Anfield Index
·22 avril 2026
Lewis Steele: Slot muss Ausreden lassen, bleibt aber im Amt

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·22 avril 2026

Liverpools Kaderumbau im Sommer entwickelt sich zu einem der entscheidendsten der jüngeren Vergangenheit. Da mit einem größeren Umbruch im Kader zu rechnen ist und der Druck auf Arne Slot wächst, werden die Entscheidungen von FSG in den kommenden Monaten darüber bestimmen, ob die nächste Saison zu einer Wiederbelebung wird oder zu einer weiteren Spielzeit voller Frust.
Einblicke des Journalisten Lewis Steele, der in einem aktuellen Podcast sprach, zeichnen ein klares Bild davon, was sich ändern muss. Seine Botschaft ist deutlich, dringlich und an Leistung statt an Sentimentalität orientiert.
Mohamed Salah zu ersetzen, ist keine einfache Aufgabe. Wie Steele deutlich macht, ist es nahezu unmöglich, wenn man es auf einen einzelnen Spieler reduziert.
Er sagt: „Wie ersetzt man einen Spieler, der in den letzten neun Jahren so viele Tore erzielt hat … es gibt keinen Spieler auf dem Markt, der solche Zahlen hat.“
Diese Realität erzwingt einen Strategiewechsel. Statt nach einem Eins-zu-eins-Ersatz zu suchen, muss Liverpool seine offensive Durchschlagskraft kollektiv neu aufbauen. Steele ist unmissverständlich: „Sie brauchen zwei Stürmer … so ersetzt man das Ganze in der Summe.“
Das passt direkt zu FSGs Rekrutierungsmodell, das Wert und Skalierbarkeit über prestigeträchtige Großausgaben stellt. Allerdings steht jetzt mehr auf dem Spiel. Mit Salahs Abgang und anderen Angreifern, die entweder unter ihren Möglichkeiten bleiben oder nicht zur Verfügung stehen, kann sich der Klub keine Fehlgriffe leisten.
Für die nächste Saison muss der Schwerpunkt auf Vielseitigkeit in der gesamten Angriffsreihe liegen, mit Spielern, die Tore und Vorlagen liefern können, statt sich auf einen einzelnen Heilsbringer zu verlassen.
Liverpools Mittelfeld hat über die gesamte Saison hinweg an Kontrolle und defensiver Struktur vermissen lassen. Steele hebt das als zweitrangiges, aber dennoch entscheidendes Problem hervor.
Er merkt an: „Man würde sich einen richtigen Sechser wünschen, der einfach dort bleibt und die Pässe stopft … sie haben diese defensiven Mittelfeldspieler nie wirklich ersetzt.“
Das ist ein taktisches Defizit, das in großen Spielen immer wieder offengelegt wurde. Zwar haben Spieler wie Alexis Mac Allister und Dominik Szoboszlai Qualität gezeigt, doch es fehlte an Konstanz.
FSG steht hier vor einem heiklen Balanceakt. Wie Steele erklärt: „Slot hat erwähnt … Liverpool muss verkaufen, um kaufen zu können.“ Das bedeutet, dass jede Verstärkung im Mittelfeld von Abgängen abhängen könnte.
Für die nächste Saison ist die Priorität klar. Liverpool braucht einen defensiv disziplinierten Mittelfeldspieler, der dem System Stabilität verleiht und kreativen Spielern mehr Freiheiten ermöglicht.
Der vielleicht überzeugendste Aspekt von Steeles Analyse dreht sich um Arne Slot. Es wird erwartet, dass der Niederländer in der nächsten Saison im Amt bleibt, doch die Geduld wird begrenzt sein.
Steele ist in seiner Einschätzung direkt: „Sie dürfen nicht zulassen, dass es zu einem Punkt kommt, an dem er zehn Spiele nach Beginn der nächsten Saison … über vergebene Chancen jammert.“
Er geht noch weiter und kritisiert die Erzählung rund um Verletzungen und Schiedsrichterentscheidungen: „Sie können nicht ständig über Verletzungen jammern … sie können nicht über Schiedsrichter jammern.“
Genau hier wird Führung entscheidend. Slot muss den Wechsel schaffen, Probleme nicht nur zu erklären, sondern sie zu lösen. Steele bringt es perfekt auf den Punkt: „Sprich darüber, wie du es beheben wirst, nicht darüber, was das Problem ist.“
Für FSG bedeutet es, Slot zu unterstützen, mehr als ihn nur im Amt zu halten. Es erfordert, sicherzustellen, dass er die Werkzeuge und die Verantwortung hat, um schnell Ergebnisse zu liefern. Die nächste Saison wird seine Amtszeit prägen.
Liverpools Investitionen in Spieler wie Florian Wirtz und Alexander Isak haben bislang keine konstanten Erträge gebracht. Steele scheut sich nicht, diese Realität anzusprechen.
„Von den beiden müsste deutlich mehr kommen“, betont er. „Man würde zumindest erwarten, dass Isak in der nächsten Saison mindestens fünfzehn Tore erzielt.“
Wirtz wiederum hat zwar Ansätze gezeigt, es fehlt ihm aber an nachhaltigem Einfluss. Steele beobachtet, dass es zwar Momente von Brillanz gegeben habe, „er im nächsten Spiel aber komplett abtaucht“.
Für die nächste Saison müssen beide Spieler zu zentralen Figuren werden. Ihre Werte bei Toren und Vorlagen werden entscheidend dafür sein, Liverpools offensive Identität nach Salah neu zu formen.
Genau hier gerät FSGs Investitionsstrategie unter die Lupe. Hohe Ablösesummen verlangen hohe Erträge, und der Spielraum für Geduld wird kleiner.
Inmitten der Unsicherheit ist das Aufkommen von Rio Ngumoha ein Lichtblick. Steele spricht sich klar für mehr Einsatzzeit aus.
„Jedes einzelne Mal, wenn er spielt, begeistert er die Leute“, sagt er. „Er ist die Art von Spieler, die die Fans von den Sitzen reißt.“
Auch wenn angesichts seines Alters Vorsicht geboten ist, glaubt Steele, dass der Youngster mehr Minuten verdient: „Nichts spricht dagegen, dass er sechzig Minuten bekommt und danach noch für eine halbe Stunde reinkommt.“
Die Jugend sinnvoll einzubinden, wird in der nächsten Saison ein weiterer Test für Slot sein. Das bietet die Chance, einer Mannschaft Energie und Unberechenbarkeit zu verleihen, die oft ideenlos wirkte.
Liverpool steht an einem Scheideweg. Die Kombination aus Kaderumbau, Druck auf den Trainer und sich wandelnden Führungsdynamiken schafft eine komplexe Ausgangslage.
Steele fasst die Herausforderung treffend zusammen: „Diese Entscheidung wird die nächsten achtzehn Monate definieren.“
Für FSG ist die Aufgabe klar. Slot entschlossen unterstützen, Schlüsselbereiche verstärken und sicherstellen, dass der Kader vom Auftakt der nächsten Saison an konkurrenzfähig ist.
Wenn das nicht gelingt, droht eine weitere Saison voller Unbeständigkeit. Erfolg hingegen könnte den Beginn eines neuen Zyklus an der Anfield Road markieren.
Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz ins Deutsche übersetzt. Die Originalversion auf 🏴 kannst du hier lesen.
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