Kauczinski: "Wir müssen uns immer wieder neu erfinden - wie eine Schlange, die sich häutet" | OneFootball

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·2 avril 2026

Kauczinski: "Wir müssen uns immer wieder neu erfinden - wie eine Schlange, die sich häutet"

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VON OLIVER GRISS UND STEFAN MATZKE (FOTO)

Werner Lorant ist 2025 verstorben, Karsten Wettberg am vergangenen Sonntag im Alter von 84 Jahren für immer eingeschlafen – beide Trainer, die dem TSV 1860 große Erfolge bescherten, sind nicht mehr unter uns. Die Löwen brauchen wieder einen Hoffnungsträger: Dazu taugt der aktuelle Löwen-Dompteur Markus Kauczinski. Der 56-Jährige hat im Aufstiegsfall sogar ein Tattoo auf seinem bislang unbefleckten Körper versprochen. „Ich habe sogar schon einen Tätowierer empfohlen bekommen“, verrät der 1860-Trainer gegenüber Sport1.


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Bevor er gepikst wird, muss Kauczinski allerdings noch kräftig liefern: Nach dem unglücklichen 1:2 in Duisburg ist der Rückstand auf den Relegationsplatz wieder auf fünf Punkte angewachsen – jetzt hilft nur ein Schlussspurt. Am besten mit acht Siegen. Die erste Hürde muss am Samstag auf Giesings Höhen übersprungen werden, wenn der SV Waldhof Mannheim zum Traditionsduell kommt (14 Uhr, db24-Ticker).

Gegenüber Sport1 sprach Kauczinski auch über die Entwicklung seiner Mannschaft: „Zuerst ging es um Stabilität – weniger Gegentore, klare Abläufe, Kompaktheit. Danach haben wir am Ballbesitz gearbeitet, um gefährlicher zu werden. Fußball muss zur Mannschaft passen, nicht umgekehrt. Und es ist kein geradliniger Weg: Wir müssen uns immer wieder neu erfinden – wie eine Schlange, die sich häutet.“

Was Kauczinski bei 1860 besonders gefällt, ist das Temperament des Klubs – und obwohl er schon in Dresden, St. Pauli oder Karlsruhe gearbeitet hat, sagt der Glöckner-Nachfolger: „Die Emotionalität hier ist besonders. Die Nähe zu den Fans, die kurzen Wege, die vielen Perspektiven – das macht den Verein lebendig. Diese Intensität habe ich so noch bei keinem anderen Verein erlebt.“

Dass Florian Niederlechner es zuletzt zweimal nicht in den Drittliga-Kader schaffte, begründet Kauczinski so: „Zunächst einmal ist es nie schwarz-weiß. Ich vergleiche Spieler konsequent nach Leistung, nicht nach Namen, Alter oder Vergangenheit. Wer aktuell Impact zeigt, spielt. Florian Niederlechner hat nichts falsch gemacht, aber andere waren in diesem Moment näher dran. Kevin Volland bringt Kreativität ins Spiel, andere arbeiten sich über Einwechslungen heran – so entsteht eine klare Hierarchie aus Leistung, nicht aus Ruhm oder Geschichte.“ Wettbewerb, den jeder Verein braucht.

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