Blau und Rot besteht seit Jahrzehnten – doch das letzte Aufeinandertreffen der beiden ersten Mannschaften liegt lange zurück: Im Februar 2008 verlor der TSV 1860 das DFB-Pokal-Viertelfinale in der ausverkauften Allianz Arena mit 0:1 – durch einen unberechtigten Foulelfmeter in der 120. Minute. Torschütze war damals Franck Ribéry.
Inzwischen bekämpfen sich vor allem die beiden Fanlager, oft unter der Gürtellinie. Am vergangenen Sonntag gelang den Löwen-Ultras ein Coup, der noch lange nachhallen dürfte: 1860-Anhänger crashten die Meisterfeier des FC Bayern, indem sie ein XXL-Plakat einschmuggelten, das die Bayern-Fans bereitwillig ausrollten. Es gab nur einen Haken: Das Logo war nicht bayernlike. Statt des Vereinsnamens prangte darauf die derbe Verunglimpfung „FC Bauern Hurensöhne“. Darüber sprechen Fußballfans weltweit; die Szenen vom Ausrollen schafften es sogar zu „TV Total“. Die Löwen also mal wieder auf der großen Bühne, wenn schon nicht sportlich, dann mit solchen Aktionen wie am vergangenen Sonntag.
Nun wird es aber skurril: Laut „Bild“ wollen die Sechzger nicht nur das Plakat zurück, sie sprechen auch offen über den Plakat-Anschlag auf dem Marienplatz. „Die Fahne wurde kurz vor der Zeremonie verdeckt durch alle Sicherheitsschleusen geschmuggelt. Wir wurden weder aufgehalten noch befragt“, sagen die anonym bleiben wollenden Ultras dem Blatt. Einer von ihnen ergänzt: „Wir haben eine Woche an der Fahne gemalt. Sie hatte einen Durchmesser von 15 Metern, eine Fläche von 180 Quadratmetern und ein Gewicht von 20 Kilogramm.“ Mit T-Shirts des Bayern-Sponsors Telekom verschafften sich die Löwen Zutritt zur Meisterparty des Titelträgers.
1860-Fananwalt Gerald Assner will vermitteln. Gegenüber „Bild“ sagte er: „Die Mandanten wollen nicht, dass für die Entsorgung noch weitere Kosten entstehen. Wir hoffen, dass sich die Mitarbeiter melden, die die Fahne aufbewahren.“ Nach Informationen der „Bild“ will der FC Bayern keine Strafanzeige stellen.







































