Karriereende mit 30? Warum die Süle-Entscheidung goldrichtig ist | OneFootball

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·8 mai 2026

Karriereende mit 30? Warum die Süle-Entscheidung goldrichtig ist

Image de l'article :Karriereende mit 30? Warum die Süle-Entscheidung goldrichtig ist

Niklas Süle beendet mit nur 30 Jahren seine aktive Karriere als Profifußballer. Im heutigen Zeitalter ist das ein frühes Ende einer Laufbahn. Das sorgt zuweilen für Kritik. Diese ist aber komplett unangebracht. Die Entscheidung war nämlich goldrichtig. Ein Kommentar. 

Rudi Völler sagte einst, Marcell Jansen habe den „Fußball nie geliebt“, als der Linksfuß seinerzeit im Alter von nur 29 Jahren die Schuhe an den berühmten Nagel hing. „Wenn einer so früh aufhört, ohne verletzt zu sein, das ist ein Schlag ins Gesicht für jeden Sportinvaliden“, sagte Völler damals.


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Und das war schon zu diesem Zeitpunkt kein Gedanke, der wirklich tragbar und konsensfähig war. Sportinvalide ist Niklas Süle nun auch nicht, er hat aber einige schwere Verletzungen hinter sich. Und diese sind ein Faktor, das wurde auch bei seinem Abschiedsgespräch im „Spielmacher“-Podcast deutlich.

Süle hört auf seinen Kopf und Körper

Kreuzbandrisse hatte Süle. Schon einer ist eine Beeinträchtigung der Karriere, zwei in jungen Jahren sind eine Katastrophe. Die mentale Belastung im Drucksport Fußball ist unglaublich hoch. Sechs bis neun Monate Pause, ewige Reha, viele Spieler, die lange verletzt waren haben immer wieder angesprochen, dass es nichts Schlimmeres gibt als nicht mit der Mannschaft zu trainieren. Oder trainieren zu können.

Und ein Moment in dieser Saison veränderte alles. Nämlich eine potenziell schwere Verletzung bei Ex-Klub Hoffenheim. „Was ich empfunden habe, als unser Doc in der Kabine in Hoffenheim den Schubladentest gemacht hat, den Physio anschaute und den Kopf schüttelte, der Physio es ebenfalls gemacht hat und auch keinen Anschlag gemerkt hat, da bin ich in die Dusche und habe zehn Minuten geweint“, sagte Süle.

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Foto: Getty Images

Wenn die Freude am Fußball der Angst vor Verletzungen weicht, dann ist man an einem Punkt angelangt, an dem es keinen Weg zurück mehr gibt. Das zu erkennen ist schon aller Ehren wert und genau dieser Erkenntnisgewinn ist nun erfolgt.

Es entscheidet nur der Spieler allein

Der Verteidiger hat die Entscheidung aus voller Überzeugung getroffen. Und genau deswegen erübrigt sich auch jedwede Diskussion. Es mag für die Fans nicht nachvollziehbar sein, warum er die Karriere, wenn er aktuell nicht akut verletzt ist, jetzt beendet. Aber die Fans befinden sich auch nicht in seiner Situation. Es entscheidet nur einer. Und das ist derjenige, der die Situation am Besten einschätzen kann, nämlich Süle selbst.

Und deswegen kann man aus einer langen Rede einen kurzen Sinn herausziehen. Die Diskussion, sollte sie in den nächsten Tagen noch weiter an Fahrt aufnehmen, ist, so simpel ist es, nicht zu führen. Für Süle zählt jetzt erstmal nur noch eines: Vor den Heimfans in Dortmund noch einmal auf den Platz kommen zu dürfen und die Atmosphäre im Stadion noch ein letztes Mal aufzusaugen. Natürlich standesgemäß im dann 300. Ligaspiel für ihn. Anschließend Ehrenrunde und das Kapitel Profifußball abschließen. Damit sollte man es auch gut sein lassen.

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