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·27 mars 2026
Karl vs. Wirtz: Warum der Bayern-Star aktuell die bessere Wahl wäre

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·27 mars 2026

Die deutsche Nationalmannschaft startet heute Abend ins WM-Jahr 2026 – und aus Bayern-Sicht steht vor allem ein Name im Fokus: Lennart Karl. Der 18-Jährige könnte gegen die Schweiz sein Debüt feiern und hat sich mit starken Leistungen eindrucksvoll empfohlen.
Mit seiner Berufung in den DFB-Kader hat sich Karl bereits einen persönlichen Meilenstein gesichert. Doch der Youngster will mehr – und bringt dafür beste Argumente mit. Die Frage ist nun: Bekommt er direkt seine Chance?
Ein Blick auf die aktuellen Leistungsdaten in der laufenden Saison zeigt, warum Karl derzeit so viel Aufmerksamkeit erhält. Laut DataMB gehört der Offensivspieler zu den effizientesten Akteuren im letzten Drittel.
Besonders auffällig ist seine Abschlussstärke. Mit einem Perzentilwert von 81 bei Non-Penalty-Toren liegt er deutlich vor Florian Wirtz, der hier nur auf 47 kommt. Auch beim kombinierten Offensivwert aus erwarteten Toren und Assists (npxG+xA) hat Karl mit 90,3 klar die Nase vorn.
Diese Zahlen verdeutlichen, dass der Bayern-Youngster nicht nur kreativ agiert, sondern vor allem extrem zielstrebig. Seine Aktionen führen häufiger zu konkreter Torgefahr – ein Faktor, der auf internationalem Topniveau den Unterschied machen kann.
Doch Karl überzeugt nicht nur im Abschluss. Auch im Spielaufbau und in der Vorbereitung setzt er starke Akzente. Im Assist-Perzentil (85) und bei den Key-Pässen (78) übertrifft er Wirtz ebenfalls deutlich.
Hinzu kommt seine Dynamik. Im Dribbling sowie beim Ballvortrag zeigt sich der 18-Jährige deutlich durchsetzungsstärker. Während Wirtz eher als klassischer Verbindungsspieler agiert, bringt Karl zusätzliche Tiefe und Tempo ins Offensivspiel.
Ein weiterer Pluspunkt: seine Vielseitigkeit. Anders als Wirtz ist Karl auch über die Flügel effektiv einsetzbar und kann damit verschiedene Rollen im Angriff übernehmen.
Auffällig ist zudem seine Arbeit gegen den Ball. Sowohl im Pressing als auch bei defensiven Aktionen liegt Karl klar vor seinem Konkurrenten. Gerade für moderne Spielsysteme, die auf intensives Gegenpressing setzen, ist das ein entscheidender Vorteil.
Umso bemerkenswerter: All diese Werte erzielt Karl bei deutlich weniger Einsatzzeit. Während Wirtz bereits über 2000 Minuten absolviert hat, kommt der Bayern-Youngster auf rund 1225 Minuten – und liefert dennoch bessere Effizienzwerte.

Foto: IMAGO
Trotz dieser beeindruckenden Zahlen bleibt ein entscheidender Faktor bestehen: die Erfahrung. Florian Wirtz bringt bereits 37 Länderspiele mit und kennt die Abläufe im DFB-Team genau.
Julian Nagelsmann legt großen Wert auf eingespielte Strukturen – gerade mit Blick auf die bevorstehende Weltmeisterschaft. Daher dürfte Karl zunächst die Rolle des Herausforderers einnehmen.
Doch klar ist auch: Mit seinen aktuellen Leistungen erhöht der Bayern-Youngster den Druck deutlich. Ein Debüt gegen die Schweiz wäre der nächste logische Schritt – und vielleicht der Beginn eines neuen Kapitels im DFB-Team.









































