Kaiserslauterns Blamage in Darmstadt ist ein Alarmsignal | OneFootball

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·8 février 2026

Kaiserslauterns Blamage in Darmstadt ist ein Alarmsignal

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Nach der deutlichen Niederlage gegen den direkten Konkurrenten wächst der Rückstand auf den Relegationsplatz auf acht Punkte. Der Geschäftsführer stellt die Ambitionen einzelner Spieler infrage.

Der 1. FC Kaiserslautern hat am Samstagabend in Darmstadt nicht nur ein Spiel verloren, sondern auch jede Menge Kredit verspielt. Ein 0:4 gegen einen direkten Konkurrenten im Aufstiegsrennen ist keine normale Niederlage. Es ist eine Bankrotterklärung.


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Was Geschäftsführer Thomas Hengen nach dem Abpfiff sagte, war bemerkenswert ehrlich. Keine Ausflüchte über Systeme oder taktische Feinheiten. Stattdessen der Kern des Problems: eine Einstellungsfrage. Wenn der eigene Geschäftsführer öffentlich anzweifelt, ob die Ambitionen des Vereins für manche Spieler nicht zu hoch seien, dann ist das mehr als eine Momentaufnahme. Es ist ein Alarmsignal.

Acht Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz nach der zweiten Niederlage in Folge. Das Traumziel Aufstieg rückt in weite Ferne, und wer die Bilder vom Böllenfalltor gesehen hat, weiß warum. Darmstadt zeigte, was es bedeutet, alles zu geben. Kaiserslautern zeigte das Gegenteil.

Torhüter Julian Krahl fand die richtigen Worte, auch wenn sie nicht druckreif waren. Eine bodenlose Frechheit sei der Auftritt gewesen. Zweikämpfe nicht gewonnen, Einsatz nicht vorhanden. Krahl fordert eine harte Trainingswoche, weil die Mannschaft nichts anderes verdient habe. Er hat recht.

Das Problem liegt tiefer als eine einzelne Niederlage. Wenn ein Flutlichtspiel gegen einen direkten Konkurrenten nicht ausreicht, um eine Mannschaft zu mobilisieren, dann stimmt etwas Grundsätzliches nicht. Hengen nannte es ein Phänomen. Man könnte es auch Mentalitätsproblem nennen.

Der FCK hat eine der leidenschaftlichsten Fanbases im deutschen Fußball. Auch in Darmstadt waren sie wieder da, unterstützten fantastisch, wie Hengen betonte. Was sie dafür bekamen, war eine Vorstellung, die Hengen selbst als nicht Betzelike bezeichnete. Ein vernichtendes Urteil aus dem eigenen Haus.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob diese Mannschaft die Kurve kriegt. Ob sie sich, wie Krahl hofft, zusammen aus dem Loch rauskämpfen kann. Die Chancen schwinden mit jedem Punktverlust. Acht Zähler Rückstand sind viel, aber nicht unaufholbar. Vorausgesetzt, die Einstellung stimmt.

Genau da liegt das Problem. Denn Einstellung lässt sich nicht trainieren. Sie muss von innen kommen. Wer sie nicht mitbringt, hat beim 1. FC Kaiserslautern nichts verloren. Das ist die eigentliche Botschaft dieses Abends. Und sie richtet sich an jeden einzelnen Spieler im Kader.

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