RB Leipzig
·1 février 2026
Klare Worte: „Wir haben zu viel vermissen lassen“

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·1 février 2026

Trotz der Führung durch das zweite Bundesligator von Conrad Harder unterlag RB Leipzig gegen Mainz mit 1:2 und musste damit die dritte Heimniederlage der Saison hinnehmen.
Zwar war der Elfmeter zum Ausgleich für die Gäste mindestens strittig, aber Trainer Ole Werner und unsere Spieler waren sich darüber einig, dass die Leistung insgesamt nicht gut genug war.

Den Roten Bullen gelang es viel zu selten, den kompakten Mainzer Abwehrblock mit Tempo zu überspielen und sich klare Torchancen herauszuarbeiten. Es fehlte an Kreativität und Durchsetzungsvermögen, hinzu kamen viele Fehlpässe. Und auch die Positionierung stimmte mehrfach nicht. In Teilen erinnerte der Auftritt an das Auswärtsspiel beim FC St. Pauli, als sich die Roten Bullen ebenfalls schwertaten.
„Im Spiel mit dem Ball haben wir da schon gesehen, dass wir Probleme hatten. Aber gegen den Ball war die Basis vorhanden. Heute war es nochmal einen Ticken schlechter in allen Bereichen, das müssen wir klar ansprechen“, sagte Willi Orbán und ergänzte. „Das war mit Abstand unser schlechtestes Spiel in der Saison. Wir haben in allen Bereichen zu viel vermissen lassen, sind nicht an unser Leistungsmaximum gekommen."

Umso ärgerlicher war die Elfmeter-Szene in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Denn gerade als RBL mit der Führung im Rücken die Partie besser in den Griff bekam, brachte David Raum im Strafraum den Mainzer Phillip Tietz zu Fall und Schiedsrichter Daniel Schlager zeigte auf den Punkt.
Keine Frage: Eindeutige Strafstöße sehen anders aus. „Wenn es im Mittelfeld passiert, kann es sein, dass ich einen Freistoß dafür kriege. Aber die Schiedsrichter treffen die Entscheidungen, ich habe keine Lust mehr zu diskutieren“, betonte unser Kapitän.
Und auch Tietz räumte ein, dass der Elfmeter glücklich war. „In der Situation stelle ich mich schon clever an. Ich halte meinen Fuß hin und hoffe natürlich, getroffen zu werden. Hätte er anders entschieden, dürfte man sich auch nicht beschweren“, gab der Angreifer der Rheinhessen zu.

Raumi selbst durchlebt gerade ein paar bittere Tage, denn schon auf St. Pauli verursachte er einen Strafstoß. Dieser war allerdings klar, wenn auch unglücklich. „Ich habe in meiner ganzen Karriere noch keinen Elfmeter verursacht, jetzt zwei in zwei aufeinanderfolgenden Spielen. Aber ich schüttele das ab, weiter geht’s. Ich werde mich von meiner Rolle nicht abbringen lassen“, unterstrich der Linksverteidiger.

Ohnehin wollten unsere Jungs den umstrittenen Elfmeter keinesfalls als Ausrede gelten lassen. Auch Ole Werner fand deutliche Worte. „60 Minuten waren wir viel zu ungenau, hatten zu viele Ballverluste und keine sauberen Tempowechsel. Auch bei den zweiten Bällen waren wir unterlegen“, so unser Cheftrainer.
Erst in der letzten halben Stunde gelang es den Roten Bullen, die Mainzer mit Pressing stärker in die Defensive zu drücken. So entstand auch die beste Möglichkeit, als Rômulo nach starker Vorarbeit von Yan Diomande den Ball per Grätsche nur an den Pfosten setzte (62.). Damit trafen wir nun bereits zum zwölften Mal in dieser Saison das Aluminium, womit wir die Alu-Könige der Liga sind.
Immerhin: In der Schlussphase gab Johan Bakayoko nach 50 Tagen Verletzungspause sein Comeback, während Benjamin Henrichs erstmals seit dem 15. Dezember 2024 wieder in der Red Bull Arena auf dem Platz stand.

Ab sofort richtet sich der Blick auf die anstehenden Trainingstage. In diesen will sich unsere Mannschaft vor allem die Leichtigkeit in den Offensivaktionen zurückholen. „Wir haben jetzt eine lange Woche vor uns und ich bin sicher, dass wir das wieder hinkriegen. Wir müssen die Dinge ansprechen und schauen, dass wir mit dem Ball wieder in eine klare Struktur reinkommen“, forderte David Raum. „Wir bleiben positiv“, machte er klar.
Und genau so wollen die Roten Bullen die Auswärtsaufgabe am kommenden Sonntag um 15.30 Uhr beim 1. FC Köln angehen.
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