DFB-Frauen
·4 mars 2026
Laura Dafinger: "Klar, mutig und mit voller Überzeugung"

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·4 mars 2026

Mit zwei starken Auftritten sind die U 17-Juniorinnen ins EM-Quali-Turnier gestartet. Dem souveränen 2:0 gegen Irland folgte ein mental beeindruckendes Comeback gegen Schweden. Im Interview mit DFB.de spricht Defensivspielerin Laura Dafinger über körperliche Präsenz, taktische Anpassungen und warum der Zusammenhalt aktuell der größte Trumpf der U 17-Juniorinnen ist.
DFB.de: Der 2:0-Sieg gegen Irland war ein gelungener Start. Was hat euch in diesem Spiel besonders stark gemacht?
Laura Dafinger: Es war ein sehr körperliches Spiel. Wir konnten unsere Präsenz gut auf den Platz bringen und die Zweikämpfe annehmen. Gleichzeitig haben wir es geschafft, immer wieder klug zu variieren: Wann spielen wir den langen Ball, wann lösen wir es spielerisch von hinten? Diese Mischung hat uns Stabilität gegeben. Vor allem unsere technischen Qualitäten konnten wir in den entscheidenden Momenten nutzen.
DFB.de: Gegen Schweden habt ihr einen Rückstand gedreht. Was hat euch nach dem Gegentor die nötige Ruhe und Überzeugung gegeben?
Dafinger: Das Gegentor kam früh und natürlich war das erst einmal ein Dämpfer. In der Halbzeit haben wir gemerkt, dass jede kurz mit sich selbst gehadert hat. Aber dann war schnell klar: Wir haben nichts zu verlieren. Also wollten wir nicht hektisch werden, sondern einfach unser Spiel spielen – klar, mutig und mit voller Überzeugung. Dieses Vertrauen ineinander hat uns geholfen, das Spiel zu drehen.
DFB.de: Gegen Irland wart ihr sehr kontrolliert, gegen Schweden vor allem mental gefordert. Was zeichnet euer Spiel aktuell besonders aus?
Dafinger: Ganz klar der Zusammenhalt. Wenn vorne ein Fehler passiert, arbeiten alle nach hinten mit. Und wenn hinten etwas passiert, können wir uns auf unsere Torhüterin verlassen. Bei uns spielt wirklich jede für jede. Dazu kommt, dass wir die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen. Das gibt uns mit dem Ball Ruhe und sorgt gegen den Ball für große Geschlossenheit.
DFB.de: Nach dem Rückstand gegen Schweden habt ihr schnell Lösungen gefunden. Was habt ihr konkret verändert?
Dafinger: Wir haben früher auf lange Bälle gesetzt und unsere Außenverteidigerinnen höher geschoben. Dadurch hatten wir vorne mehr Präsenz und konnten unsere schnellen Spielerinnen besser einsetzen. Viele Hereingaben und zweite Bälle waren dann ein wichtiges Mittel. Wir wollten bewusst Druck erzeugen – und das ist uns gelungen.
DFB.de: Was nehmt ihr aus den beiden Siegen mit – und worauf wird es im entscheidenden Spiel besonders ankommen?
Dafinger: Wir haben gesehen, dass wir unterschiedliche Spielverläufe annehmen können – mit viel Ballbesitz oder vielen intensiven Zweikämpfen. Vor allem mental sind wir noch einmal gewachsen. Für das letzte Spiel gilt: Nchts Besonderes machen, sondern unser Spiel weiter durchziehen. Wir sind vorbereitet und freuen uns darauf.









































