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·26 avril 2026
"Keiner hat was auf uns gesetzt": FCS zu 99 Prozent gerettet

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Durch das 2:1 bei Rot-Weiss Essen hat der 1. FC Saarbrücken nicht nur den ersten Auswärtssieg seit September gefeiert, sondern auch den Klassenerhalt so gut wie perfekt gemacht. Die Erleichterung war groß.
Nein, rechnerisch ist der FCS noch nicht ganz durch, doch angesichts von neun Punkten und 18 Toren Vorsprung auf die Abstiegsplätze bei nur noch drei Spielen wird mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nichts mehr schiefgehen. "Da müsste viel passieren", meinte auch Trainer Argirios Giannikis bei "MagentaSport" und nahm daher bereits die Glückwünsche zum Klassenerhalt an. Genau wie auch Kai Brünker: "Ich bin einfach nur überglücklich." Der Stürmer blickte auf eine "sehr kräftezehrende Saison" zurück, die ihn auch persönlich "brutal belastet" habe. Unter anderem, weil der Erfolgsdruck nicht gerade klein gewesen sei.
Dass der FCS erst am 35. Spieltag zum zweiten Mal in dieser Saison auswärts gewinnt – der bislang einzige Auswärtssieg gelang im September beim VfB Stuttgart II – zeigt, wie viel bei den Blau-Schwarzen in den letzten Monaten schiefgelaufen ist. Giannikis betonte, dass es keine einfache Aufgabe gewesen sei, eine Mannschaft, die bei seinem Amtsantritt 16 Mal in Folge nicht gewonnen hatte, zum Klassenerhalt zu führen. "Wir haben unsere Aufs und Abs gehabt, aber auch gezeigt, dass wir eine gute Entwicklung genommen und dann auch verdient die Punkte geholt haben. Ich freue mich für die Mannschaft und die Fans."
Nach Punkten sah es am Sonntag zunächst allerdings nicht aus, nachdem die Saarländer bereits in der 7. Minute in Rückstand gerieten. Doch der FCS kämpfte sich in das Spiel und dreht es noch vor der Pause durch die Tore von Multhaup (30.) und Brünker (40.). "Es gibt leichtere Aufgaben als in Essen nach einem 0:1-Rückstand so Fußball zu spielen, wie wir es getan haben", hob Giannikis hervor und zeigte sich "stolz" auf seine Spieler. "Ich habe eine Mannschaft gesehen, die leidenschaftlich für diesen Erfolg gearbeitet hat." In der zweiten Halbzeit gehörten zwar auch etwas Glück und ein starker Philipp Menzel im Tor dazu, dass RWE nicht mehr zum Ausgleich kam. Doch das spielte am Ende keine Rolle mehr. "Vor dem Spiel hat keiner etwas auf uns gesetzt. Wir haben aber gezeigt, dass wir eine Mannschaft sind, die auch leiden kann und in der wir für den anderen da sind, wenn es schwer wird."
Entsprechend zeigte sich Brünker ebenfalls "unfassbar stolz, dass wir das hier abgerissen haben". Selbst die Unterzahl, nachdem Baumann für eine Grätsche gegen Reisig Rot gesehen hatte (84.), brachte den FCS nicht ins Wanken. "Für mich hätte auch Gelb gereicht, aber ich verstehe, dass man wegen der Dynamik auch Rot geben kann", meinte Giannikis. Der Stürmer wird nun am nächsten Samstag im Derby gegen Waldhof Mannheim fehlen. Schon mit einem Remis würde der FCS den Klassenerhalt endgültig unter Dach und Fach bringen – und könnte dann bei den Planungen für die kommende Saison Fahrt aufnehmen. Gedanken über die neue Spielzeit habe sich Brünker noch nicht gemacht, nur eines steht fest: "Dieses Jahr soll sich nicht wiederholen."
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