FC Red Bull Salzburg
·6 février 2026
Leider nichts zu holen gegen den FAK

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·6 février 2026

Nach fast zwölf ungeschlagenen Jahren verlieren unsere Roten Bullen im eigenen Stadion wieder gegen die Wiener Austria. Zu wenig konkrete Chancen auf unserer Seite, zwei nicht konsequent genug verteidigte Situationen in der eigenen Gefahrenzone und insgesamt zu wenig Durchschlagskraft besiegeln die Niederlage am heutigen Abend. Auch die im Spielverlauf deutlich offensiver werdende Ausrichtung kann am Ergebnis nichts mehr ändern.
Im Schein des Salzburger Flutlichts wurden zuerst die Veilchen in Person von Fischer auffällig, seinen Abschluss konnte Alex Schlager im Nachfassen entschärfen (7.). Unsere Burschen fanden nach anfänglichen Abstimmungsschwierigkeiten nun besser in die Begegnung. Kerim Alajbegovic etwa versuchte es aus der Distanz, sein Hammer aus 17 Metern wurde allerdings geblockt (12.). Fernschüsse mussten zu diesem Zeitpunkt auch als probates Mittel herhalten, da sich die Gäste über weite Phasen tief zurückzogen und die eigene Spielhälfte regelrecht verbarrikadierten.
Nach vorne setzte die Truppe von Stephan Helm aber immer wieder Nadelstiche – und einer davon sollte besonders wehtun: Fischer bediente Barry, der diese Aktion selbst eingeleitet hatte, bei dessen Schlenzer ins lange Eck war Schlager machtlos (21.).













Und es sollte noch schmerzhafter werden, denn nach einer von Saljic getretenen Ecke gelangte das Spielgerät zu Eggestein, der nur noch den Fuß hinhalten musste – 0:2 (24.). Immerhin zeigten unsere Farben eine schnelle Reaktion und schickten sich an, umgehend den Anschlusstreffer zu besorgen. Edmund Baidoo hatte dabei sogar gleich zwei Chancen dazu, erst konnte er jedoch eine Hereingabe von Tim Trummer, danach eine von Frans Krätzig nicht fachgerecht verarbeiten (26.).
Wenig später stand abermals Baidoo im Blickpunkt – und leider im Abseits. Der Jubel der 7.500 Fans über das vermeintliche 1:2 verhallte dementsprechend schnell (32.). Die letzte Chance für unsere Roten Bullen vor dem Seitenwechsel fand Sota Kitano vor, nachdem er perfekt von Krätzig in Szene gesetzt worden war, sein Fernschuss ging allerdings knapp am linken Pfosten vorbei (38.).
Mit zwei Umstellungen kam unsere Elf aus der Kabine zurück: Mau Kjaergaard und Moussa Yeo sollten für neue Akzente sorgen, was sich prompt zeigte: Nachdem sich zwei Violette gegenseitig behinderten, kam aus dem Mittelfeld das gut getimte Zuspiel auf Baidoo, der den Turbo zündete und den Abschluss suchte, Sahin-Radlinger bekam jedoch gerade noch die Finger dran und lenkte das Spielgerät um den Pfosten (52.).
Kurz darauf probierte es Yeo nach einem Zuspiel von Krätzig, der Schuss des Maliers war allerdings nicht platziert genug (55.). Wiederum Augenblicke später trat Alajbegovic auf den Plan, nachdem Ranftl den Ball vertändelt hatte, aber sein Versuch, den Ball im kurzen Eck unterzubringen, konnte vom Schlussmann der Gäste vereitelt werden (58.). So sehr sich unsere Burschen auch bemühten, das Runde wollte heute einfach nicht ins Eckige.
Daran konnte auch Clement Bischoff nichts mehr ändern, dessen Versuch aus der Ferne gut angetragen war, sein Ziel aber verfehlte (78.). Die letzte Möglichkeit, um noch anzuschreiben, fand der inzwischen müde wirkende Alajbegovic vor, doch der Abschluss ging deutlich über das Tor der Gäste (85.).
Nun gilt es, diese Niederlage rasch abzuschütteln und wieder die Sinne zu schärfen, um die Tabellenführung nicht leichtfertig herzuschenken. Die nächste Gelegenheit, einen wichtigen Dreier einzufahren, haben unsere Burschen, wenn es in neun Tagen, am Sonntag, den 15. Februar, zum Auswärtsduell mit dem GAK kommt.
Ein absolut enttäuschender Start in die Bundesliga-Rückrunde. Das, was uns in den vergangenen Spielen ausgezeichnet hat, nämlich, dass wir sehr aktiv waren, den Gegner permanent bearbeitet haben, haben wir nicht geschafft – dieses Gefühl hatte man von Anfang an. Dass es dann nach dem 0:2 gegen den tiefen Block der Austria schwer werden würde, war klar. Wir haben es nicht geschafft, zu zwingenden Situationen zu kommen. Deshalb müssen wir anerkennen, dass die Austria verdient gewonnen hat.
Thomas Letsch
Die Austria hat ihren Spielplan gut durchgezogen, hat ordentlich verteidigt und zwei Tore aus zwei Chancen gemacht. Wir haben gegen diese Fünferkette nicht schnell genug gespielt, hätten schärfer sein müssen. Wir waren einfach nicht bei 100 Prozent – und das ist dann nicht genug.
Mads Bidstrup
Aufstellungen & Wechsel
FC Red Bull Salzburg: Schlager – Trummer (54. Bischoff), Gadou, Schuster, Krätzig (71. Onisiwo) – Bidstrup ©, Diambou (46. Kjaergaard) – Kitano, Alajbegovic – Baidoo, Konate (46. Yeo) Austria Wien: Sahin-Radlinger – H. Lee (81. Markovic), Dragovic, Plavotic – Ranftl, Maybach (62. Radonjic), Barry (89. Handl), T. Lee – Fischer ©, Saljic (62. Aleksa) – Eggestein ©
Tore: keine bzw. Barry (21.), Eggestein (24.) Zuschauer: 7.459 Schiedsrichter: Harald Lechner Gelbe Karten: keine bzw. Handl (90./Foul)
Personelles Nicht einsatzbereit für das heutige Match waren Takumu Kawamura (Knie), John Mellberg (Knie) sowie Valentin Sulzbacher (Wade). Soumaila Diabate fehlte aufgrund einer Gelb-, Damir Redzic wegen einer Rotsperre, die er sich in der Slowakei eingehandelt hat. Yorbe Vertessen hat sich im Training eine Verletzung zugezogen und fällt bis auf Weiteres aus.








































