VfL Osnabrück
·18 avril 2026
Joker Badjie sticht erneut – VfL gewinnt in Ingolstadt

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·18 avril 2026

Wie schon im Hinspiel konnte der VfL Osnabrück am Samstagnachmittag beim Auswärtsspiel gegen den FC Ingolstadt 04 einen knappen 1:0-Erfolg einfahren. Dabei bestätigte Ismail Badjie einmal mehr seine herausragenden Jokerqualitäten. Der Spielbericht.
Zwei notwendige Veränderungen nahm Cheftrainer Timo Schultz gegen die „Schanzer“ vor. So ersetzten Tony Lesueur und Theo Janotta die gelbgesperrten Frederik Christensen und Yigit Karademir. Die beiden freigewordenen Kaderplätze nahmen zudem Kevin Schumacher und Kevin Wiethaup ein. Bei den Gastgebern entschied sich Sabrina Wittmann für drei Wechsel in ihrer Anfangsformation. Yann Sturm, Jonas Scholz und Kapitän Simon Lorenz standen für Ognjen Drakulic, Jasper Maljojoki und Lukas Fröde von Beginn an auf dem Platz.
Nachdem Schiedsrichter Felix Weller die Partie anpfiff, ging es im mit 7.570 Zuschauern besetzten Audi-Sportpark zunächst ruhig zu. Nach zehn Minuten verbuchten die Osnabrücker in Person von Tony Lesueur den ersten Torabschluss der Partie. Mit seinem Schuss von der linken Außenbahn forderte er FCI-Keeper Kai Eisele jedoch nicht besonders heraus. Der Schlussmann wehrte die Kugel ins Toraus ab (10‘). Wenn es für die Lila-Weißen in den ersten 45 Minuten offensiv gefährlich wurde, war der Franzose meist im Mittelpunkt des Geschehens. So auch einige Augenblicke später, als Lesueur im Anschluss an eine Osnabrücker Ecke aus der zweiten Reihe abzog und ein Ingolstädter Bein das Spielgerät haarscharf am rechten Pfosten vorbei ins Toraus lenkte (23‘). Wiederum zehn Minuten später spielte Lesueur von der linken Außenbahn in den Rückraum, wo Robin Meißner freistand und direkt abzog. Besonders platziert war der Schuss des Osnabrücker Toptorschützen jedoch nicht, sodass Eisele ohne Probleme parieren konnte (33‘). Die Gastgeber dagegen kamen in der ersten Halbzeit kaum vor das Tor des VfL. Zwar trafen die „Schanzer“ kurz vor dem Pausenpfiff in Person von Yann Sturm ins Gehäuse von Lukas Jonsson, allerdings stand der Stürmer beim Zuspiel von Marcel Costly deutlich im Abseits (41‘). Somit ging es wenig später torlos in die Kabinen.
Zwar personell unverändert, aber mit mehr offensivem Schwung kamen die Osnabrücker in die zweite Halbzeit. Schon wenige Sekunden nach dem Wiederanpfiff setzte sich David Kopacz auf der rechten Außenbahn durch, sprintete bis zur Grundlinie und legte den Ball zurück auf Robin Meißner, der zwar direkt abzog, das Ziel aber knapp verfehlte (46‘). Acht Minuten später zog Kopacz nach einem Konter selbst auf das Tor der Gastgeber. Bei seinem flachen Schussversuch war Eisele jedoch rechtzeitig unten (54‘). Wie schon in der ersten Halbzeit zeigten sich die Ingolstädter nach vorne recht ungefährlich. Wenn sie zum Abschluss kamen, forderten sie Lukas Jonsson kaum heraus. Zu einer Glanzparade zwang jedoch Fridolin Wagner Eisele mit seinem Distanzschuss in der 63. Minute. Der Schlussmann lenkte den Ball noch über den Querbalken ins Toraus (63‘). Langsam häuften sich nun die torgefährlichen Abschlusschancen des VfL. Als Patrick Kammerbauer den Ball elegant über die Ingolstädter Abwehrreihe hob, lief Robin Meißner in den Strafraum und köpfte auf das Gehäuse, jedoch ohne den Keeper vor größere Probleme zu stellen (68‘). In der 78. Minute köpfte Bjarke Jacobsen den Ball nach einem Eckstoß von Patrick Kammerbauer knapp über den Kasten den FCI (78‘).
In der Schlussphase erhöhten die Lila-Weißen dann noch einmal den Druck und wurden schließlich, wie sollte es auch anders sein, durch den eingewechselten Ismail Badjie belohnt. Als Kammerbauers Abschluss am Strafraumrand geblockt wurde, fiel „Isy“ der Ball vor die Füße. Nach einem Haken in Richtung Elfmeterpunkt zog der 20-Jährige ab. Der ebenfalls eingewechselte Julian Kania fälschte den Schuss noch entscheidend ab, sodass dieser unhaltbar für Eisele im rechten oberen Eck einschlug (83‘). Damit ließ Badjie wie schon im Hinspiel die 1.100 mitgereisten Fans im Auswärtsblock jubeln.
In den Schlussminuten warfen die „Schanzer“ erwartungsgemäß noch einmal alles nach vorne, doch Lukas Jonsson hielt den Osnabrücker Sieg fest. Mit einer herausragenden Parade gegen Emre Gül sicherte sich der Schwede seine 19. Weiße Weste der Saison und seiner Mannschaft die Punkte 68, 69 und 70 (90‘). Nach der vierminütigen Nachspielzeit war die Partie schließlich beendet. Mit viel Selbstvertrauen kann der VfL am kommenden Samstag den Sportclub aus Verl an der ausverkauften Bremer Brücke empfangen (Anpfiff: 14:00 Uhr). Gegen die Ostwestfalen könnte der VfL den nächsten wichtigen Schritt Richtung Aufstieg gelingen.
Tore: 0:1 (Badjie 83‘)
Aufstellungen: FC Ingolstadt 04: Eisele – Antzoulas, Si. Lorenz, Scholz – Y. Deichmann (Hoppe 81‘), Besuschkow (Plath 87‘), Carlsen, G. Christensen, Costly, Kaygin (Gül 73‘) – Sturm (Drakulic 87‘)
VfL Osnabrück: Jonsson – Janotta, Müller, Wiemann – Kammerbauer, Wagner (Henning 90+1‘), Jacobsen, Lesueur (Pröger 78‘), Kopacz (Kania 78‘), Kehl (Badjie 61‘) – Meißner (Tesche 90+1‘)
Text: Jendrik Greiwe Foto: Fabian Frommeyer
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