FC Augsburg
·15 janvier 2026
Keitel: "Müssen den Kampf annehmen"

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·15 janvier 2026

Neuer Klub, alte Bekannte: Yannik Keitel hat beim FC Augsburg keine lange Eingewöhnungsphase benötigt. Dazu trugen auch Mitspieler bei, die er bereits aus seiner Zeit in Freiburg und Stuttgart kannte. Nach einem schwierigen halben Jahr beim VfB möchte der 25-Jährige nun bei den Fuggerstädtern zu alter Stärke zurückfinden. Welche Ziele er sich für das Jahr 2026 setzt, warum Bastian Schweinsteiger sein großes Vorbild ist und wie der Kaffee zu einer seiner großen Leidenschaften wurde, verriet Keitel vor dem Spiel gegen Union Berlin.
Yannik, wie hast du die ersten Wochen in Augsburg erlebt? Es hat von Anfang an richtig Spaß gemacht. Ich kannte ja bereits einige Jungs aus meinen vorherigen Stationen und ich habe mich sehr gefreut, sie wiederzusehen. Aber auch alle anderen haben mich sehr herzlich empfangen. Das Ankommen fiel mir dadurch überhaupt nicht schwer.
Hattest du auch schon Gelegenheit, dich mit der Stadt vertraut zu machen? Bisher war ich dort noch nicht so viel unterwegs, es ist aktuell ja ziemlich kalt. Zurzeit wohne ich noch im Hotel, aber einige Restaurants habe ich bereits besucht. Da probiere ich mich gerade ein wenig durch und konnte schon einiges entdecken. Besonders freue ich mich aber auf das erste Heimspiel, um endlich die Stimmung im Stadion zu erleben und gemeinsam mit den Fans Gas zu geben.
Wie sieht’s mit Kaffee aus? Hast du hier auch schon einen getrunken? Ich habe gehört, du bist dahingehend ein ziemlicher Enthusiast. Das stimmt! Ich bin schon ein kleiner Kaffeeliebhaber. Meine Siebträgermaschine von zu Hause vermisse ich gerade sehr. Meine Freundin hat mir neulich einen Kaffee vom Stadtmarkt mitgebracht, der war jedenfalls sehr gut. Und Michael Gregoritsch kennt sich hier ja bestens aus. Er hat schon gesagt, dass er mir in den nächsten Wochen einige Cafés zeigen wird. Ich bin gespannt.
Wie kam es zu deiner Leidenschaft für Kaffee? Lange mochte ich Kaffee überhaupt nicht. Dass sich das geändert hat, liegt wohl auch an meiner Freundin. Sie ist Halbitalienerin – und da gehört Kaffee einfach zur Kultur. Sie hat mich auf den Geschmack gebracht und ich bin mit der Zeit immer tiefer eingestiegen. Ich habe sogar einen Barista Kurs gemacht und kenne mich mittlerweile ganz gut aus.
Sprechen wir über deinen Wechsel zum FCA. Du hattest in Stuttgart noch länger Vertrag. Warum wolltest du den Verein im Winter verlassen? Ich habe zuletzt einfach kaum Spielzeit bekommen. In der ersten Saison lief es noch ordentlich, ich habe regelmäßig gespielt und hatte auch in der Champions League ein paar Einsätze – das war eine großartige Erfahrung. Danach war der Konkurrenzkampf aufgrund der Kadergröße sehr hoch, und mir wurde relativ früh signalisiert, dass ich mich auch anderweitig umschauen kann. Die Gespräche mit Augsburg begannen schon im Dezember. Ich hatte sofort ein sehr gutes Gefühl und musste nicht lange überlegen.
Mit Fabian Rieder hast du zusammen in Stuttgart gespielt. Hattet ihr vor dem Wechsel Kontakt miteinander? Mit Fabi tatsächlich gar nicht so viel. Ich habe dafür mit Keven und Gregerl gesprochen, der Augsburg ja auch noch aus früheren Zeiten kannte. Damals wusste ich noch nicht, dass wir uns hier dann gemeinsam wiedersehen (lacht). Fabi hat mir erst am Tag des Medizinchecks ganz überrascht geschrieben: „Was hör ich denn da, du beim FCA?“. Da musste ich schon schmunzeln. Mich hat es jedenfalls sehr gefreut, alle wiederzusehen.
Gregerl hat bei seiner Vorstellung erwähnt, dass ihr beide euch schon in Freiburg sehr gut verstanden habt. Wie kam die Verbindung zustande? Wir hatten in Freiburg immer eine Vierergruppe: Gregerl, Maxi Eggestein, Merlin Röhl und ich. Wir waren häufig unterwegs, haben zusammen gegrillt oder Kaffee getrunken. Es war eine schöne Zeit.
Du selbst bist in der Nähe von Freiburg aufgewachsen. Sicherlich hast du auch heute noch eine enge Beziehung zu Stadt und Verein? Absolut. Ich habe beim Sport-Club meine komplette Jugend verbracht: Von der U11 bis zu den Profis. Das prägt und verbindet einen natürlich mit dem Klub. Aber ich sehe hier in Augsburg sehr viele Parallelen: Das familiäre Umfeld, die kurzen Wege, der herzliche Umgang. Vielleicht fühle ich mich auch deswegen hier schon so wohl.
Am Donnerstag steht das erste Heimspiel 2026 gegen Union Berlin an. Wie schaust du auf den kommenden Gegner? Union ist eine Mannschaft, die nichts herschenkt und über Kampf ins Spiel kommt. Das müssen wir annehmen und mindestens genauso viel Feuer auf den Platz bringen. Es ist ein Heimspiel, das ist für uns ein Vorteil. Wichtig wird sein, von Anfang an hellwach zu sein und unsere Stärken voll auszuspielen. Unser Ziel sind drei Punkte!
Für dich wird es das erste Spiel in der WWK-ARENA. Hast du schon Karten für Familie oder Freunde organisiert? Ich bin noch im Austausch. Es ist ein Spiel unter der Woche, deshalb ist es nicht ganz einfach. Meine Freundin kommt auf jeden Fall, bei meinen Eltern schauen wir noch.
Bleibt noch die Frage, wo wir dich dann auf dem Platz sehen – eher im Mittelfeld oder in der Abwehr? Ich denke, beides ist möglich. Ich habe beide Positionen in der Vergangenheit gespielt und mir macht beides Spaß. Das ist sicher auch eine meiner Stärken und ein Grund, warum mich der Verein geholt hat. Ich bin für alles bereit.
Dein großes Vorbild in der Kindheit war Bastian Schweinsteiger. Was macht ihn für dich so besonders? Er war eine Kämpfernatur, der immer alles für die Mannschaft gegeben hat. Das hat mich schon als Kind fasziniert. Auch mein erstes Trikot war von Schweinsteiger. Persönlich ausgetauscht haben wir uns allerdings noch nie. Es gab aber einmal einen kurzen Handshake an der Seitenlinie, als er fürs Fernsehen moderierte.
Zum Abschluss: Was sind deine Ziele für die nächsten Monate – persönlich und mit der Mannschaft? Persönlich möchte ich so viel spielen wie möglich und der Mannschaft helfen. Ich habe es vermisst, auf dem Platz zu stehen und bin heiß darauf, endlich wieder Einsatzminuten zu sammeln. Als Team ist für uns der Klassenerhalt das primäre Ziel – das kenne ich noch aus meiner Zeit beim SC Freiburg. Gleichzeitig kann es aber auch ganz schnell nach oben gehen, wenn wir jetzt früh anfangen zu punkten.









































